Dienstag, 28. April 2009

Gregory Cochran und Yake Young im Interview mit Razib Khan

Im September 2008 hatten wir schon einmal auf ein Video-Gespräch zwischen dem Wissenschafts-Journalisten John Horgan und dem Anthropologen Brian Ferguson auf der Seite "bloggingheads.tv" hingewiesen. (Stud. gen.) Nicht nur inhaltlich können solche Video-Gespräche spannend sein. Durch sie bekommt man auch - und vielleicht erstmals - einen recht persönlichen Eindruck von Wissenschaftlern und Autoren, von denen man zuvor - möglicherweise jahrelang - nur in schriftlicher Form erfuhr. Es ist, als ob man mit ihnen zusammen in der Mensa oder Cafeteria sitzen würde.

Bei Bloggingsheads.tv sind zwischenzeitlich in fast täglicher Folge unzählige weitere Gespräche veröffentlicht worden. Offenbar wird diese Seite auch von der "Templeton Foundation" unterstützt, einer christlichen Wissenschafts-Stiftung, ohne daß atheistische Wissenschaftsjournalisten wie John Horgan (oder Razib Khan) ihre Zusammenarbeit eingestellt hätten. (John Horgan hatte die Frage, wie man mit der Templeton Foundation umgehen sollte als Journalist, auf "The Edge" schon einmal zur Diskussion gestellt.)

Auf zwei Gespräche, nämlich auf diejenigen, die der Humangenetiker Razib Khan vom Wissenschaftsblog "Gene Expression" dort führte, soll im folgenden hingewiesen werden. Im Januar dieses Jahres sprach Razib Khan mit Humangenetiker Gregory Cochran über das von ihm zusammen mit Humangenetiker Henry Harpending herausgegebene Buch "The 10.000 Year Explosion".




Es geht in dem Gespräch um effektive Bevölkerungsgrößen, also um die Tatsache, daß es Familien mit vielen Kindern und Enkelkindern gibt, die erheblich mehr zum Genbestand künftiger Populationen beitragen als Familien mit wenigen oder gar keinen Enkelkindern. (Gregory Cochran wird als vermutlich erster Gesprächsteilnehmer auf Bloggingheads vorgestellt, der fünf Kinder hat.)

Genetische Evolution beim Menschen seit 10.000 Jahren

Cochran erwähnt z.B. (in 22:20 Min.) die Tatsache, daß es acht mal mehr (erblich) Farbblinde unter Menschen in bäuerlichen und industriellen Gesellschaften gibt als in Jäger-Sammler-Gesellschaften. Und das ist für ihn ein Zeichen unter vielen dafür, daß auch in modernen Gesellschaften noch genetische Selektion stattfindet. Es wird auch über Veränderungen der Schädelmorphologie seit dem Mittelalter gesprochen. Dabei wird die Grazilisierungs-These der Mainzer Anthropologin Ilse Schwidetzky nicht erwähnt. Aber solche und viele andere Gesprächsinhalte machen deutlich, daß ein Studium dieses Buches von Cochran und Harpending trotz seines sicherlich in weiten Teilen noch recht spekulativen Charakters viele weitere spannende Anregungen bereit hält.

Man sollte in das Video-Interview auf jeden Fall einmal hineingesehen und hineingehört haben und sich von ihm anregen lassen.

Was heißt es, wenn ein Körper- oder Verhaltensmerkmal erblich ist?

In dem Interview des Humangenetikers Razib Khan mit Humangenetiker Yake Young, einem weiteren humangenetischen Wissenschaftsblogger auf Scienceblogs.com, wird unter anderem über die Erblichkeit von Übergewichtigkeit gesprochen. Razib erklärt, daß 70 % Erblichkeit des Phänotyps Übergewichtigkeit heißt, daß 70 % der Unterschiedlichkeiten im Phänotyp einer Population durch genetische Faktoren erklärt werden kann. Das heißt aber nicht, daß bei gleichbleibenden Genfrequenzen in einer Population nicht dennoch sich über die Jahrzehnte (genauso wie beim IQ) der Phänotyp dramatisch ändern kann. Auch ein Merkmal, das zu 100 % erblich wäre in seiner Variabilität könnte eben dennoch auf Umweltunterschiede (andere Ernährung, andere geistige Anregungen und dgl.) reagieren und würde sich nicht immer gleich ausprägen.

Yake Young macht dann (ab 7:13 Min.) anhand der erblichen Neigung zu Depression (aufgrund von Serotonin-Transporter-Genen) noch auf weitere Zusammenhänge aufmerksam. Die Neigung zu Depression ist nur bei jenen erhöht, die in ihrer Kindheit schlechte (traumatische) Erfahrungen gemacht haben. Bei jenen, die diese erbliche Variante nicht haben, ist die Neigung zu Depression auch bei schlechten Erfahrungen in der Kindheit nicht erhöht.

Donnerstag, 23. April 2009

"Freundin, sprach Kolumbus ..."

Freundin - sprach Columbus - traue
Keinem Genueser mehr!
Immer starrt er in das Blaue,
Fernstes zieht ihn allzusehr!

Wen er liebt, den lockt er gerne
Weit hinaus in Raum und Zeit -
Über uns glänzt Stern bei Sterne,
Um uns braust die Ewigkeit.


                  Friedrich Nietzsche
Friedrich Nietzsche (1844-1900) gilt als der große Verächter der Frauen. "Du gehst zu Frauen? - Vergiß die Peitsche nicht!" So läßt er ein altes Mütterchen sagen in seinem "Zarathustra". Ist das aber die ganze Wahrheit? Kann das die ganze Wahrheit sein, wenn man weiß, daß das eingangs gebrachte Gedicht an Lou Andreas-Salomé (1861-1937) gerichtet war?

Lou Andreas-Salomé als Anregerin des "Zarathustra" von Friedrich Nietzsche

Ohne sie wäre nämlich das Hauptwerk von Friedrich Nietzsche "Und also sprach Zarathustra" (1883-1885) gar nicht geschrieben worden. So laut eigener Aussage Nietzsches. Ohne seine Freundschaft mit ihr im Jahr 1882, eine Freundschaft, in der beide intensiv über eine gemeinsame Ehe - oder zumindest ein eheähnliches Verhältnis - nachdachten. Nietzsche also ein Frauenverächter?

Abb. 1: Lou Andreas-Salomé
Die Biographie dieser Menschen - Friedrich Nietzsches einerseits und Lou Andreas-Salomé's andererseits - liest sich deshalb, wo immer man auf sie trifft und sie aufblättert, aufregend.

Lou hat sich sehr früh und selbständig von Christentum und Monotheismus losgesagt. Sie hat dann versucht, nach aus ihr selbst geschöpften Moralvorstellungen und nach aus ihr selbst geschöpfter Verantwortung zu leben. Die Begegnung mit einem Mann wie Friedrich Nietzsche mußte ihr da sehr starke Ermutigung sein. Dies beruhte aber auf Gegenseitigkeit. Mit ihrer Art zu denken und zu leben hat sie große Bedeutung gewonnen für das Leben und Werk von Friedrich Nietzsche so wie später noch für das Leben und Werk von Rainer Maria Rilke (1875-1926).

Ohne ihre Biographie versteht man also wesentlichste Ereignisse der europäischen Geistesgeschichte etwa zwischen 1882 und 1926 nicht. Über die Biographie von Lou kann man sich informieren in ihrem eigenen "Lebensrückblick" (1). Dieser wird aber erst wirklich verständlich durch ergänzende Biographien (etwa: 2, 3).

Zu der frühzeitigen Beendigung der intensiven und leidenschaftlichen Freundschaft zwischen Friedrich Nietzsche und Lou Salomé im Sommer 1882 trug die Schwester von Friedrich Nietzsche, Elisabeth, spätere Förster-Nietzsche, nicht wenig bei. Nietzsche liebte seine Schwester. Aber er konnte sie auch hassen. Seine Freundschaft mit Lou war seiner Schwester und seiner Mutter - aus den moralischen Ansichten der damaligen Zeit heraus - zu "unmoralisch" erschienen. Auch zu der Beendigung der Freundschaft mit seinem besten Freund Paul Rée, ebenfalls ein Philosoph, und des zweiten Mannes, mit dem Lou damals ein sehr freies Dreiecks-Verhältnis pflegte, hatte die Schwester Nietzsches beigetragen.

Wie man sich die damaligen Gespräche über "wilde Ehe" zwischen Friedrich Nietzsche und Lou vorzustellen hat, wird sehr gut deutlich in der Nietzsche-Biographie von Werner Ross (3, S. 631-638), insbesondere erarbeitet aufgrund einer älteren Dokumentensammlung (4).

"Bedenkliche Eigenschaften ..."

Abb. 2: Friedrich Nietzsche
Das Handeln seiner Schwester im Januar/Februar 1884 hat Friedrich Nietzsche in einem Brief an sie folgendermaßen beurteilt (2, S. 103; sowie: hier, hier oder hier):
... soviel steht fest, daß Du und niemand anders mein Leben drei Mal in zwölf Monaten in Gefahr gebracht hast ... Einem Menschen wie mir - seine höchste Tätigkeit zu zerstören! Ich habe noch niemand gehaßt, Dich ausgenommen!

Das Eine ist: Von allen Bekanntschaften, die ich gemacht habe, ist eine der wertvollsten und ergebnisreichsten die mit L[ou]. Erst seit diesem Verkehre war ich reif zu meinem Z[arathustra]. Ich habe diesen Verkehr Deinetwegen abkürzen müssen. Verzeihung wenn ich dies härter empfinde als Du mir nachfühlen kannst. Lou ist das begabteste, nachdenkenste Geschöpf, das man sich denken kann, natürlich hat sie auch bedenkliche Eigenschaften. Auch ich habe solche. Indessen das Schöne an bedenklichen Eigenschaften ist, daß sie zu denken geben, wie der Name sagt. Natürlich nur für Denker ...

Du kannst mir nicht nachfühlen, welcher Trost mir jahrelang Dr. Rée gewesen ist. faute de mieux [in Ermangelung eines Besseren] wie es sich von selber versteht, und welche unglaubliche Wohlthat mir gar der Verkehr mit Fräulein Salomé gewesen ist.
Abb. 3: Zugvögel
Es waren aber auch andere Gründe, als bloß das Entsetzen der Schwester Nietzsches, die zum nachfolgenden Abstand zwischen Lou Salomé und Nietzsche beitrugen. Es könnte gemutmaßt werden, dass es ähnliche gewesen sind, die dazu führten, daß sie später auch auf persönlichen Abstand zu Rainer Maria Rilke ging. So viel wie Nietzsche und später Rilke wollte sie womöglich über die "Bedenklichkeiten" ihres eigenen Charakters - und den anderer - dann möglicherweise doch nicht nachdenken (oder ihn gar "experimentell" erproben). Diese beiden sicherlich geistig innovativsten Männer im Leben von Lou stellten emotional - aufgrund der "Bedenklichkeiten", die sie wahrhaftiger als andere sich selbst und Lou gegenüber zur Diskussion stellten - zu heftige und widersprüchliche Ansprüche an Lou. Sigmund Freud war ihr da später - offenbar - ein angenehmerer, weniger fordernder Gesprächspartner und Freund als diese beiden. Nietzsche schrieb dann noch sein berühmtes, hier eingangs gebrachtes Gedicht an Lou Salomé, das wohl vieles auf den Punkt bringt, was die beiden zusammen- aber dann auch wieder auseinander führte.

In dem Gedicht sagt Nietzsche ja selbst der Freundin, sie solle keinem "Genueser" trauen. Er hatte kurz bevor er Lou im April 1882 in Rom persönlich kennengelernt hatte, in Genua gelebt. Nietzsche spricht aber zugleich - und bezeichnend - von "uns", die sich da - der Möglichkeit nach - auf Fahrt begeben könnten ... - Diese Ereignisse im Leben von Friedrich Nietzsche machen einmal auf's Neue deutlich, wie selbst im Leben eines der größten - angeblichen - Frauenverächters unter den Großen der abendländischen Philosophie-Geschichte eine Frau tatsächlich für sein Werkschaffen gar nicht hinwegzudenken ist. Nach eigenen Worten.
Freundin - sprach Columbus - traue
Keinem Genueser mehr!
Immer starrt er in das Blaue,
Fernstes zieht ihn allzusehr!

Wen er liebt, den lockt er gerne
Weit hinaus in Raum und Zeit -
Über uns glänzt Stern bei Sterne,
Um uns braust die Ewigkeit.

Abb. 4: Das Meer

(Veröffentlicht: 23.4.2009, überarbeitet: 28.4.2015)
_____________________________________
  1. Andreas-Salomé, Lou: Lebensrückblick – Grundriß einiger Lebenserinnerungen. 1951/1994
  2. Koepcke, Cordula: Lou Andreas-Salomé. Leben, Persönlichkeit, Werk. Eine Biographie. (= Insel-Taschenbuch 905). Insel-Verlag, Frankfurt am Main 1986
  3. Ross, Werner: Der ängstliche Adler. Friedrich Nietzsches Leben. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1980
  4. Pfeiffer, Ernst (Hg.): Friedrich Nietzsche, Paul Rée, Lou von Salomé. Die Dokumente ihrer Begegnung. 1970

Dienstag, 21. April 2009

Zum Gottesbegriff der Giordano Bruno-Stiftung

Ein Gottesbegriff, der nicht im Widerspruch zum naturwissenschaftlichen Weltbild steht

Die Giordano Bruno-Stiftung (GBS) hält einen Gottesbegriff für möglich, der nicht im Widerspruch zu einem naturalistischen Weltbild steht. Und sie bezeichnet sich deshalb von ihrem Selbstverständnis her gesehen sehr bewußt und ausdrücklich nicht als atheistisch. Die Bezeichnung "Neue Atheisten" ist also eine ganz falsche und mißverständliche. Die dazu abgegebene Positionsbestimmung von Michael Schmidt-Salomon verdient es, mit einigem Nachdruck festgehalten zu werden. Dazu soll dieser Beitrag dienen.

Es war Reinhold Leinfelder, der Generaldirektor des Museums für Naturkunde in Berlin, der zu dieser Positionsbestimmung neuerlich Anlaß gegeben hat. Dankenswerterweise brachte er nämlich auf seinem Blog "Ach du lieber Darwin!" einmal ausführlicher einige schöne Zitate aus den Lebenserinnerungen von Charles Darwin. Aus diesen geht besonders gut hervor - so klar wie wie man es selten zuvor irgendwo gelesen hat -, wie sich der Glaube an einen übernatürlichen Gott im Laufe des Lebens von Charles Darwin entwickelt und verändert hat. - Charles Darwin scheint sich nach diesen Ausführungen niemals besonders viel mit den pantheistischen Gedanken seines Großvaters Erasmus Darwin aus der Goethe- und Jane Austen-Zeit beschäftigt zu haben. Erasmus Darwin war ebenfalls - wie Goethe - schon von einer Evolution der Organismenwelt ausgegangen und hat - soweit übersehbar - ebenfalls nicht an einen personalen Gott geglaubt. Aber er sprach dennoch in begeisterten Worten von jener Kraft ("ens entium"), die die Entstehung des Weltalls und des Lebens bewirkt haben muß.

Charles Darwin war am Ende seines Lebens nur Agnostiker - niemals Atheist

Zu solchen dichterischen und pantheistischen Begeisterungen schwang sich der Enkelsohn Charles Darwin - als typisches Kind seiner Zeit (der Zeit von Karl Marx, Ludwig Feuerbach und Rudolf Virchow) - nicht auf. Charles Darwin bezeichnet sich in seinen Lebenserinnerungen vielmehr ausdrücklich als einen Agnostiker. Daraus ergibt sich: Weder Christen noch Atheisten können Charles Darwin für sich in Anspruch nehmen. Dies hat Reinhold Leinfelder mit großem Recht besonders deshalb hervorgehoben, weil er glaubte, die "Atheisten" der Giordano Bruno-Stiftung würden gar zu sehr so tun, als könnten besonders sie Charles Darwin für sich in Anspruch nehmen und nicht die Monotheisten.

Nun hat der Sprecher der Giordano Bruno-Stiftung, Michael Schmidt-Salomon, darauf geantwortet (Darwin-Jahr.de). Aus dieser Antwort verdienen einige wichtige Auszüge festgehalten zu werden (Hervorhebung nicht im Original):
... Erstens vertritt die gbs, die bekanntlich nach einem Pantheisten, nicht nach einem Atheisten benannt ist, keine „atheistische“, sondern vielmehr eine humanistische und naturalistische Position. Den Begriff „Atheismus“ vermeiden wir bewusst in unserer Argumentation, da er zutiefst missverständlich ist. (Immerhin ließe sich ja sehr wohl ein Gottesbegriff konstruieren, der nicht im Widerspruch zu Naturalismus und Humanismus steht, etwa den rein metaphorischen Gottesbegriff, den Einstein einst verwendete. Es gibt aus unserer Perspektive keinen Grund, einen solchen Gottesbegriff, auf dem sich allerdings auch keine Religion begründen ließe, zu bestreiten!)
Begründung von Religion nicht möglich?

Die Behauptung, daß sich mit einem Gottesbegriff, der mit dem naturwissenschaftlichen Weltbild vereinbar ist, keine Religion begründen lassen würde, verdiente eine sehr ausführliche Behandlung. Dies ist eines der Kernanliegen des Blogs "Studium generale". Um nur einen Grund dafür zu nennen: Religiosität, das zeigen alle neueren Forschungsergebnisse auf, stabilisiert Gesellschaften, ihre Altruismus-Potentiale und ihre Demographie, während Atheismus und Areligiosität eher das Gegenteil bewirken.

Nicht zuletzt deshalb hatten und haben viele Menschen unserer Zeit und früherer Zeiten zu solchen Themen auch erheblich differenziertere Meinungen. Die Religionswissenschaftlerin Sigrid Hunke beispielsweise hat den Versuch der Formulierung einer solchen Religion gemacht in ihrem recht grundlegenden Werk "Europas andere Religion - Die Überwindung der religiösen Krise" (1969). (Auch unter dem Titel "Europas eigene Religion" [1983] erschienen.) Sie führt unzählige Dichter und Philosophen des Abendlandes seit 2.500 Jahren auf, für die es - wie für Giordano Bruno - nichts Wichtigeres im Leben gab, als zu einer zutreffenden Formulierung dessen zu gelangen, was das Wort "Gott" eigentlich aussagen könnte, was Welt und Leben eigentlich für eine Bedeutung haben im Hinblick auf - - - Gott. ("Gott" nicht als alogisch, personal, übernatürlich und Wunder bewirkend verstanden, sondern - zum Beispiel - als das innere Wesen des Wahren, Guten und Schönen.)

Vielen unter diesen Denkern war es wichtig, eine andere Religion zu formulieren. Man könnte auch auf östliche Religiosität oder auf die Religiosität von Naturvölkern verweisen, die besser mit dem naturwissenschaftlichen Weltbild vereinbar sind, als gerade die mosaische Unterscheidung zwischen Wahr und Falsch, die sich ja historisch erst geradezu als Gegenbild zu der von den Griechen herausentwickelten wissenschaftlichen Unterscheidung zwischen Wahr und Falsch ergab.

Es könnten unzählige Autoren - Philosophen, Künstler, Wissenschaftler und Dichter - genannt werden, die dies als das Hauptanliegen ihres Lebens ansahen. Und auf den Reichtum ihrer Gedanken, Kunstwerke und Forschungsergebnisse sollte auch immer und immer wieder hingewiesen werden. "Studium generale" versucht das ja auch immer wieder. Schließlich handelt es sich bei der Frage danach, was "Gott" eigentlich ist (oder die Welt und das Leben) um Fragen, die für den Fortbestand fortschrittlicher Gesellschaften zu grundlegend sind, als daß darüber gar zu oberflächlich und schnell hinweggegangen werden könnte oder überhaupt nur hinweggegangen werden dürfte.

Die tiefsten Fragen der Philosophie

Beispielsweise die Philosophen des deutschen Idealismus - Friedrich Schiller, Friedrich Hölderlin, Georg Friedrich Wilhelm Hegel, Friedrich Wilhelm Josef Schelling - haben alle an dem Versuch gearbeitet, eine solche Religion, die einen übernatürlichen Gottesbegriff vermeidet zu formulieren. Beziehungsweise einen übernatürlichen Gottesbegriff als geschichtlich notwendiges - aber irrtümliches und zu überwindendes - religionsgeschichtliches Phänomen zu verstehen. Und selbst wenn Hegel und Schelling aufgrund des Verlassens des Hölderlin'schen Ausgangspunktes (siehe Dieter Henrich) darin gescheitert sein sollten, so waren doch ihre Versuche unglaublich bedeutsame und - wahrscheinlich - ebenfalls geistesgeschichtlich einfach mehr oder weniger "notwendige". Und möglicherweise sind heutige Versuche in dieser Richtung wiederum ebenfalls geistesgeschichtlich einfach schlicht von Bedeutung und geschichtlich "not-wendig".

Und zu einem solchen Versuchen und Suchen heißt es schließlich von seiten der gbs auch ganz richtig weiter:
... Drittens war nicht nur Darwin zeitlebens „auf der Suche“, die gbs ist es ebenfalls.
Zielgerichtetheit der Evolution als Argument

Hier haben wir es also nicht mit Dogmatikern zu tun und mit Menschen, die verbissen an willkürlichen, übernatürlichen, alogischen Vorstellungen festhalten. Im zweiten Punkt übrigens meint Schmidt-Salomon: da die Evolution nicht zielgerichtet sei, würde sie der Bibel widersprechen. Das ist eine wackelige Argumentation, spätestens seit der bedeutende britische Paläontologe Simon Conway Morris sein Buch "Life's Solution - Inevitable Humans in a Lonley Universe" veröffentlicht hat. (Siehe zahlreiche Beiträge dazu auf "Studium generale" in den letzten Jahren.)

Es gibt sicher viele bessere Argumente, die aufzeigen, daß die Bibel im Widerspruch zu den Tatsachen der Evolution steht, als gerade das, daß die Evolution nicht zielgerichtet gewesen wäre. Gerade eine etwaige Zielgerichtetheit der Evolution würde ja besonders deutlich (!) die Notwendigkeit eines naturalistischen Gottesbegriffes aufzeigen. (Deshalb ist auch diese Thematik "Studium generale" so wichtig.) - Vielleicht sollte vielmehr zur Erörterung solcher Themen mehr als bisher die These von Jan Assmann herangezogen werden, der nämlich eine mosaische von einer wissenschaftlichen Unterscheidung zwischen Wahr und Falsch unterscheidet und damit besonders klar heraushebt, was eigentlich im Widerspruch zum naturwissenschaftlichen Weltbild steht, sofern es um Bibelglaube und Monotheismus geht.

Aber auch das astrophysikalische "Anthropische Prinzip" wirft zu viele und zu tiefe philosophischen Fragen auf, als daß gerade die angebliche bloße "Zufälligkeit" der Weltall-Entstehung und -Entwicklung unbedingt als das beste Argument für die Unvereinbarkeit von Bibelglaube und Evolution herangezogen werden sollte. (Möglicherweise ist es eher das schlechteste.)

Eine neue Religion begründen?

Deshalb insgesamt noch einmal die Frage: Warum soll die Zukunft nicht eine neue, mit dem naturwissenschaftlichen Weltbild vereinbare moderne Religion in sich bergen und mit sich bringen? Zumal es viele Anzeichen dafür gibt, daß Religiosität evolutive Angepaßtheit mit sich bringt, bzw. aus dieser hervorgeht. Und warum sollten die Fragen, über die die Menschheit seit vielen tausend Jahren nachdenkt, nicht in unserer Zeit eine einigermaßen abschließende Beantwortung finden können - nach dem grandiosen Siegeszug der Naturwissenschaften in den letzten 200 Jahren und im Angesicht des ungeheuren geistesgeschichtlichen und philosophiegeschichtlichen Erbes, das die Menschheit aufzuweisen hat, und das mit dem gewonnen Wissen aus dem Siegeszug der Naturwissenschaft abgeglichen werden könnte?

Sonntag, 19. April 2009

Ein Kinderfilm aus dem Jahr 1939

"Ein wunderschöner, alter Film der zu Herzen geht. Die Charaktere sind liebevoll und glaubwürdig dargestellt. Es macht einfach Freude mitzubangen, ob die kleine Sara ihren Papa wiedersehen wird."
Mit diesen Worten rezensiert eine Kundin bei Amazon den amerikanischen Film "The Little Princess", der im Jahr 1939 in die Kinos kam. (Auch auf Deutsch als DVD erhältlich.*)) - "The Little Princess" mutet ein wenig so an, als hätte mit ihm 1939 auf harmlose, kindliche Weise die anglo-amerikanische Bevölkerung auf den künftigen, etwaig bevorstehenden neuen Krieg vorbereitet werden sollen. Er war der letzte erfolgreiche Film einer der berühmtesten Kinder-Schauspielerinnen der Filmgeschichte, nämlich Sherley Temple's.

Und tatsächlich könnte man als das Wesentliche dieses Filmes gar nicht einmal irgend einen besonderen Inhalt bezeichnen, sondern vor allem die Tatsache, daß in diesem Film nichts wirklich Schlechtes gezeigt wird. Schon solche Umstände machen Filme in der heutigen Zeit bemerkenswert. Es wird die vielleicht historisch nicht ganz uninteressante Zeit gezeigt, in der Großbritannien den Krieg gegen die Buren in Südafrika führte. Deshalb ist der Film letztlich auch sehr britisch-patriotisch. Königin Victoria höchstselbst muß auftreten, sowohl am Anfang wie am Ende des Filmes. Sie wird allerdings - im Gegensatz zu Prominenten von heute - nur von einem Polizisten bewacht. (!)

Der Film läßt einen begeistert zurück.

__________
*) lt. Kundenrezensionen bei Amazon allerdings einige Angebote in sehr schlechter Qualität.

Samstag, 18. April 2009

Frühling

An die Jünglinge

(von Friedrich Hebbel)

Trinkt des Weines dunkle Kraft,
Die euch durch die Seele fließt
Und zu heil'ger Rechenschaft
Sie im Innersten erschließt!
Blickt hinab nun in den Grund,
Dem das Leben still entsteigt,
Forscht mit Ernst, ob es gesund
Jedem Höchsten sich verzweigt.

Geht an einen schaur'gen Ort,
Denkt an aller Ehren Strauß,
Sprecht dann laut das Schöpfungswort,
Sprecht das Wort: es werde! aus.
Ja, es werde! spricht auch Gott,
Und sein Segen senkt sich still,
Denn, den macht er nicht zum Spott,
Der sich selbst vollenden will.

Betet dann, doch betet nur
Zu euch selbst, und ihr beschwört
Aus der eigenen Natur
Einen Geist, der euch erhört.
Leben heißt, tief einsam sein;
In die spröde Knospe drängt
Sich kein Tropfe Taus hinein,
Eh' sie inn're Glut zersprengt.

Gott dem Herrn ist's ein Triumph,
Wenn ihr nicht vor ihm vergeht,
Wenn ihr, statt im Staube dumpf
Hinzuknieen, herrlich steht,
Wenn ihr stolz, dem Baume gleich,
Euch nicht unter Blüten bückt,
Wenn die Last des Segens euch
Erst hinab zur Erde drückt.

Fort den Wein! Wer noch nicht flammt,
Ist nicht seines Kusses wert,
Und wer selbst vom Feuer stammt,
Steht schon lange glutverklärt.
Euch geziemt nur Eine Lust,
Nur ein Gang durch Sturm und Nacht,
Der aus eurer dunklen Brust
Einen Sternenhimmel macht.

Und was sagt Thusnelda? - Zu Macht und Einfluß germanischer Frauen

Eine Vortragsreihe an der Freien Universität Berlin

Hochkarätig besetzt ist eine Vortragsreihe aus Anlaß der 2.000. Wiederkehr des Jahres der "Schlacht im Teutoburger Wald" (am Nordrand des heutigen Wiehengebirges bei Kalkriese) im Jahre 9 n. Ztr. an der Freien Universität Berlin. (--> Varus.topoi.org) Am 20.4.2009 wird der Osnabrücker Archäologe Reinhard Wolters sprechen, eine Woche später auch die die Ausgrabungen leitende Archäologin Susanne Wilbers-Rost. Beide Vorträge werden sehr spannend sein. Eine Woche später spricht Uwe Puschner, Spezialist für die Geschichte der völkischen Bewegung in Deutschland Anfang des 20. Jahrhunderts, über den Arminius-Mythos im 19. und 20. Jahrhundert. Eine Woche später kommt dann der Althistoriker Alexander Demandt dran, auf den wir hier auf dem Blog schon an anderer Stelle hinwiesen.

Thusnelda im Triumphzug des Germanicus (Karl von Piloty, 1873)

Bemerkenswerterweise wird in dieser Vortragsreihe auch der Ehefrau des Arminius gedacht. Zwei Wochen später lautet das Thema nämlich: "Und was sagt Thusnelda? Zu Macht und Einfluß germanischer Frauen". Dieser Vortrag von Dagmar Beate Baltrusch könnte besonders spannend sein, da die Stellung der Frauen in der heidnisch-germanischen Gesellschaft eine ganz andere war als seither in der christlichen Gesellschaft. Man sprach den Frauen besondere religiöse Bedeutung zu (im vollen Gegensatz zum Christentum und Judentum), sie spielten bei der Vermittlung von Friedensverträgen eine große Rolle (z.B. die Seherin Weleda in ihrem Turm) und viel anderes dergleichen mehr.

Als Arminius seinen Bruder, der auch nach der Schlacht im Teutoburger Wald noch als Reiteroffizier in römischen Diensten stand, in einer Unterredung an der Weser auf seine Seite herüberziehen wollte, sprach er laut Tacitus ...

... von der heiligen Pflicht gegenüber dem Vaterland, von der von den Vätern ererbten Freiheit, von den heimischen Göttern Germaniens, von der Mutter, die sich seinen Bitten anschließe. Er solle nicht zum abtrünnigen Verräter an seinen ferneren und näheren Verwandten, ja an seinem eigenen Volke, vielmehr dessen Heerführer werden.

Also auch hier steht die Mutter auf einer Ebene mit dem Vaterland, der ererbten Freiheit und den heimischen Göttern. Deshalb ist es um so unverständlicher, daß als "offizielle" deutsche Nationalhymne nur die dritte Strophe des von Heinrich Hoffmann von Fallersleben gedichteten Deutschlandliedes gelten gelassen wird. Als könne man auf die zweite Strophe so leicht verzichten, die da lautet:

Deutsche Frauen, deutsche Treue,
Deutscher Wein und deutscher Sang
Sollen in der Welt behalten
Ihren alten schönen Klang,
Uns zu edler Tat begeistern
Unser ganzes Leben lang –
Deutsche Frauen, deutsche Treue,
Deutscher Wein und deutscher Sang!

(Siehe auch: "Thusnelda".) - Am 6.7. wird außerdem über das neu entdeckte Schlachtfeld am Harzhorn um 230 n. Ztr. berichtet.

Das Grab des Arminius (Caspar David Friedrich, 1813/14)

Freitag, 17. April 2009

230 - 235 n. Ztr. - Vernichtende Schlacht gegen die Römer westlich des Harzes

Der römische Kaiser Maximinus Thrax, "der Thrakier"
und "Größte Germanenbesieger" (173 - 238 n. Ztr.)
Wie schon in einem früheren Beitrag berichtet (Stud. gen.), wurde im letzten Jahr ein neues antikes Schlachtfeld westlich des Harzes, auf dem sogenannten Harzhorn südlich von Bad Gandersheim, westlich der A 7 entdeckt. Am heutigen Freitag sind aufregende neue Forschungsergebnisse darüber veröffentlicht worden nach intensiven Forschungsarbeiten in den letzten Monaten. (Stern, DDP) Danach befand sich eine römische Armee, möglicherweise unter dem römischen Kaiser Maximinus Thrax, im Jahr 235 n. Ztr. auf dem Rückmarsch von einem Eroberungszug ins freie Germanien zurück an den Rhein, wahrscheinlich nach Mainz. (Dort wurde auf jeden Fall Maximinus Thrax, der zuvor Truppen in einem Feldzug im Freien Germanien befehligt hatte, im Jahr 235 von eben diesen Truppen zum römischen Kaiser ausgerufen.) Einer solchen Armee also wurde der Rückzug auf dem Höhenzug des Harzhornes durch germanische Stammeseinheiten versperrt. Vor der dort angelegten germanischen Berg-Befestigung (?) müssen hunderte, wenn nicht tausende von römischen Soldaten ihr Leben gelassen haben, denn hier finden sich noch heute unzählige Nägel von römischen Soldatensandalen, römische Münzen und andere Ausrüstungsgegenstände (auch Katapultgeschosse, was auf das Mitführen schwerfälliger Katapulte hinweist).
Am Harzhorn gefundene römische Lanzenspitzen
Daß die römischen Soldaten diese Schuh-Nägel im Laufen verloren haben sollen, wie im "Stern"-Artikel vermutet, wird natürlich reichlich Humbug sein. Es kann doch wohl nur von Leichenfeldern unbestatteter römischer Soldaten ausgegangen werden und das deutet darauf hin, daß die Römer diesen befestigten (?), germanischen Höhenzug nur unter schweren Verlusten oder gar nicht haben nehmen können, daß sie an diesem Ort also eine empfindliche Niederlage haben hinnehmen müssen. Das muß nicht im Widerspruch zu der Tatsache stehen, daß Maximinus Thrax zum "Größten Germanensieger" ausgerufen wurde ("Germanicus Maximus"). Diese schwülstige und oft ganz falsche, die Tatsachen auf den Kopf stellende Sprache wurde damals immer mehr üblich im Römischen Reich der Spätantike.

Daß es sich um keinen bedeutenden Sieg der Römer gehandelt haben kann, wird auch schon als Grund dafür vermutet, daß von dieser Schlacht aus römischen Quellen so gut wie gar keine Einzelheiten bekannt geworden sind. Die auf dem Schlachtfeld gefundenen Münzen sind von dem Numismatiker Frank Berger datiert worden, der aufgrund der Münzfunde auch das Schlachtfeld von Kalkriese nördlich des Wiehengebirges auf das Jahr 9 n. Ztr. datierte und damit mit zu der Erkenntnis beitrug, daß der Teutoburger Wald das Wiehengebirge ist und nicht der heute so genannte "Teutoburger Wald". (Denn der Name dieses Waldes ist allein von den Römern überliefert im Zusammenhang mit Berichten über diese Schlacht des Jahres 9 n. Ztr..) Frank Berger nimmt als Zeitpunkt der Schlacht am Harzhorn nun die Jahre zwischen 230 und 235 n. Ztr. an (s. Stern).

Das gefundene Schlachtfeld am Harzhorn ist zwei Kilometer lang und 500 Meter tief und hat schon über 800 Einzelfundstücke hervorgebracht. Damit wird der Vergleich mit Kalkriese besonders naheliegend, das Schlachtfeld jener geschichtlich bedeutenden Schlacht, die sich dieses Jahr zum 2.000. male jährt, und in der drei römische Legionen unter dem römischen Feldherren Varus durch die Germanen unter ihrem Feldherren Arminius vernichtend geschlagen worden waren. So vernichtend, daß Kaiser Augustus in Rom seine germanische Leibwache entließ, vor der er sich zu fürchten begann.
Die Ausgrabungen am Harzhorn gehen weiter. - Für weitere Einzelheiten siehe - sicherlich auch künftig: Wikipedia.

... Religionsunterricht an Berliner Schulen

[Dieser Beitrag ist auf den anderen Blog verschoben worden, wo Unerheblicheres veröffentlicht wird. Um der Kommentare willen, die nicht verschoben werden können, verbleibt aber hier der Hinweis darauf.]

Mittwoch, 15. April 2009

Familienpolitik - Stagnation oder Fortschritt?

Maria Steuer vom "Familiennetzwerk" lädt zur Tagung in Erfurt ein

Auf "Studium generale" erschienen in früheren Jahren mehr Beiträge über Familienpolitik als derzeit (Stud. gen.). Mit wenigen Mitarbeitern können nicht alle Themen zu allen Zeiten gleichmäßig bearbeitet werden.

Aber es waren wertvolle Beiträge, die auf "Studium generale" erschienen, Beiträge, die auch heute nichts von ihrer Bedeutung eingebüßt haben. Es wurde über Eva Herman, Christa Müller, und über die Notwendigkeit eines Erziehungsgehalts berichtet. Es wurde über die böse Fehlentscheidung schon Konrad Adenauers berichtet, die damalige bedeutende Rentenreform nicht mit einem Familienlastenausgleich verbunden zu haben (wie es damalige führende Sozialpolitiker vorgeschlagen und gefordert hatten). Es wurde über den bedeutendsten deutschen Demographen des 20. Jahrhunderts, Gerhard Mackenroth, berichtet, von dem eben jene Forderung nach Familienlastenausgleich zum ersten mal aufgestellt worden war. Es wurde über die "Familienpartei Deutschlands" und über das "Familiennetzwerk" berichtet.

Es wurde gefragt, warum nicht die Kinderlosen und die Eltern eine gemeinsame Gewerkschaft bilden, die die Forderung nach Erziehungsgehalt endlich so wie die anderen Gewerkschaften auch durchsetzt. (Stud. gen 1, 2) Auch mit Demonstrationen und allem, was dazu gehört. (Stud. gen. 1, 2) Es wurden klar die Gründe genannt, warum Kinderlose und Eltern keine oder keine weiteren gewünschten (!) Kinder bekommen in unserer etwas arg merkwürdigen Gesellschaft. (Stud. gen.)

Wie deutlich werden könnte, sind all diese Beiträge hochaktuell. Derzeit wird ja von einflußreicheren Vereinigungen wenigsten ein Grundeinkommen für Kinder von 500 Euro monatlich bis zum 17. Lebensjahr gefordert. Das geht genau in die Richtung all jener Forderungen, wie sie auch hier auf "Studium generale" herausgearbeitet worden sind, auch im Zusammenhang mit dem Thema "Umverteilung" und "soziale Gerechtigkeit".

Schmuddel-Talkshows lenken den gesellschaftlichen Diskurs

Aber es ist schon außergewöhnlich auffällig, wie sehr das Thema Familienpolitik aus dem aktuellen politischen und gesellschaftlichen Diskurs in genau dem Augenblick wieder in den Hintergrund gedrängt worden ist, in dem es - mit den Veröffentlichungen von Eva Herman - einen gewissen Höhepunkt erreicht hatte. Seit Eva Herman bei Johannes B. Kerner "zur Sau" gemacht wurde (St.gen 1, 2, 3), scheint das Interesse an dem Thema unter Journalisten stark zurückgegangen zu sein. So banal und schlicht sind manchmal die Zusammenhänge in hedonistischen Gesellschaften, in denen jeder nur an sich selbst denkt ...

Das folgende Video, in dem die Vorsitzende des "Familiennetzwerkes", Maria Steuer, zu ihrer diesjährigen Tagung in Erfurt einlädt, läßt einen einmal aufs Neue auf das Thema aufmerksam werden. Erfreulich, daß sich auch Maria Steuer - wie der Papst - zur Nutzung des Mediums Video durchgerungen hat. Es handelt sich offenbar um den ersten Beitrag einer "Familien-TV" benannten Reihe:




Das Internet bietet ja viele Möglichkeiten, die Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Schmuddel-Fernsehens für den gesellschaftlichen Diskurs zu untergraben. Schön, daß man jetzt beginnt, sie zu nutzen. Vielleicht findet ähnlich auch die Berichterstattung über die Tagung statt?

Christa Meves und Eva Herman

Es wird also auf dieser Tagung (siehe Familie-ist-Zukunft.de) auch Christa Meves sprechen, die sehr viele gute Familienratgeber-Bücher geschrieben hat. (s. Bücher) Ebenso Eva Herman. Außerdem natürlich Kinderpsychologen. Und außerdem die Familienministerin von Tschechien, die mit einem Preis ausgezeichnet wird, zu dem ein Staatssekretär der Regierung Thüringens die Laudatio hält.

Adenauers Versagen war ein christliches Versagen

Hier übrigens ein Video, auf dem Christa Meves und Eva Herman im letzten Jahr ebenfalls schon gemeinsam auf einer - katholischen - Tagung aufgetreten sind. Übrigens haben die Katholiken - und die Christen allgemein - nicht besonders arg viel Recht, sich heute besonders mit ihren richtigen Positionen zur Familienpolitik zu "brüsten", solange sie nicht beginnen, selbstkritisch die Adenauer-Zeit diesbezüglich aufzuarbeiten. Diese Positionen zu vertreten, dazu hätten sie nämlich schon, wenn sie damit hätten glaubwürdig sein wollen, unter Adenauer hervorragende Ausgangspositionen gehabt. Oder auch unter der Regierung Helmut Kohls.

Nicht das Christentum ist die eigentliche Motivationskraft, sich für richtige Positionen in der Familienpolitik einzusetzen. Sondern das sind säkulare Gründe. Christa Meves ist erst später in ihrem Leben betonter christlich - und schließlich sogar katholisch - geworden. Auch sie hat ihre wichtigsten Anregungen - wie Eva Herman - von der modernen Wissenschaft erhalten. Diese Abfolge sollte man nicht aus den Augen verlieren und zeigt einmal auf's Neue die Bedeutung des naturalistischen Weltbildes auf, ohne das auch konservativste Christen heute kaum noch sinnvoll würden argumentieren können.

Sonntag, 12. April 2009

Unser Rechenschaftsbericht: die Finanzen von "Studium generale"

"Lousy penny's on the web"

Wissenschaftsblogger Lars Fischer macht sich schon seit einiger Zeit seine Gedanken darüber, wie sich die - ohne Zweifel aufwendige - Arbeit an Wissenschaftsblogs finanzieren läßt. Aufwendig zumindest dann, wenn sie gut sein soll. Oder ob diese Arbeit weiterhin vornehmlich ehrenamtlich und in Freizeitstunden geleistet werden soll. (Siehe - -> "Lousy penny's on the web".)

Zu solchen Fragen hat auch eine - etwaige, wünschenswerte - zahlreichere oder - realistischerweise - weniger zahlreiche Stammleserschaft von "Studium generale" noch nicht in irgend einer klarer erkennbaren Weise Stellung genommen. (Von der "Laufkundschaft" sowieso ganz abgesehen. - Im Klartext: Es hätte ja immerhin der eine oder andere zahlungskräftigere Leser sagen können: Wow, das ist ja ein toller Blog. Wie schaffen die das bei "Studium generale" bloß, solche tollen Texte zu erstellen? Mal nachfragen, ob man dort das Engagement noch ein bischen fördern und aufmuntern könnte ... - Immerhin. Solche Leser könnte man sich vorstellen. Aber vielleicht sind das auch nur phantastische, mythologische Gestalten aus der Antike, die man sich da illusionärerweise vorstellt und deren Existenz unbewiesen ist ...)

Wie kann die Arbeit an Wissenschaftsblogs finanziert werden?

Jedenfalls: Lars Fischer hatte, um Möglichkeiten einer Finanzierung zu testen, einen Spendenbutton auf seinen Fisch-Blog eingebaut, den wir uns bei "Studium generale" gleich abgeschaut hatten. Siehe jeweils in der rechten Seitenleiste weiter unten. Während nun Lars Fischer mit den dadurch eingegangenen Spenden wenigstens grob seinen monatlichen Teeverbrauch finanzieren können soll, wie er berichtet, haben wir bei "Studium generale" über den Spendenbutton bisher noch gar nichts eingenommen. Aber das wollen wir uns gar nicht auf's Gemüt schlagen lassen. Auch hier bleiben wir guter Dinge. Und warum sollte sich nicht auch dabei irgendwann irgendwie einmal etwas ändern? Die Zukunft ist doch derzeit noch ganz eigenschaftslos ... (Außerdem geben wir natürlich auf persönliche Anfrage gern auch eine Kontonummer bekannt, um Zahlungen so unkompliziert wie möglich zu machen.)

Besucherzahlen: Tendenz eher steigend

Eine - oder sogar zwei - erfreuliche Entwicklungen können wir nun jedoch seit dem Ablauf des letzten Quartals berichten. Nämlich erstens bezüglich der Besucherzahlen und zweitens bezüglich der Einnahmen aus unserem --> Bücherverkauf.

Zunächst die Besucherzahlen. Obwohl im Hauptblog von "Studium generale" (seit einiger Zeit mit dem Untertitel "Research Blogging") im ersten Quartal 2009 nur vier neue Beiträge erschienen sind (- ja, Schande über uns! - aber vielleicht auch Schande über die potentiellen Spender und Motivateure ...), konnten wir dort im März einen neuen monatlichen Besucherrekord verzeichnen, nämlich: 3.800 Besucher.

(Statistik siehe Abbildung.) Damit war die letzte Höchstmarke von um die 3.000 monatlichen Besuchern, die schon einmal im Juni 2007 (siehe Stud. gen.), bzw. dann wieder im Januar 2009 erreicht worden war, um 800 Besucher übertroffen worden. Ob das ein Trend ist, der anhält? Dabei kann es sich aber übrigens wohl kaum um "Stammleserschaft" handeln, die ja die älteren Artikel überwiegend schon kennen wird, sondern um Besucher, die vor allem über Google-Treffer bei "Studium generale" landen. Aber dennoch ist das doch immerhin schon einmal sehr schön, daß hier die Zahlen eher gleich bleiben und steigen, statt zu sinken, obwohl die aktuelle Aktivität im Blog gar nicht so besonders hoch ist - leider (- und hoffentlich bald wieder anders).

Bücherverkauf: Tendenz steigend

Aber dann zum Bücherverkauf. Zunächst die Vorgeschichte, der lange Anlauf: 2008 machte "Studium generale" im zweiten und dritten Quartal einen Umsatz von 50 und 40 Euro und verdiente dabei je 2,60 Euro. Im vierten Quartal wurden bei einem Umsatz von 80 Euro 5,30 Euro verdient. Bei so kleinen Summen macht sich Amazon gar nicht die Mühe, das überhaupt einzeln auszuzahlen, liebe Leser und potentiellen Bücherkäufer!

Nun machte "Studium generale" jedoch im ersten Quartal 2009 überraschenderweise einen Umsatz von 345 Euro und verdiente dabei dann immerhin schon sage und schreibe: 25 Euro. Und allein seit ersten April hatten wir einen Umsatz von 50 Euro und verdienten dabei schon 4 Euro. Wenn es also in dieser Steigerungsrate weiterginge, könnte ja doch noch alles, ähm, gut - oder doch zumindest besser - werden ..., ähm ... *) Trotzdem wird wohl die eigentliche Hoffnung auch künftig eher auf etwas häufigere Spendenbutton-Betätigung gerichtet werden müssen. Wenn nicht überhaupt auf ganz andere Dinge. Zu denen wir natürlich auch immer gerne Rückmeldungen von der Leserschaft erhalten.

Auf jeden Fall: Ein Dank an alle Käufer

In jedem Fall an dieser Stelle noch einmal: Ein herzliches Dankeschön an alle Käufer, von denen "Studium generale" nur ein Teil namentlich bekannt ist, dadurch daß die Käufer irgend eine persönliche Rückmeldung gegeben haben. Und zugleich an dieser Stelle eine Ermunterung an alle, damit weiter fortzufahren, bzw. es doch auch einmal zu probieren. Über Amazon kann man übrigens inzwischen auch viele andere Produkte kaufen außer nur Bücher, CD's und DVD's. Sogar PC's und Laptops sind im Angebot. Damit wollen wir uns künftig gerne auch noch etwas genauer befassen. Gerne jedenfalls stellen wir jetzt schon auch in unser Angebot jeden bei Amazon erhältlichen Artikel innerhalb von wenigen Stunden zum Kauf ein. Und zwar derzeit in die unterste Rubrik --> "Kundenwünsche".

Und beachten Sie bitte auch regelmäßig besonders die oberste Rubrik "Neu im Angebot", wo alle neu in die Rubriken eingestellten Bücher zuerst eingestellt werden - damit Sie als regelmäßigerer Käufer einen besseren aktuellen Überblick haben. (Oft übrigens mit St.gen.-Kurzrezensionen, die sonst nirgends wieder zu finden sind.)

Ihr Monats-Abonnement

Aber noch einmal sehr grundsätzlich und ernst: Wir sind der Meinung, daß wir auf den beiden Blogs von "Studium generale" monatlich ein Angebot bereit stellen, das sich inhaltlich mit so mancher Monatszeitschrift messen lassen kann, und für das deshalb Leser, die dem Blog "Studium generale" und seinen Anliegen positiv gegenüber stehen, eigentlich gerne monatlich einen ähnlichen Betrag zu zahlen bereit sein könnten, wie bei einer vergleichbaren Monatszeitschrift, die sie ja oft auch bezahlen, ohne deshalb jeden einzelnen Artikel gleich selbst zu lesen.

Wir wissen aufgrund von persönlichen Rückmeldungen von deutschen Hochschullehrern, daß unser Blog auch die Elite der deutschsprachigen Wissenschaftswelt und des deutschsprachigen Wissenschaftsjournalismus erreicht. Zum Teil auch des angloamerikanischen Sprachraums. Wir haben deshalb gar keine Bange, daß wir hier auch künftig gut plaziert sind und Positionen beziehen, die in dieser Weise von anderen bislang noch nicht bezogen worden sind. Bitte vergleichen Sie doch selbst.

Deshalb: Würde man sich mit fünfzig oder hundert Stammlesern auf eine solche, eben genannte Regelung einigen können, wäre, was die Finanzierung betrifft, vieles - wenn nicht alles - gewonnen. Lassen Sie es sich doch einmal durch den Kopf gehen, liebe Leserin, lieber Leser. Gibt es denn genügend kirchenfreie aber doch religiös und ethisch motivierte Wissenschaftsblogs in der deutschen Wissenschaftsblogger-Landschaft, die engagiert, vielseitig und auf breiter Front wissenschaftlich informiert zu den aktuellen Fragen und Grundsatzfragen Stellung nehmen? Sollte es davon nicht mehr geben? Dann sagen Sie es uns. Und helfen Sie mit.

____________
*) Aktualisierung (28.10.09): Im Jahr 2007 grob 15 Euro. Bis Ende Mai 2008 15 Euro. Von Juni 2008 bis Ende Oktober 2009 60 Euro.

Dian Fossey (1932 - 1985) - Unveröffentlichte Filmaufnahmen

Erster Beitrag zum Jahr des Gorillas 2009

Der Film "Gorillas im Nebel" ist eine Verfilmung des gleichnamigen Buches der berühmten, im Jahr 1985 ermordeten Erforscherin der Berggorillas, Dian Fossey (1932 - 1985), das heißt, er ist eine Verfilmung ihres Lebens als Verhaltensforscherin und als Naturschützer in den Virunga-Vulkanbergen von Ruanda. Das Schicksal von Dian Fossey und der von ihr erforschten Berggorilla's hat die interessierte Weltöffentlichkeit ungeheuer bewegt - vielleicht auch ein wenig aufgerüttelt.

Man muß an der Art der Verfilmung im Spielfilm nicht alles besonders gut finden. Vor allem: Verfilmung heißt nicht Original-Aufnahmen von Dian Fossey. Diese hat man - zumal über dieser spielfilmartigen Aufarbeitung - allzu lange vermißt. Ein 45-minütiger Dokumentar-Film von "National Geographic"enthält sehr umfangreich bisher unveröffentlichte Original-Aufnahmen von Dian Fossey, Aufnahmen des Naturfotographen Bob Campbell.

Sie sind ein unwahrscheinlich sprechendes und anrührendes Dokument, ebenso die dabei gebrachten Erinnerungen Bob Cambpell's. (Zum vollständigen Herunterladen aus dem Netz muß man - auch mit Breitband - mit ein bis zwei Stunden rechnen.)

Auch wertvolle, kürzere Original-Aufnahmen von Dian Fossey gibt es im Netz.

Freitag, 10. April 2009

Mono-A-theisten

Unüberwundenes monotheistisches Erbe

Man hat sich grad eben bei Edgar Dahl, dem "Libertarian", wieder einmal aufgeregt über die heutige Substanz- und Niveaulosigkeit in weltanschaulichen Diskussionen (a la "Ist der Atheismus eine Religion?") - wie sie eben gegenwärtig zwischen Mono- und A-theisten stattzufinden belieben (Libertarian):
... Solche Diskussionen wie diese hier fange ich immer mehr an, unter die Rubrik "unüberwundenes monotheistisches Erbe" ad acta zu legen. Warum ist es uns nicht gleichgültig, was Mono-theisten und A-theisten sich gegenseitig - aber sonst niemandem? - zu sagen haben? Weil wir dieses Erbe nicht überwunden haben - ?

Aber warum haben wir es nicht überwunden?

Ja, gute Frage eigentlich ...

Vielleicht weil wir heute zu konservativ geworden sind in unseren Denkhaltungen und Gesinnungen ... Den Leuten um 1800 und um 1900 jedenfalls wären solche Diskussionen wie sie heute so gern im geistigen "Ping-Pong-Spiel" geführt werden, reichlich platt vorgekommen. Man frage doch einmal Nietzsche. Oder Hölderlin. Oder Schiller. Oder Rilke. Ihr Blick war in viel weitere Fernen gerichtet. Die hatten ganz andere Dinge vor dem Horizont als wir heute allzu oft, so möchte man meinen.

Ergo: Wir sind ernüchtert worden durch das Scheitern der großen nichtchristlichen Ideologien des 20. Jahrhunderts. Aber darf man sich durch dieses Scheitern ernüchtern lassen? Ist das erlaubt? Zumal wenn aus dieser Ernüchterung dann nur solche Diskussionen wie so oft heute herauskommen? (Z.B. dieses ewig sich gegenseitig wiederholende Vorwerfen von Verbrechen? A la: Atheismus führt zu Verbrechen. Monotheismus führt zu Verbrechen, bla bla bla.)

Ist doch eigentlich eine unglaubliche, maßlose, ungeheuerliche Ernüchterung und im Menschlichen eine Erniedrigung sondergleichen, so ganz im allgemeinen die argumentative Basis, auf der wir uns heute bewegen, wenn wir uns auf grundlegenderem weltanschaulich-diskursivem Terrain bewegen.

Kurz gefaßt: Unüberwundenes monotheistisches Erbe eben.

Diese Niveaulosigkeit wird hier auf dem Blog "Studium generale" nach und nach noch deutlicher herauszuarbeiten sein und ihr wird eine klarer umrissene Alternative gegenüberzustellen sein. "Studium generale" möchte sich aber zugute halten, daß es auch in den letzten Jahren sich auf derartige angedeutete Niveaulosigkeiten selten wirklich herabbegeben hat.

Aber auch das soll einen wahrlich nicht mit Genugtuung erfüllen, das hieße, die ganz falschen Maßstäbe zu verwenden. Wie überhaupt Maßstablosigkeit eines der Hauptcharakteristika im geistigen Leben unserer Zeit zu sein scheint. Der Verlust aller Maßstäbe.

Fridtjof Nansen (1861 - 1930)

Blogpausen sind sicherlich sinnvoll. (s. St. gen.) Aber natürlich dürfen sie auch nicht den Eindruck des geistigen Einschlafens vermitteln. Deshalb hier - zwischendurch - der Hinweis auf ein aufrüttelndes Video über den norwegischen Abenteurer und Forscher Fridtjof Nansen (1861 - 1930), der sich nach dem Ersten Weltkrieg in keineswegs unbedeutender Weise der notleidenden Völker Europas annahm. (s. Wikip., Bücher):








Seine entschlossene Persönlichkeit, seine Leidenschaft und Energie kann auch heute noch als Vorbild gelten für menschliches Handeln.


Es war unter anderem die antike Figur des "Sterbenden Galliers" (siehe Abb. - entstanden um 230 v. Ztr.), die ihn zu der Einsicht aufrüttelte, daß das Schicksal der notleidenden Völker Europas niemanden gleichgültig lassen dürfe. (s.a. --> historische Filmaufnahmen)
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