Montag, 28. Februar 2011

Nazi-Mythologie heute - in satanischen Okkultlogen?

Satanimus - Eine Sache der "gehobenen Gesellschaftsschicht"


Am Ende des letzten Beitrages hatten wir ein gestern veröffentlichtes Zitat von einem Ex-Logenmitglied der Freimaurerloge Fraternitas Saturni gebracht, das in wenigen Worten sehr viel sagt. Deshalb wollen wir hier einzelne Punkte noch einmal gesondert herausgreifen, auf die wir im letzten Beitrag noch gar nicht genauer eingegangen sind. Dieses Ex-Logenmitglied sagt:
- Bei Logentreffen wird oft über Politik und die Einflussname auf gesellschaftliche Prozesse gesprochen.
- Die Hochgrade der Fraternitas Saturni sind durchgehend mit Mitgliedern der gehobenen Gesellschaftsschicht besetzt. Wie Ärzte, Rechtsanwälte, Banker und Wissenschaftler.
- Der ehemalige Oberstaatsanwalt Hartmuth Benz (Meister Janus) hat ausgezeichnete Verbindungen in Berliner Regierungskreise.
Reinhard Gehlen
Berliner Regierungskreise sind also Leute im Umkreis ---> dieser Personen. Guido Westerwelle, Angela Merkel, Wolfgang Schäuble und diverse Staatssekretäre.  Die Hartnäckigkeit, mit der Herr von und zu gegenwärtig im Amt behalten werden soll, läßt auch so maches vermuten. - Früher wären das auch Personen etwa im Umkreis eines Reinhard Gehlen gewesen (siehe Foto links), der den BND aufgebaut hat, und der sicherlich von den Mind-Control-Projekten des CIA wußte, die ja bis in die Gegenwart auch in Deutschland - vom BND? - durchgeführt werden.  Und die Berliner Regierungskreise vor 1945 sind ja eh bekannt. Dann heißt es weiter:
- Es könnte sehr wohl Verbindungen zu einer Verschwörung geben.
"Ausgezeichnete Verbindungen in Berliner Regierungskreise"

Aber dann das vielleicht Wichtigste:
- Das Gradsystem ist noch in eine zweite inoffizielle Hierarchie aufgeteilt, über die wir aber wissen, daß einige aus der Loge ausgestoßene Meister, mit denen wir in engster Verbindung stehen, Zugang zu diesem innersten Zirkel hatten.
Das ist das, was man immer vermutet hat! Satanistische Gewalt ist ein internationales Phänomen. In Australien findet sie ebenso statt wie in den USA, in Europa oder Südamerika. Und zwar ohne große, sozusagen "kulturelle Vielfalt", ohne besonders viel "Lokalkolorit", soweit man das bislang mitbekommen hat. Ohne sozusagen lokale Wurzeln. Oberste Gesellschaftskreise blockieren in vielen Ländern die Strafverfolgung, wie vielerseits behauptet und vermutet wird. Die CIA - und sicherlich andere Geheimdienste (Staatssicherheit der DDR) - stecken dick mit drin. sie ist dicht verflochten mit dem organisierten Verbrechen, mit Menschenhandel, Kinderporno-Ringen und vielem ähnlichen mehr. Es handelt sich also bei diesem Phänomen nicht um ein Phänomen irgendwelcher ganz abseitiger Sekten, sondern um eines, das breit und fest in der Mitte unserer Gesellschaft steht. Motto: "Anklage unerwünscht". Seit Jahrhunderten. Welches andere Phänomen sollte das dann wohl noch sein als - die Freimaurerei selbst?  Guido Grandt äußerte es in einem Interview, das wir kürzlich auf einem Blog schon brachten, ebenso unumwunden.

Wirbel um unsere Satanismus-Beiträge

Man schreibt uns von Logenseite ...

Unsere Blogbeiträge über die Fraternitas Saturni von vor einigen Wochen, insbesondere dieser
und dieser
haben einigen Wirbel ausgelöst. Zunächst antwortete uns am 12. Februar ein Ex-Mitglied der Loge Fraternitas Saturni, der sehr viel unter dem Namen "Cassiel" im Netz schreibt, siehe
Obwohl wir in den beiden eingangs genannten Beiträgen nur Dinge zitiert haben, die schon seit vielen Monaten im Netz über diese Freimaurerloge (oder freimaurerähnliche Loge) behauptet werden, ohne daß wir dazu irgendwo auf Gegendarstellungen gestoßen wären, haben wir gestern am gleichen Tag Zuschriften von zwei Personen dieser Loge erhalten (von einem "Großmeister", der zunächst nur für sich selbst und von einer weiteren Person, die stellvertretend für die Fraternitas Saturni insgesamt schrieb), die uns "Verleumdung" und "Verstoß gegen das Mediengesetz" vorwerfen. 

Daraufhin haben wir gestern - insbesondere auch, weil wir hier nicht wie dies an anderen Orten (möglicherweise sinnvollerweise) geschieht, unter Pseudonym schreiben - gestern die beiden erstgenannten Beiträge leicht überarbeitet. Insbesondere auch deshalb, um es den derzeitigen Angehörigen der Fraternitas Saturni zu ermöglichen, unbefangen mit uns in eine öffentliche Erörterung über die vielen Anschuldigungen einzutreten. Der private Email-Wechsel, in dem wir derzeit mit ihnen stehen, wird von uns als nicht sehr zielführend erachtet, insbesondere da die Email-Partner keine Veröffentlichung ihrer Zuschriften wünschen. 

Während wir noch in diesem Email-Austausch stehen, entdecken wir gerade, daß am gestrigen 27.2.2011 eine weitere hochinteressante außerordentlich kritische, und uns bekräftigende Stellungnahme zu unseren Beiträgen auf Okkult.info veröffentlicht worden ist, 
ebenfalls von einem Ex-Logenmitglied der Fraternitas Saturni. Wir kommen am Ende dieses Beitrages auf diese zurück, wollen aber zunächst Ausschnitte aus dem Email-Wechsel zitieren, soweit es die Antworten unsererseits betrifft.

Samstag, 26. Februar 2011

Franz Wegener - Die Frage nach satanistischen Wurzeln des Nationalsozialismus und der Russischen Revolution

Unsere Beschäftigung mit dem Bestseller "Das schwarze Reich" ließ uns in den letzten Wochen hier auf dem Blog immer verschärfter nach satanistischen Hintergründen der SS und des Nationalsozialismus fragen. Nun sind wir - über Google Bücher (5) - auf einen neuen Autor gestoßen (1 - 6), der in den letzten Jahren schon viele ähnliche Fragen gestellt hat: Franz Wegener, geboren 1965. Im folgenden Beitrag soll kurz zusammengestellt werden, was über seine Schriften im Netz zu erfahren ist, auch wenn wir diese größtenteils selbst noch nicht gelesen haben.

"Menschenopferkulte und Gnosis"

Franz Wegener, M.A.
Eine Schriftenreihe zur politischen Religion des Nationalsozialismus (1 - 6) geht laut Netzseite von Franz Wegener (ebenso: 5, S. 27) (von hier auch das Foto von ihm rechts) der Fragestellung nach, ob sich im Nationalsozialismus
die Fusion zweier uralter und praxiserprobter religionsphilosophischer Strömungen
andeuten würde:
Menschenopferkulte und Gnosis. Das Ergebnis: Ein gnostischer Lichtkult, angefeuert von permanenten Menschenopferungen, motiviert von einer tiefen Sehnsucht nach dem mütterlichen Ursprung. Ich habe den Einzelmodulen dieser denkbaren Synthese jeweils ein Buch gewidmet.
Der Nationalsozialismus als Mittel zum (satanistischen, völkischen) Selbstmord?

Eine Amazon-Kundenrezension gibt den Inhalt der Schrift "Das atlantidische Weltbild"  von Franz Wegener (3) folgendermaßen wieder (Hervorhebung nicht im Original):
Die Anhaenger der Atlantissaga in der Zwischenkriegszeit hatten ein eigenes, "atlantidisches" Weltbild, das von Todessehnsucht gekennzeichnet war; der Nationalsozialismus war dann Mittel zum Selbstmord. Dies in etwa ist die Hauptthese des Autors. (...) 
Er biete
einen Streifzug durch die Theorie des Mythos im Allgemeinen, die These, das Bild der untergehenden Insel sei uns genetisch einprogrammiert, die weltanschauliche Abgrenzung zwischen Nationalisten und Nationalsozialisten ...
Das scheint auf eine These hinauszulaufen, von der man zumindest in dieser Form zuvor noch nie etwas gehört hatte. Aber wenn man bedenkt, daß der zeitgleiche Bestseller-Autor Oswald Spengler mit seinem Buch "Der Untergang des Abendlandes", das insbesondere in rechtskonservativen und nationalistischen Kreisen gelesen wurde, ähnliche Vorstellungen bediente, und zwar bis heute!, dann wird man diese These von vornherein nicht gleich als gar zu abseitig zurückweisen wollen.

Freitag, 25. Februar 2011

"Ein bösartiges Wesen, das Deutschland nicht beschreibt, sondern macht."

Die Bild-Zeitung hat einen Brief bekommen. Einen Brief, den Mario Barth und sonstige "Größen" des deutschen Kulturlebens nicht hinbekommen haben. So etwas hat man schon lange nicht mehr irgendwo gelesen. Und er geht durch die ganze Presse (Hervorhebung nicht im Original):
Liebe Werbeagentur Jung von Matt,

bzgl. Eurer Anfrage, ob wir bei der aktuellen Bild -​Kampagne mitmachen wollen:

Ich glaub, es hackt.

Die laufende Plakat-​Aktion der Bild-​Zeitung mit sogenannten Testimonials, also irgendwelchem kommentierendem Geseiere (Auch kritischem! Hört, hört!) von sogenannten Prominenten (auch Kritischen! Oho!) ist das Perfideste, was mir seit langer Zeit untergekommen ist. Will heißen: nach Euren Maßstäben sicher eine gelungene Aktion.

Selten hat eine Werbekampagne so geschickt mit der Dummheit auf allen Seiten gespielt. Da sind auf der einen Seite die Promis, die sich denken: Hmm, die Bildzeitung, mal ehrlich, das lesen schon wahnsinnig viele Leute, das wär schon schick… Aber irgendwie geht das eigentlich nicht, ne, weil ist ja irgendwie unter meinem Niveau/evil/zu sichtbar berechnend… Und dann kommt ihr, liebe Agentur, und baut diesen armen gespaltenen Prominenten eine Brücke, eine wackelige, glitschige, aber hey, was soll's, auf der anderen Seite liegt, sagen wir mal, eine Tüte Gummibärchen. Ihr sagt jenen Promis: wisst ihr was, ihr kriegt einfach kein Geld! Wir spenden einfach ein bisschen Kohle in eurem Namen, dann passt das schon, weil, wer spendet, der kann kein Ego haben, verstehste? Und außerdem, pass auf, jetzt kommt's: ihr könnt sagen, WAS IHR WOLLT!

Und dann denken sich diese Promis, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, irgendeine pseudo -​distanziertes Gewäsch aus, irgendwas “total Spitzfindiges”, oder Clever-​ Unverbindliches, oder Überhebliches, oder… Und glauben, so kämen sie aus der Nummer raus, ohne ihr Gesicht zu verlieren. Und haben trotzdem unheimlich viele saudumme Menschen erreicht! Hurra.

Auf der anderen Seite, das erklärt sich von selbst, der Rezipient, der saudumme, der sich denkt: Mensch, diese Bild -​Zeitung, die traut sich was.

Und, die dritte Seite: Ihr, liebe jungdynamische Menschen, die ihr, zumindest in einem sehr spezialisierten Teil eures Gehirns, genau wisst, was ihr tut. Außer vielleicht, wenn ihr auf die Idee kommt, “Wir sind Helden” für die Kampagne anzufragen, weil, mal ehrlich, das wäre doch total lustig, wenn ausgerechnet die…

Das Problem dabei: ich hab wahrscheinlich mit der Hälfte von euch studiert, und ich weiß, dass ihr im ersten Semester lernt, dass das Medium die Botschaft ist. Oder, noch mal anders gesagt, dass es kein “Gutes im Schlechten” gibt. Das heißt: ich weiß, dass ihr wisst, und ich weiß, dass ihr drauf scheißt.

Die BILD -​Zeitung ist kein augenzwinkernd zu betrachtendes Trash-​Kulturgut und kein harmloses “Guilty Pleasure” für wohlfrisierte Aufstreber, keine witzige soziale Referenz und kein Lifestyle-​Zitat. Und schon gar nicht ist die Bild -​Zeitung das, als was ihr sie verkaufen wollt: Hassgeliebtes, aber weitestgehend harmloses Inventar eines eigentlich viel schlaueren Deutschlands.

Die Bildzeitung ist ein gefährliches politisches Instrument — nicht nur ein stark vergrößerndes Fernrohr in den Abgrund, sondern ein bösartiges Wesen, das Deutschland nicht beschreibt, sondern macht. Mit einer Agenda.

In der Gefahr, dass ich mich wiederhole: ich glaub es hackt.

Mit höflichen Grüßen,
Judith Holofernes 
Vielen Dank!

Mittwoch, 23. Februar 2011

Pflichtlektüre: "Vater unser in der Hölle"

"Vater unser in der Hölle" von Ulla Fröhling (1), einer Journalistin. - Man weiß weder, wo man anfangen, noch wo man aufhören soll, wenn man Andeutungen über die Inhalte dieses Buches geben will. Es sind der Inhalte so viele, daß sie noch zu manchem weiteren Blogbeitrag Anlaß geben werden.

Ein Stück Wissenschaftsgeschichte

Ulla Fröhling
Das Buch referiert auch ein Stück Wissenschaftsgeschichte. Nämlich Geschichte der Psychologie und der Erforschung einer neu bekanntgewordenen psychischen Krankheit, der multiplen Persönlichkeitsstörung (MPS), auch dissoziative Persönlichkeitsstörung genannt. Sie wurde in Deutschland erstmals unter anderem durch Michaela Huber thematisiert, die im Jahr 2008 das Bundesverdienstkreuz erhalten hat.

Diese Krankheit ist eine Steigerung der posttraumatischen Belastungsstörung (PTB), die ebenfalls lange in der Wissenschaft umstritten war, heute aber als gesichertes Wissen gilt. Bei der PTB werden schwere Erlebnisse (oft unter Todesgefahr), die der Mensch nicht sofort verarbeiten kann, ins Unterbewußtsein abgeschoben, so daß er sie sogar vergessen kann. Von dort wirken sie aber doppelt auf den Alltag zurück, wenn sie nicht erneut ins Bewußtsein zurückgeholt werden (in therapeutischen Heilungsprozessen) und noch einmal mit den entsprechenden, ihnen wahrhaft und aufrichtig zukommenden Bewußtseinswertungen durchlebt werden.

Die Wissenschaft weiß heute: Wenn Kinder von Geburt an ständig schwersten traumatischen Belastungen ausgesetzt werden durch Folterungen, Ekeltraining, Vergewaltigungen, Morden, Inzest, Prostitution, schwersten rituellen Verängstigungen, Bedrohungen, Elektroschocks und all dem Ungeheuerlichsten, was man sich nur immer denken kann, dann entwickeln sie nicht nur eine abgekapselte "Verdrängung" im Unterbewußtsein, sondern unzählige. Und zwar wird jede Verdrängung immer dann wieder ins Bewußtsein geholt - sonst nicht - wenn eine ähnliche Situation neu erlebt werden muß. Und jede dieser Verdrängungen wird von dem mißbrauchten Überlebenden als eigenständige, von anderen abgegrenzte Person erlebt, die diese Situation erlebt, aber vieles andere im Leben des Menschen gar nicht (in denen sie dann merkwürdige "Zeitlücken" erlebt), sondern die nur jeweils für diese schwer belastende, verdrängte Situation "zuständig" ist.

Aufgrund dessen haben diese Opfer unzählige Persönlichkeiten in sich, unzählige Verdrängungen, sie sind multiple. Und diese Persönlichkeiten sind abrufbar so wie Verdrängungen auch, indem sie dann ins Bewußtsein geholt werden - und nur dann - wenn Ähnlichkeiten mit der traumatischen Situation selbst erlebt werden.

Geheimdienste wissen davon lange vor der Wissenschaft

Dipl.-Psych. Michaela Huber
Geheimgesellschaften, satanistische Freimaurerlogen und Geheimdienste wissen davon schon viel länger als die Wissenschaft. Und sie nutzen dieses Wissen bewußt und experimentieren damit seit Jahrzehnten (wenn nicht Jahrhunderten), um Menschen zu programmieren. (Die bislang ältesten Hinweise auf den Fall eines Multiplen [laut eines Artikels im "Journal of Psychohistory" von 1996] stammt aus dem Jahr 1584.) Und es sind die ungeheuerlichsten Dinge, die da programmiert werden, programmiert werden können. 

Multiple gibt es in allen Gesellschaftsschichten, auch in den höchsten, auch Menschen, die geistige Hochleistungen bringen, können multiple sein. Ein Berater, der George Bush oder Bill Gates auf China-Reisen begleitete, ist bekanntermaßen multiple. Diese Krankheit kann auch über die Generationen hinweg weitergegeben werden in Familien der "höchsten Kreise" (wie im Fall dieses Buches in der Familie eines Bankdirektors). Da ja die Überlebenden von Mißbrauch sehr leicht wieder Täter werden können.

Eine ungeheure Fülle an Implikationen ergeben sich aus diesen Tatsachen und vielen weiteren. In dem Buch ist von einem internationalen Netzwerk von satanistischen Logen die Rede, in denen Schulungen stattfinden, wie man die Opfer richtig programmiert. Schon da stockt einem wieder der Atem. Denn welche Fülle an Implikationen birgt das. Wir wiesen vor kurzem hier auf dem Blog auf den Film "Alpha  0.7 - Der Feind in dir" hin (s. ARD Mediathek). Was in diesem Film als "Science Fiction" dargestellt wird, ist nicht "Fiktion", sondern seit langer Zeit Wirklichkeit, allerdings nicht über installierte Computerchips in den Köpfen, sondern über bewußt und genau dosiert installierte  und in vielerlei Richtungen hin "abgesicherte" posttraumatische Verdrängungen, Installation von neuen Persönlichkeiten seit Kindheit an und über schwerste Bedrohungen bei Geheimnisverrat.

Greenbaum-Rede von 1992 ein Wendepunkt

D. Corydan Hammond
Wir brechen hier erst einmal ab unter Hinweis auf die Greenbaum-Rede von 1992,  von D. Corydan Hammond (s. Foto rechts). Diese Rede brachte einen entscheidenden Wendepunkt in der Erforschung dieser Krankheit und damit der sie hervorrufenden satanistischen Okkultlogen. Von Okkultlogen, die offensichtlich Deckung quer durch alle gesellschaftlichen Eliten und quer durch alle mächtigen Lobbygruppen genießen.*) Aufgrund aller Umstände liegt es nahe anzunehmen, daß es vor allem auch die Hochgrade aller Freimaurerlogen in den europäischen und amerikanischen Hauptstädten sind, in denen dieser Satanismus praktiziert wird. Therapeuten in den USA raten laut dieses Buches heute, gar nicht eine die Verbrechen "aufdeckende" Therapiearbeit zu machen, da das sowieso nichts nützen würde. Diese Logen wären zu mächtig und man würde nur seine Kraft als Therapeut verschwenden.

In dem Buch ist aber noch viel weitere wissenschaftliche Literatur genannt, die wir nach und nach hier auf dem Blog thematisieren wollen.

"Die drei Gesichter von Eva" (1957)

Schon in der Frühphase der Erforschung dieser Krankheit ist über einen berühmten Fall nicht nur ein Buch geschrieben worden - "Die drei Gesichter von Eva", 1957 -, sondern auch ein Spielfilm gedreht worden unter dem gleichen Titel. Dieser Film - lange Zeit schwer erhältlich, wie es in dem Buch heißt - ist derzeit, wie wir gerade entdecken konnten, im Netz frei zugänglich (auf Englisch) und kann sehr gut dazu dienen, sich mit dieser Krankheit vertrauter zu machen. Wir haben den Hinweis auf diesem Film aus dem Buch "Vater unser in der Hölle" (dessen vielen Hinweisen wir auch sonst noch weiter nachgehen wollen). Hier die Netzadresse, unter der er abgerufen werden kann (87 Minuten lang, 1957): 


Der Film ist nach dem Buch des behandelnden Psychiaters geschrieben worden. Aber die Patientin selbst hat Jahrzehnte später einen eigenen Bericht geschrieben, nach dem sie gar nicht geheilt worden war, sondern aufgrund dessen erkennbar wurde, daß sich die Persönlichkeiten in ihr sogar noch vermehrt haben. So wie auch in "Vater unser in der Hölle" wird es oft bei Überlebenden sein, nämlich daß sie über den rituellen Mißbrauch als aller letztes reden, da die Programmierungen so gestaltet sind, daß hier die größten Hemmungen zu überwinden sind. So kommt es, daß viele Multiple anfangs nur von einem "einfachen" sexuellen Mißbrauch und ähnlichem berichten.

Das Buch kann man nicht "in einem Zug" durchlesen. Man muß das stückweise tun, jeder nach seiner seelischen Kraft. Von solchen Ungeheuerlichkeiten haben weder Auschwitz-Überlebende, noch Überlebende stalinistischen Terrors und der sowjetischen Geheimpolizei jemals berichtet. Ein Mädchen mußte selbst ihren sechsjährigen Erstgeborenen ermorden, der von der Loge selbst gezeugt und rituell zur Welt gebracht worden war. Der Wahnsinn hat keine Grenzen.

Genug. (Hier eine Kaufmöglichkeit.)

Sind die Buchinhalte irreal? Hier ein paar öffentlich bekannt gewordenene Fälle nur allein des letzten Jahres

All das zugleich mit ein paar Hinweisen auf aktuelle Fälle, die es erlauben, auch den ungeheuerlichen Inhalt dieses Buches "Vater unser in der Hölle" etwas besser einzuordnen. Da gab es den Casa Pia-Prozeß in Portugal letztes Jahr, wo ein ehemaliger Botschafter, ein bekannter Showmaster (deutscher Herkunft), ein Arzt und andere wegen Vergewaltigung von Kindern eines Waisenheimes im Zentrum von Lissabon (!!!) zu hohen Haftstrafen verurteilt worden sind im längsten Prozeß der portugiesischen Geschichte (Wikip.) (Dradio.de, 2.9.10). (Siehe auch ein kurzer Fernsehbericht vom gleichen Tag). (Man schließe einmal von dort auf das Zentrum von Berlin, München oder Augsburg ...) All das ist gesellschaftliche Wirklichkeit und wird weiterhin versucht, allerorten mit allen Mitteln zu vertuschen (... deshalb etwa auch die Länge des Prozesses in Portugal).

Und welche Art von Kinderpornos, die unter anderem von solchen Satanslogen hergestellt werden (auch zur Erpressung), in Deutschland herumgereicht werden, konnte man auch im letzten Jahr in einem Prozeß in Darmstadt erleben (RTL, 9.9.2010).

Jörg Tauss, vormals SPD
Auch Jürgen Roth behandelt einen Fall in "Anklage unerwünscht". Und zwar von Folterungen in einem Forsthaus in der Nähe Berlins! Aber Satanismus und Menschenopfer gab es schon am Hof Ludwigs XIV. (2, 3) und offenbar überall, wo es Zentren der Freimaurerei gab (Paris, London).

Erinnert sei auch an den SPD-Bundestagsabgeordneten Jörg Tauss (Wikip.), der unzählige übelste Kinderporno-Dateien auf seinem Handy hatte (Stuttg. Nachr., 18.5.2010) und - räusper - ein Jahr auf Bewährung bekam. Sein Revisionsantrag wurde zwischenzeitlich abschlägig beschieden, womit das Urteil rechtskräftig ist.

Franz Werfel als Okkultist und satanistisch Interessierter

Franz Werfel war ein Okkultist und Satanist - in unzähligen seiner Werke wird das deutlich (4), wie wir dies bisher nur im Vorübergehen durchsehen konnten. Ebenso sein Vorbild Martin Buber (siehe dessen Roman "Gog und Magog", dessen Stimmungsgehalt wir bislang nie hatten einordnen können, da er zu fremdartig war). All das soll in den nächsten Wochen noch ausführlicher hier auf dem Blog aufgearbeitet werden. Wenn wir dazu kommen. (Stand 3.10.2013: Leider sind wir dazu bisher nie gekommen. Weiterhin gilt:) Gerne übernehmen wir zu dem Thema auch Beiträge der Leser.

Übrigens ist das hier empfohlene Buch mehrere Jahre nicht lieferbar gewesen und wurde auf Ebay zu hohen Preisen aufgekauft (wie viele vermuten - allerdings nicht die Autorin). In der gleichen Rubrik unserer Buchhandlung werden wir nach und nach die Literatur ergänzen. Das Buch "Isis, Fürstin der Nacht" handelt von einer Satansloge in Thüringen während der DDR-Zeit, der ebenfalls Ärzte und die ganze notwendige "Infrastruktur" angehörten. "Lukas, vier Jahre Hölle" handelt von einer außerordentlich brutalen, völlig wahnsinnigen Satansloge im Ruhrgebiet.

Der entscheidende Punkt bei all dem ist: Eine gesellschaftliche Elite, in der derartige Dinge geschehen, und in der sie gedeckt werden, die zieht die Gesellschaft insgesamt auf hunderterlei Wegen mit in ihren Untergangsstrudel hinein.
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*) Wenn man das Buch "Vater unser in der Hölle" nicht zuvor gelesen hat, wird man in erster Reaktion sagen, dieser Rede ist der größte Quatsch des Jahrhunderts, weil von zu vielen ungeheuerlichen, kaum glaubhaften Dingen gesprochen wird. (Leider ist sie derzeit offenbar nur in schlechter deutscher Übersetzung zugänglich.)
  1. Fröhling, Ulla: Vater unser in der Hölle. Durch Inzest und den Mißbrauch in einer satanischen Sekte zerbrach Angelas Seele. Zuerst erschienen 1996. Bastei Lübbe Taschenbuch, 7. Auflage Köln 2010 (6. Aufl. 2009: Google Bücher). (s.a. die Internetseite zu diesem Buch.)
  2. Sommerset, Anne: Die Giftaffäre. Mord, Menschenopfer und Schwarze Messen am Hof Ludwig XIV. Magnus. Essen 2006
  3. Werner, Helmut: Die Schwarze Messe. Teufelskult und Hexensabbat. Tosa im Verlag Carl Ueberreuter, Wien 2008 
  4. Arnold, Martin: Franz Werfel. Des Dichters Welt und Weg zwischen Lyrik und Drama. Sein frühes Verhältnis zur Zeit. Diss. Freiburg (Schweiz) 2008 (Google Bücher 

Samstag, 19. Februar 2011

Dieses Gedicht wollten wir schon lange einmal bringen ...

Deutscher Rat

Vor allem eins, mein Kind: Sei treu und wahr,
laß nie die Lüge deinen Mund entweih'n!
Von alters her im deutschen Volke war
der höchste Ruhm, getreu und wahr zu sein.

Du bist ein deutsches Kind, so denke dran!
Noch bist du jung, noch ist es nicht so schwer;
aus einem Knaben aber wird ein Mann;
das Bäumchen biegt sich, doch der Baum nicht mehr.

Sprich ja und nein und dreh und deutle nicht;
was du berichtest, sage kurz und schlicht;
was du gelobtest, sei dir höchste Pflicht;
dein Wort sei heilig, drum verschwend es nicht!

Leicht schleicht die Lüge sich ans Herz heran,
zuerst ein Zwerg, ein Riese hintenach;
doch dein Gewissen zeigt den Feind dir an,
und eine Stimme ruft in dir: "Sei wach!"

Dann wach und kämpf, es ist ein Feind bereit:
die Lüg' in dir, sie drohet dir Gefahr!
Kind, Deutsche kämpften tapfer allezeit!
Du deutsches Kind, sei tapfer, treu und wahr!

Überhebe sich ja nur keiner! Mit diesem Gedicht wollen wir auch keineswegs den Moralapostel spielen. Und die Lügen der Politiker sind eh kein Maßstab. Aber in dem Gedicht ist - wie erkennbar - auch sonst viel enthalten.

Der Chip in deinem Kopf, über den du ferngesteuert wirst

In den Berichten der Überlebenden rituellen Mißbrauchs wird deutlich, daß dieselben von den Tätern sehr bewußt psychisch programmiert worden sind, vor allem durch unglaubliche und maßlose Verängstigung, sowie Dressur, Hypnose und Suggestion, sowie Sprachprogrammierung, und daß bei ihnen bestimmtes Verhalten durch das Aussprechen von Code-Wörtern ausgelöst werden kann. Wir erfuhren auch schon, daß der "Zombifizierer" Ralph Tegtmeier entsprechende Psychotechniken an den Teilnehmern seiner Magie-Seminare anwendet, und sie lobt, wenn sie danach in der Psychiatrie landen: "Sehr gut, wir kommen voran." 

All diese Hinweise machen es notwendig, daß wir uns hier auf dem Blog mit Themen wie "MK Ultra", mit modernen Psychotechniken von "Mind control" und Bewußtseinssteuerung noch genauer beschäftigen werden. Im Netz finden sich Fernsehdokumentationen, in denen gegen den verdienten Psychologen William Sargent, dessen Buch "Kampf um die Seele" wir schon vor Jahren sehr positiv rezipierten hier auf dem Blog, in solchen Zusammenhängen schwere Vorwürfe erhoben werden. Er hätte ebenfalls für den amerikanischen Geheimdienst gearbeitet und insbesondere depressiv erkrankte Patienten für psychotechnische Experimente benutzt. Allerdings wird als einer der schwersten Vorwürfe gesagt, daß die Depressiven von ihm mit Elektroschocks behandelt worden wären. Das ist eine Behandlungsmethode, die heute in Fällen, in denen nichts anderes mehr hilft, mitunter zu Erfolg führt.

Ein Leser-Bericht aus den USA

Bis auf weiteres wollen wir hier aber zunächst nur einen Bericht bringen, den uns ein Leser deutscher Herkunft, der heute an der Westküste der USA lebt, und den wir sehr gut kennen und deshalb für sehr glaubwürdig halten, zugesandt hat. Er schreibt uns:
Ich hatte vor zwei Jahren einen halb-schizophrenen Zufasslbekannten fuer einige Tage hier. Obwohl ich durch relativ umfangreiche Lektuere von frueher auf das Thema vorbereitet war, fiel es mir schwer, seine Geschichte, die ich nach und nach aus ihm herausholte, zu glauben.

Hier kurz: er hatte hinter beiden Ohren zwei deutlich fuehlbare Metallkuegelchen einoperiert (Dioden?), ueber die er, wie er glaubte, nach wie vor durch zeitweise Bewusstseinsausschaltung manipuliert wird. Er stammt aus einer Familie, in der zumindest Homosexualitaet, wahrscheinlich auch sexueller Kindermissbrauch, praktiziert wurde. Der Bruder seiner Mutter war SS-Mitglied, wurde aber um 1943-44 aus dubiosen Gruenden exekutiert. Ich las seine Briefe aus der Zelle und sein Urteil, das sehr vage war.

Mein Bekannter, ich nenne ihn Steve, wuchs mit seinen Eltern in den USA auf, wurde aber von seinem Tenniscoach irgendwie fuer einige Wochen gekiddnapped und hat nur vage Erinnerungen, was damals mit ihm geschah. Er wurde offenbar von Zeit zu Zeit im Zustand einer Art Trance homosexuell missbraucht. Er hat Erinnerungen an rituelle Morde in waldartigen Gegenden.

Er scheint panische Angst davor zu haben, sich die Kuegelchen hinter den Ohren herausoperieren zu lassen. Er denkt, wenn er das tut, wird er umgebracht.

Er funktioniert in den praktischen Alltagsdingen normal. Aber er spinnt insofern, als er Flugblaetter produziert mit voellig verworrenen Inhalten, von denen er denkt, dass es radikale politische Dichtung ist. Er fliegt zur Verteilung dieser Flugblaetter von Zeit zu Zeit von Kalifornien herueber an die Ostkueste, nach Washington D.C..

Er hat mich, als er wiedermal in Washington gelandet war, angerufen, aber ich konnte ihn nicht mehr aufnehmen. Solche Begegnungen sind psychisch schwer auszuhalten. Auch fuer meine Frau war das Ganze zu viel.
Das ist ein Bericht, der sich mit vielem deckt, was auch deutsche Überlebende ritueller Gewalt berichten. Es ist natürlich denkbar, daß solche verwirrten Köpfe von Geheimdiensten bereit gehalten werden für den Fall, daß wieder einmal irgendwo ein Politiker von irgendeinem Verwirrten ermordet werden muß (Schäuble!, Lafontaine!). Und sie werden vor allem in der Prostitution eingesetzt, womit dann allerhand Geld verdient werden kann.

Für die plausibelste Erklärung würden wir es zunächst halten, wenn die beiden Metallkügelchen hinter den Ohren technisch völlig bedeutungslos wären ("Placebos"), wenn aber mit ihnen das Opfer in den Glauben versetzt werden soll, es könne durch diese Metallkügelchen manipuliert werden, ferngesteuert werden. Da die Menschen heute oftmals an alte magische Vorstellungen nicht mehr glauben, mit denen man ihnen früher leicht den Glauben an eine solche Manipulierbarkeit einflößen konnte, muß man dann halt heute mit solchen billigen Tricks vorgehen.

Wenn das Opfer so progammiert ist wie einige deutsche Überlebende ritueller Gewalt, dann reichen auch einige Codewörter, etwa durch das Telefon gesprochen, um bestimmtes Verhalten auszulösen, etwa zu einem Treffpunkt zu kommen, wo ein neuer Einsatz im Prositutierten-Milieu durchgeführt werden soll. Wahrscheinlich sollen die Metallkügelchen und der Glaube an sie die Hörigkeit und die Verängstigung diesen Codewörtern gegenüber nur verstärken und stabilisieren.

Ein Science-Fiction-Krimi in der ARD

Während wir diesen Zusammenhängen nachsinnen, wird uns auch erst einigermaßen einordbar, worauf uns ein anderer Leser schon im Dezember hingewiesen hat. Nämlich der Wissenschafts-Fantasie-Film (also der "Science Fiction") "Alpha  0.7 - Der Feind in dir" (ARD Mediathek). Es ist vielleicht auch bezeichnend, daß die großen Fernsehsender relativ wenige Filme im Netz von sich aus zugänglich machen, daß aber genau dieser in voller Länge von der ARD nicht nur ausgestrahlt, sondern auch im Netz zugänglich gemacht worden ist.

Im Mittelpunkt dieses Filmes nun, den wir in seiner qualvollen Länge an dieser Stelle gar nicht empfehlen wollen, steht ebenfalls das Einpflanzen eines Chips im Kopf der Opfer. Uns kam dieser Krimi zunächst als völliger Blödsinn vor, als Ausdruck von übertriebener Wissenschafts- und Technikangst. Wenn man aber unterstellt, daß auch dieser Krimi den Glauben an die schon existierende oder bald eintretende Möglichkeit solcher Techniken verbreiten soll ... ...?

Auch Ralph Tegtmeier arbeitet daran, den Teilnehmern seiner Seminare den Glauben einzuflößen, er könne andere Personen ("Zombies") in ihnen "installieren" und sie dann über diese Installationen "fernsteuern". Natürlich arbeitet er auch hier vor allem mit Verängstigung (Ansehen von Horrorfilmen), Erschrecken, Hypnose, Suggestion. Und natürlich, diese Fernsteuerung wird genau dann möglich, wenn das Opfer eben glaubt, daß sie möglich ist und sich ihr willenlos ausliefern. Und daß Tegtmeier damit erfolgreich ist, zeigt sich ja allein daran, daß er nach den Berichten im Netz schon allerhand Leute in die Psychiatrie und um allen ihren Lebensmut und Frohsinn gebracht hat.

Daß freilich die behandelnden Psychiater in den Kliniken solchen Leuten nicht schon längst das Handwerk gelegt haben, wirft allerdings auch allerhand Fragen auf.

Freitag, 18. Februar 2011

Verena Becker - okkultgläubig wie Rudolf Heß?

Manche Ähnlichkeiten zwischen Verena Becker und Rudolf Heß sind auffallend
Es mag auf den ersten Blick oberflächlich, blöd, verletzend oder wie auch immer sonst klingen und es ist natürlich auch nach vielerlei Richtungen hin völlig verkehrt. Sensationsheischend wollen wir mit solchen Thesen jedenfalls nicht herüberkommen.

Dennoch: Hat Verena Becker vor Gericht in Stuttgart nach den Pressefotos der letzten Monate nicht einen *irgendwie* ähnlichen Gesichtsausdruck wie Rudolf Heß 1945/46 in Nürnberg? Und ist nicht sogar das Verhalten von beiden vor Gericht sehr ähnlich? Ja, es wird mehr oder weniger Zufall sein: Aber man könnte sie sogar rein physisch für Vater und Tochter halten.
Warum kommt uns das nur in den Sinn? Rudolf Heß war definitiv okkultgläubig und hat sich von einer Wahrsagerin, die für den britischen Geheimdienst arbeitete, 1941 dazu verleiten lassen, nach England zu fliegen (siehe Schmidt / "Botengang eines Toren"). Er hat auch in der Gefangenschaft und vor Gericht viele Verhaltensweisen an den Tag gelegt, die sich auf diese Okkultgläubigkeit zurückführen lassen.

Daß sich Verena Becker viel mit Esoterik beschäftigt hat, steht nicht nur, wie im vorletzten Beitrag hier auf dem Blog kurz erörtert wurde, in der Bild-Zeitung, sondern ist in allen Medien verbreitet worden. Das kann man schnell den ersten Google-Treffern zu den Suchworten "Verena Becker esoterisch" entnehmen. Im folgenden eine chronologisch geordnete Auswahl (Süddt. 30.8.10):
Die frühere RAF-Frau Verena Becker, die 1989 begnadigt worden war, ist Heilpraktikerin geworden. Die 57-Jährige betet und sucht Sinn im Über-Sinn der Esoterik. Das ist in ihrem Fall nicht nur Homöopathie für den Hausgebrauch - sie schätzt das "intuitive Schreiben", bei dem einer sofort niederschreibt, was ihm gerade durch den Kopf geht. Akademien empfehlen die Methode als "Weg, um mehr über sich zu erfahren, die eigenen Wünsche besser kennenzulernen und der inneren Stimme Gehör zu verschaffen: Schreibend finden Sie Orientierung und tanken Selbstbewusstsein".  

Dieser Weg zur Selbsterkenntnis hat die schwerkranke Becker nun in die Untersuchungshaft geführt. Als Fahnder einige der in der vorvergangenen Woche in ihrer Wohnung sichergestellten Notizen auswerteten, stießen sie auf tagebuchähnliche Einträge zum sogenannten "bewaffneten Kampf". Keine Pamphlete, sondern Dialoge mit sich selbst.

Noch sind nicht alle Unterlagen ausgewertet und auch die vielen esoterischen Exkurse, die auf der sichergestellten Festplatte zu finden sind, bedürfen noch der Aufarbeitung, aber schon die erste Lektüre elektrisierte die Fahnder. Becker fragte Becker nach ihrer Verantwortung für den Anschlag eines RAF-Kommandos im April 1977, bei dem der damalige Generalbundesanwalt Siegfried Buback und zwei seiner Begleiter starben. Auch beschäftigte sich Becker intensiv mit der Frage, ob sie Kontakt zu Michael Buback aufnehmen solle, dem Sohn des ermordeten Generalbundesanwalts.
Richter Wieland verliest dann eine Passage aus Notizen von Becker, die sie am 7. April 2008, dem 31. Jahrestag des Buback-Mordes, verfasst hat. Sie habe überlegt, ob sie für Buback beten solle. Aber: "Die Zeit für Reue und Schuld ist noch nicht da." Es sei "noch ein weiter Weg". Zur Sprache kommt auch, dass Becker einen Brief an Michael Buback, den Sohn des Ermordeten, verfasst habe. Auf Anraten ihres Anwalts habe sie das Schreiben jedoch nie abgeschickt. "Spirituell haben Herr Buback und ich einen Konflikt, den es noch zu heilen gilt" , hatte Becker laut Vernehmungsprotokoll erklärt. 
"Die Zeit der Reue und Schuld ist noch nicht da."

... Und Rudolf Heß sagte: "Ich bereue nichts!" Das sind schon recht auffallende Parallelen. Oder (Tagblatt, 1.10.10):
Dazu kommen Schriftstücke, die Becker im Rahmen einer esoterischen I-Ging-Befragung angefertigt habe, die ebenfalls ihre Täterschaft belegen sollen.
An dieser Stelle übrigens ein weiteres mal der Hinweis auf den wichtigen Blog von Michael Buback zum Prozeß gegen Verena Becker. Wenn man gründlicher sucht im Netz, findet man vielleicht noch weitergehendere Angaben zu den esoterischen Interessen von Verena Becker, als diese wenigen. (Zu den ebenfalls vermuteten esoterischen Interessen von Christian Klar finden sich übrigens derzeit - zumindest auf den vorderen Googleplätzen - keine Hinweise.)

Wir wollen hier durch den rein äußeren Vergleich zwischen Verena Becker und Rudolf Heß niemanden der Angehörigen oder der Opfer beleidigen oder verharmlosen. Wir wollen nur darauf hinweisen, daß Okkultgläubigkeit gegebenenfalls zu ähnlichen Verhaltensweisen und zu ähnlicher Mimik vor Gericht bei Anklage wegen Mordes führen kann. (Irre: Sogar dunkle Brillen sind von einigen Angeklagten in Nürnberg getragen worden ...)

Satanisten in der SS

Ein "kleiner esoterischer Kreis in der SS", der Mythos "Neuschwabenland", Fantasy-Romane und der Satanismus


In Luzern in der Schweiz lebt ein Markus Wehrli, der sich öffentlich als Satanist bekennt und der die Fernsehberichte über ihn auf seiner eigenen Youtube-Seite stolz ins Netz gestellt hat. Er nennt sich "Prior Satorius", als der er in der Schweiz den "schwarzen Orden von Luzifer" gegründet hat und leitet. Er hat auch einen Internetblog. Ihm nun wird im Netz der folgende Text zugeschrieben (unter anderem offenbar von Seiten eines Winfried Sobottka, der sich ebenfalls sehr kritisch - und mit zum Teil interessanten Verweisen - mit dem Einfluß des Satanismus in der Politik und Justiz beschäftigt, dessen Person insgesamt kritisch einzuordnen aber an dieser Stelle zu weit führen würde). In diesem Text von Markus Wehrli heißt es:
"Die Schwarze Sonne ist das Symbol eines kleinen, aber einflussreichen esoterischen Schutzstaffelkreises, dessen Verbindungen über die ganze Welt laufen. Eine der wichtigsten Verbindungen geht nach Tibet zu den Gelbmützenlamas und zu der Schwarzmützensekte. Obwohl Himmler über diese Dinge einigermaßen informiert war, gehörte er diesem Kreis, dem er seinen Schutz gab, nicht an ..." Diese Sätze aus Wilhelm Landigs Roman "Götzen gegen Thule" weckten vor über zwölf Jahren mein Interesse an den okkulten Mythen des "Ordens der Schwarzen Sonne", denn etwa um dieselbe Zeit bestätigte die berühmt-berüchtigte Satanspriesterin Ulla von Bernus ihrer damaligen Schülerin Morrigan - meiner richtigen Schwester! - die Existenz eines solchen Ordens, der sehr gute Kontakte und Verbindungen mit tibetanischen Grünkappen-Lamas gehabt haben soll. 
Zwar hat Wilhelm Landig inhaltlich ähnliches in seinem Roman "Götzen gegen Thule" (1) tatsächlich geschrieben (etwa 1, S. 187). Das hier gebrachte Zitat ist aber entnommen dem zweiten Roman "Wolfszeit um Thule" (2, S. 28).

Von Rudolf Steiner über die Satanistin Ulla von Bernus zu SS-Mann Wilhelm Landig - eine "saubere" Gesellschaft

Jedenfalls sind das zunächst sehr viele Informationen auf einmal für Leute wie uns hier, die sich mit all dem noch nie beschäftigt haben. Aber Informationen, die deshalb Interesse wecken, weil wir hier auf dem Blog schon - zugegebenermaßen zunächst recht "blindwütig" - Verbindungen von "E. R. Carmin" (d.i. wohl Ralph Tegtmeier), Autor des Buches "Das schwarze Reich", zur Rotmützen-Sekte nach Tibet vermuteten. Ulla von Bernus nun (1913 - 1998) gilt als die bedeutendste Schwarzmagierin Deutschlands, ist wegen Mordes verurteilt worden und ist die Tochter eines guten Freudes von ... ach ne: Rudolf Steiner gewesen. (... Warum man bloß immer wieder auf dieselben stößt ...?)

Wewelsburg: Ort für Ritualmorde
Wilhelm Landig (1909 - 1997) ist ein mindestens ebenso langes Thema. Dieser Wiener war SS-Mann und hat nach dem Krieg behauptet, die SS hätte Flugscheiben entwickelt, mit denen führende Persönlichkeiten des Dritten Reiches sich nach 1945 in die Antarktis abgesetzt hätten, um dort ihren Kampf gegen die Freimaurerei fortzusetzen. Nach 1945 hat er in Wien um sich eine Loge, die "Landig-Loge", gesammelt. Den Quatsch von "Neuschwabenland" in der Antarktis hat man bislang immer für hochgradigen Quark gehalten. Wenn man aber unterstellt, daß dieser Wilhelm Landig Okkultgläubiger war und als solcher gerne metaphorische "Fantasy"-Romane schrieb, dann könnte es sinnvoll sein, diesen ganzen Quark sich doch auch noch einmal etwas genauer anzuschauen. (Antarktis und Eismagie - hat das vielleicht auch etwas miteinander zu tun ...?)

Grün-, Gelb-, Rot- oder Schlafmützen - das ist hier die Frage ...

Mittwoch, 16. Februar 2011

Ein Ex-Logenmitglied schreibt uns

Waren die RAF-Morde Ritualmorde?

Der auf unserem Blog schon zitierte "Magus Cassiel", der sich selbst als ein früheres Mitglied der "Fraternitas Saturni" (FS) bezeichnet,  hat unseren Blog gelesen und auf "Magie-com.de" am 12. Februar dazu geschrieben:
Ich habe eine sehr interessante Seite im Netz gefunden, in der es um Satanismus, rituellen Kindesmissbrauch, die Fraternitas Saturni, Eismagie und deren Erfinder, Frater VD geht. Es sind sogar einige Zitate von mir hier aus dem Forum zu finden.

Ich finde den Beitrag sehr sachlich geschrieben und kann aus meiner Zeit, in der ich unrühmlicherweise einmal Mitglied dieser fragwürdigen Gruppierung war, vieles bestätigen. Es findet sich auch einiges an neuen Infos wieder, die auch mir noch nicht bekannt waren, und so ein runderes Bild zusammen ergibt, von Deutschlands dunkler okkulter Seite.

Hier der Link: http://studgenpol.blogspot.com/2011/02/was-halten-sie-von-men schenopfern.html
http://studgenpol.blogspot.com/search/label/Zombifizierung

Beste Grüße,

Cassiel
Vielen Dank unbekannterweise für diese Rückmeldung! Aber noch wichtiger ist uns, was "Cassiel" einen Beitrag später schreibt zu dem Einwand einer Mitdiskutierenden "Die angebliche Verbindung FS - RAF erscheint mir persönlich etwas sehr weit hergeholt":
Naja es ist ja zumindest bekannt, das Verena Becker und Christian Klar in esoterisch - okkulten Kreisen verkehren, das stand vor einige Zeit in der Bild-Zeitung. Warum also nicht in der FS?

Ich könnte mir jedenfalls gut vorstellen, das die ganzen RAF-Morde insgeheim Ritualmorde waren, so nach FOGC Manier. Es ist ja schließlich bekannt, das der Großmeister "Jananda", alias Walter Jantschik sagte, daß er Menschenopfer befürwortete und Daniel wiederum gab schriftlich zu Protokoll, daß er die FS gerne in eine FOGC Loge umwandeln wollte.

Außerdem leben alle in Berlin, der Fraternitas Saturni-Zentrale. Also da gibt es schon Spuren, die auf soetwas zumindest vage hindeuten. Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß der Logenleitung, also Thot, Janus / Hamupe und VD, alles zuzutrauen ist.
".. Daß der Logenleitung alles zuzutrauen ist ..." Uff! Ist unser Blog wirklich der erste, der nach solchen Dingen, nach solchen Zusammenhängen fragt? Müssen wir hier das BKA und das Bundesamt für Verfassungsschutz ersetzen? Bzw. überhaupt eine kritische Öffentlichkeit, einen kritischen Journalismus? 

Schönheit muß leiden

Am 17. Dezember 2009 hinterließ ein "cs" folgenden Kommentar auf einem Blog von Wladislaw Raab (Greyhunter):
habe gerade diese seite entdeckt
ich bin selber opfer jahrelanger sexualisierter gewalt und wie sich nun aus erinnerungsfetzen mehr und mehr erschließt opfer rituellen missbrauchs. gerade habe ich den link zu der karte von der wewelsburg gesehen. auch dort habe ich sexualisierte gewalt erfahren. noch kann und will ich mich nicht drauf festlegen, aber es spricht alles dafür dass die gruppe der jugendbund für entschiedenes christentum war...
Angela Lenz, eine weitere Überlebende ritueller Gewalt, war ebenfalls Mitglied in diesem internationalen evangelischen Jugendbund (1, S. 227, 374), der oft in einem Atemzug mit dem CVJM genannt wird und in dem sie, wie es heißt, den "Gott der Rache" des Alten Testamentes kennengelernt hat. (Dieser Jugendbund organisierte noch in den 1960er Jahren öffentlich die Verbrennung von "liberalen" Büchern.) Auch sonst scheinen sich Angehörige dieses Jugendbundes zum Okkultismus hingezogen zu fühlen (siehe Erwähnung in: 2).


Man kann auch wirklich nicht sagen, daß man sich über Ritualmorde in Deutschland nicht informieren könnte. Hier etwa der dritte und letzte Teil einer Dokumentation aus dem Jahr 1995 unter der Regie von Heiner Wehking ("Satanismus - Im Namen des Teufels", auch als DVD bei Amazon erhältich) (Yt.).

Die Wewelsburg, der "Speer Odins"(/Wotans) und ein etwaiger Odins-Orden

Über die Bedeutung der Wewelsburg nach dem Verständnis der SS lesen wir auf Wikipedia:
Für die Umgestaltung der Wewelsburg war der Staatskonservator Robert Hiecke ebenso verantwortlich wie auch für die von Himmler initiierten Umbauten an der Quedlinburger Stiftskirche und an der Widukind-Gedächtnisstätte in Enger.

Zu Heinrich I. gehört als wichtigste siegbringende Reliquie der ottonischen Dynastie die Heilige Lanze. Sie war für Albert Brackmann, mit dem sich Himmler seit 1938 über die Ottonen austauschte, die „Lanze des heiligen Kriegers und Märtyrers Mauritius“. In der Fortführung von Otto Höflers Germanentheorie, in der sie zum Speer Wotans geworden war, konnte sie jedoch auch weiter als Symbol germanischen Herrschertums gedeutet werden. Die Lanze wurde offensichtlicher Bezugspunkt für die Bauentwürfe Hermann Bartels’, in denen der dreieckige Burggrundriss als Spitze einer zunächst der Heiligen Lanze nachgebildeten Lanzenform, später einem Speer mit der geradlinigen Burgzufahrt als langem Schaft glich.
Einer der Täter von Angela Lenz war Priester (1, S. 13). Einer war Bankdirektor aus Berlin (1, S. 33). Ihr Vater selbst war Bankdirektor (1).

An der Humboldt-Universität Berlin veranstaltete das Graduiertenkolleg "Codierung von Gewalt im medialen Wandel" 2005 ein Symposium zum Thema "Schönheit muß leiden. Zur ästhetischen Konstituierung weiblicher Heiligkeit". Rituelle Gewalt gegen Frauen scheint kein Thema dieses Symposiums gewesen zu sein, hätte aber vielleicht den intellektuellen "Touch" dieser Thematik etwas mehr auf den Boden heruntergeholt. Fast muten einem die Symposium-Inhalte wie eine Werbung für rituelle Gewalt ein, wenn schon als Leitwort ein Zitat von Friedrich Schiller gebracht wird:
"Die schöne Seele hat kein anderes Verdienst, als dass sie ist."
So. Und da würde ja dann das Erleiden eines Martyriums zu einem Verdienst werden können. Oder wie?

_____________________

  1. Fröhling, Ulla: Vater unser in der Hölle. Durch Inzest und den Mißbrauch in einer satanischen Sekte zerbrach Angelas Seele. Bastei Lübbe Taschenbuch, 6. Aufl. 2009 (Google Bücher)
  2. Koch, Kurt E.: Okkultes ABC. Ebner-Verlag, Ulm, 4. Aufl. 1996 (1. 1991) (Google Bücher) (Von einem evangelischen Theologen, der vorgeblich vor Okkultismus warnt, aber im Glauben an Jesus einen Schutz vor ihm sieht, womit er natürlich nur vom Regen in die Traufe führt.)
  3. Dvorak, Josef: Satanismus. (Satanismus-Blog, 27.8.09)

Montag, 14. Februar 2011

Gewalt gegen Kinder - Von der katholischen Kirche zu Okkult-Logen

Was in der Mißbrauchs-Debatte des letzten Jahres unbeachtet blieb

Was im letzten Jahr in der intensiven öffentlichen Debatte um sexuelle Gewalt gegen Kinder in kirchlichen Einrichtungen und in der Odenwald-Schule so gut wie keine Beachtung fand - auch nicht von dem Inhaber dieses Blogs, obwohl er sich sicherlich überdurchschnittlich mit der Thematik befaßte (siehe Rubrik "Seelenmord" hier auf dem Blog) -, das war, daß sich durch diese Debatte auch Überlebende ritueller Gewalt ermutigt fühlten, sich öffentlich zu äußern.

Erst jetzt, nachdem wir durch die letzten Beiträge hier auf diesem Blog für dieses Thema sensibilisiert sind, entdecken wir, daß sich auf der Internet-Seite von Norbert Denef, der seit dem letzten Jahr als Überlebender sexueller Gewalt besonders intensive und wichtige Aufklärung über dieses Thema betreibt, im letzten Jahr auch mindestens drei Überlebende ritueller Gewalt gemeldet haben und von ihren Erlebnissen berichtet haben (netzwerkB.org), etwa unter den Namen "Survivor", "Merzedes" und "Loja". Wir wollen hier die letztere herausgreifen. Sie schrieb dort mehrere Beiträge, beginnend mit dem 14. Mai 2010a:
Ich stelle in der kommenden Woche einen Besuchsantrag.
Ich möchte einem Verbrecher in die Augen schauen.
Ihr habt alle ganz grossen Mut.
Ich möchte auch mutig sein.Loja
Hier geht es offenbar, wie aus weiteren Beiträgen derselben Kommentatorin hervorgeht, um ihren Vater, den sie im Gefängnis besuchen will. Und einige Stunden später (14. Mai 2010b):
Ich suche nach einer Begleitung.
Es hat kaum einer Zeit.
Er bleibt eingesperrt den ganzen Lebensrest.
Ich möchte sehen und dann gehen.
Ganz stolz möchte ich gehen.
Er wollte mich tot machen.
Ich lebe mit vielen Bildern.
Einige sollen mal bunt werden.
Schwarze Kleider mag ich nicht.
Überlebende ritueller Folterungen bei Norbert Denef

Offenbar ist in der letztjährigen Debatte niemandem aufgefallen, daß es hier Überlebende gibt, die von noch viel schlimmeren Taten berichten, als "bloß" von sexueller Gewalt an Kindern, begangen von Einzeltätern. Hier ist von einem Mordversuch die Rede! Auch an den nächsten beiden Tagen schreibt "Loja" wichtige Beiträge (15. Mai 2010, 16. Mai 2010). Am 19. Mai 2010 schreibt sie:
ich möchte auch reden
wie das mädchen noemie
über die kleinen tiere
aber wo kann ich das erzählen
wo kann ich reden
kein mensch würde mir glauben
alle sagen bestimmt
loja du lügst
ich lüge nicht
ich bin erwachsen und weiß den unterschied von lüge und wahrheit
ich hatte die tiere lieb
sie waren noch so klein
nie durfte ich eins behalten
kein mensch würde mir glauben
ich möchte es erzählen
aber kein mensch würde mir glauben
loja
Wie wir aus anderen Berichten wissen (siehe die im Netz verfügbaren Filmdokumentationen, auf die wir in früheren Beiträgen verwiesen), mußten die seelisch und physisch gefolterten Kinder Tiere - und mitunter auch andere Menschen, andere Kinder - töten oder ihnen zumindest Schmerzen zufügen. Nach weiteren Wortmeldungen (20. Mai 2010a, 20. Mai 2010b) schreibt sie am 22.5.2010 dort in den Kommentaren:
wie bei deborah brannten kerzen
ich war gefesselt am pfahl
andere mädchen auch
auf einem tisch etwas lebendiges
es schreit
ich darf nicht schreien
wir müssen hinsehen
danach stellt sich zu jedem mädchen ein schwarzgekleideter mann
sein ding steht und wir nehmen es in unseren mund
jetzt habe ich geschrieben
die wahrheit geschrieben
jetzt geht es mir schlecht
ich habe überlebt
wenn ich weiter rede kann es besser werden
angst ist da loja
Und am 23. Mai 2010 schreibt sie:
bin frei
einige täter im gefängnis
ich muß noch das programm im kopf deinstallieren
ich gebe mir mühe
ein mädchen hatte bilder gestohlen
bilder von uns
es sind jetzt meine bilder
ich hebe sie auf
für menschen die wissen wollen loja
Offenbar spricht sie hier von mehreren Persönlichkeiten in sich selbst als multiple Erkrankte. Und sie spricht davon, daß sie von der Tätergruppe "programmiert" worden ist durch Psychotechniken. Und nein, es sind keine angenehmen Bilder, die Überlebende ritueller seelischer und körperlicher Folterungen und Morde in sich tragen als Erinnerung und die sie zu Therapiezwecken auf Papier malen. Wer diese Bilder nicht sehen möchte, wer sich mit diesem Thema nicht auseinandersetzen möchte, der wende sich eben anderen, angenehmeren Themen zu. Aber behandelt werden muß dieses Thema.

Sonntag, 13. Februar 2011

"In der SS gab es Satanisten, die nach 1945 weiter arbeiteten"

"Satanismus - Die unterschätzte Gefahr" - Ein Buch der Brüder Grandt aus dem Jahr 2000

Wenn das Buch der Brüder Grandt "Satanismus - Die unterschätzte Gefahr" aus dem Jahr 2000 (1; Abb. links) der letzterschienene grundlegend kritische und der - auch innerhalb der Behörden - verbreiteten Gutgläubigkeit zutiefst mißtrauisch gegenüberstehende allgemeinere Beitrag in Buchform im deutschsprachigen Raum zu diesem wohl nicht ganz unwesentlichen Thema darstellen sollte, dann wird es, so möchten wir meinen, Zeit für eine neue, aktualisierte Buchveröffentlichung zu diesem Thema. (Siehe auch unsere aktuelle Rezension auf Amazon.) (Wir werden uns noch weiter in der Literatur umsehen - aber vieles deutet schon jetzt darauf hin, daß es der letzterschienen Beitrag dieser Art ist.)

Gerade all die Internet-Diskussionen und -informationen vor allem aus öffentlichen "Magie-Foren", die wir in den Beiträgen auf unserem Blog in den letzten Wochen zusammen getragen haben, ergänzen dieses Buch aus dem Jahr 2000 und seine Überzeugungskraft ganz entschieden. Denn offenbar konnte im Jahr 2000 noch niemand in der Literatur auf öffentlich in den letzten Jahren im Netz geäußerte Insider-Berichte zurückgreifen, die so konkret sind wie allein schon jene wenigen, auf die wir bei ganz unsystematischer Google-Suche nach Suchworten wie "Ralph Tegtmeier" oder "Frater V.D." gestoßen sind. Wir möchten deshalb unseren letzterschienen Blogbeiträgen eine nicht gerade geringe Bedeutung für einen aktualisierten Kenntnisstand auf diesem Gebiet zusprechen.

Soweit übersehbar ist beispielsweise noch niemand ausführlicher dem implikationsreichen Umstand nachgegangen, der darin liegt, daß der Erstverleger - und mutmaßlich auch der Autor - des Bestsellers "Das schwarze Reich" ein Großmeister der satanistischen Freimaurerloge "Fraternitas Saturnis" ist und schon viele Menschen aufgrund seiner Techniken zur "Zombifizierung" in die Psychiatrie gebracht hat, wie auf Magie-Foren berichtet wird (siehe frühere Beiträge). Dies könnte auch viele Implikationen haben für die Geschichte des Dritten Reiches und des 20. Jahrhunderts insgesamt, denen der Autor von "Das schwarze Reich" in seinem Buch mit offenbar bis dato noch unbekannt vielen Insider-Kenntnissen nachgegangen ist.

Im folgenden aber noch einige wesentliche Daten, die man dem Buch von Guido und Michael Grandt (1) entnehmen kann.

Rituelle Mißhandlungen im Umfeld eines "germanofaschistischen Kultes"

Zwei Psychologinnen, die Überlebende ritueller Mißhandlungen therapieren (2 - 4), berichten unabhängig voneinander, daß diese Mißhandlungen im Umfeld eines "germanofaschistischen Kultes" geschehen würden, daß die Täter sich aber auch im christlichen Umfeld bewegen. Das erinnert an die "Odin-Loge", von der Jessie Marsson berichtet hat. Auf die Frage: "Wie sind Sie das erste Mal mit rituellem Mißbrauch in Kontakt gekommen?" antwortet die Diplom-Psychologin Michaela Huber im Jahr 2000 (1, S. 114):
Vor neun Jahren durch eine Klientin, die  zunächst Mißbrauchserfahrungen in der Familie schilderte, dann Erfahrungen aus dem Bereich Kinderprostitution/ -pornografie und rituellen Mißbrauch in einem intergenerationellen germanofaschistischen Kult.
Offenbar ist noch niemand in der Literatur und im Netz genaueren Details zu den Hintergründen dieses "germanofaschistischen Kultes" nachgegangen. Da aber in "Das schwarze Reich" so obenhin offenbar und aufgrund von Insider-Kenntnissen genau von solchen Dingen die Rede ist, sollte dies dringend geschehen. Das ist eines der Hauptanliegen unserer Beiträge. Auf die Frage nach dem Zusammenhang zwischen rituellem Mißbrauch, Satanismus und anderen Glaubensgemeinschaften, Organisationen oder Weltanschauungen antwortete Frau Huber zusätzlich noch (1, S. 117) (Hervorhebungen nicht im Original):
Alles, was sich nur denken läßt. Besonders bekannt ist mir die Verbindung zwischen Alt- und Neonazis und Satanisten. Beide verbindet ja der Glaube an den Herrenmenschen und Untermenschen, an Ausmerzen und antisoziale Gewalt in jeglicher Form. Und eine sadistisch geprägte Nekrophilie. Ich betrachte das Ganze als sich überlappende Kreise. Doch die Verbindung Satanismus/ Faschismus erscheint mir die deutlichste.
Dazu ist zu ergänzen, daß Satanisten, wie man an vielen Stellen sehen kann, ihre Opfer als "Sklaven" bezeichnen. Die Diplom-Psychologin Claudia Bommert, die Mißhandlungs-Opfer behandelt und therapiert (s.a. 4), antwortet auf dieselbe Frage (1, S. 117) (Hervorhebung nicht im Original):
Die Klientinnen kennen Satanisten, die auch Mitglieder christlicher Gruppen waren, die gleichzeitig an christlichen Initiationsritualen wie auch an satanistischen Ritualen teilnahmen. In mehreren Fällen sind in den Berichten meiner Klientinnen Verbindungen zwischen Satanisten und Nationalsozialisten erkennbar. Aus dem Krieg heimgekehrte Männer, hauptsächlich aus der SS, mißbrauchten Kinder auf rituelle Weise nach satanistischen Ritualen.
In der SS gab es also Satanisten, die nach 1945 weiter arbeiteten.

Freitag, 11. Februar 2011

Julius Evola - ein Satanist kann ihm viel abgewinnen

"Bedingungslose Unterwerfung und Akzeptanz" ... - Eine bezeichnende Rezension des "Zombifizierers" Ralph Tegtmeier  

Der Satanist, Okkultist, selbsternannte "Zombifizierer", Logen-Großmeister, Psychosekten-"Guru", mutmaßliche Hochgradfreimaurer und Bestseller-Autor Ralph Tegtmeier hat neben seinen Büchern, die wir schon in früheren Beiträgen behandelt haben (vor allem "Das schwarze Reich"), auch Rezensionen geschrieben. So unter anderem eine bezeichnende Rezension über den italienischen, faschistischen Denker Julius Evola (1), der trotz - oder wegen - seiner neuheidnisch-okkulten Christentumsfeindlichkeit auch unter heutigen deutschen Rechtskonservativen ein nicht geringes Ansehen genießt. (Schon die streng katholische Erziehung, die Evola in seiner Kindheit genossen hat,  und von der einstweilen noch infrage gestellt sein darf, inwiefern er sie mit seiner Art von Christentumsfeindlichkeit wirklich überwunden hat, wird ihm in diesen Kreisen gern so manchen sich geistesverwandt Fühlenden bescheren.)

Diese Rezension von Ralph Tegtmeier nun wird man sicherlich als eine Ergänzung seines Buches "Das schwarze Reich" erachten können. Denn schließlich muß laut Wikipedia auch Julius Evola zu den okkulten Wurzeln des Dritten Reiches hinzugezählt werden.*) Denn wir lesen auf Wikipedia zu Julius Evola:
... Widmetete sich umfangreichen Studien über Okkultismus, Mystik, Hermetik, Hinduismus und Buddhismus, über die er zeit seines Lebens publizierte. Im nun faschistischen Italien, mit dessen System er sympathisierte (...), interessierte er sich zunehmend für Politik (...). Obwohl Evola insgesamt eine relativ marginale Figur bis zum Ende des Mussolini-Regimes blieb, war er ein pro-faschistischer „spiritueller“ Rassist und Antisemit, der die italienischen und deutschen Regime beeinflussen wollte. Von 1931 an unterhielt Evola im Deutschen Reich Beziehungen zur Konservativen Revolution und zur SS, in Rumänien zur Eisernen Garde.

Ab den 1950er Jahren publizierte Evola weitergehend radikal zeitkritische Arbeiten, die das „Problem der Moderne“ (Materialismus statt Spiritualität, Demokratie statt „geistiger“ Aristokratie, Liberalismus statt Hierarchie) zum Mittelpunkt hatten. Im Gegensatz zum Italien Mussolinis nahmen nun junge und „idealistische“ Neofaschisten wie jene des Ordine Nuovo oder der Avanguardia Nazionale seine Ideen an und setzten sie mit gewalttätigen Aktionen in die Realität um. Evola wurde Ideengeber einerseits für den rechtsextremen italienischen Untergrund, andererseits beginnend in den 1980 Jahren für die metapolitische gesamteuropäische Neue Rechte.
In "Terrorjahre" von Regine Igel kann man nachlesen, wie der amerikanische CIA die italienischen Neofaschisten dazu benutzte, "Strategien der Spannung" zu fahren, ebenso wie in Deutschland dazu die RAF dazu benutzt worden ist, und wovon ja Ralph Tegtmeier, wie wir schon früher darlegten, schon 1979 so manches Wissen erkennen ließ.

Julius Evola
Wollte Tegtmeier bewußt einen solchen Denker wie Evola, mit dem er sich so deutlich identifiziert in dieser Rezension von 1982, nicht in "Das schwarze Reich" behandeln, um darin nicht  dem eigenen ideologischen Hintergrund allzu nahe zu kommen? Es ist ja überhaupt auffällig, wie so ganz und gar "allgemein" die Ausführungen in "Das schwarze Reich" bleiben, wo doch ein Ralph Tegtmeier mit seinem Wissen sicherlich viel konkreter in vielen Fragen hätte werden können.

Lassen wir uns jedenfalls mit dieser frühen Rezension ein wenig über das - mit jenem von Julius Evola sympathisierende - Weltbild von Ralph Tegtmeier belehren. Evola lehnt, wie Tegtmeier ausführt, das Christentum ab (- wie das ja auch jeder "ordentliche" Satanist tut):
Das Christentum ist ihm wohl eine Religion der Revolution, doch eine, die die Pöbelherrschaft und die Gleichmacherei etablierte und die heroische, hierarchische Alte Welt anfocht.
Dieser "heroischen, hierarchischen Alten Welt" scheint sich nach dem ganzen Tenor dieser Rezension auch der "Zombifizierer" Tegtmeier verflichtet zu fühlen. Welche Alte Welt meint er? Es ist nicht die demokratische, aufgeklärte Welt der antik-griechischen Philosophen, die sich vom Mythos ab- und dem Logos zuwandten, sondern so gibt Tegtmeier die Ansicht Evolas wieder:
Der Mythos ist wahrer als die Historie, die Legende aufschlußreicher als die verbriefte Urkunde.
Die Festlegung auf das Lager des Guten oder des Bösen meidend ...

Na, in solchen Ansichten kann natürlich ein echter "Magier", Zauberer, Esoteriker, Mystiker, ... okkult Benebelter, in ganz anderen, irrsinnigen (Horror-)Welten Lebender mit Genuß schwelgen.  (Während er sich selbstredend von nüchterner Wissenschaft ganz abgestoßen fühlen muß.) Von Julius Evola schreibt Tegtmeier als von der
kontroversen Gestalt des Autors, der - zeitweise dem italienischen Faschismus nahestehend wie so viele führende Köpfe seiner Zeit - sich nie so recht in die Lager des Guten oder des Bösen einreihen ließ.
Das kann man natürlich als verräterische Worte ansehen. Sieht sich auch Tegtmeier - als Satanist und Zombifizierer - als ein solcher an, der sich "nie so recht in die Lager des Guten oder des Bösen einreihen lassen will", und der deshalb mit den Alt-Nazis seiner (vormals völkischen) Okkultloge "Fraternitas Saturnis" so manchen Wissensbrocken über die okkulten Wurzlen des Dritten, des "Schwarzen" Reiches ausgetauscht haben wird, der mit ihnen möglicherweise wie alle unter der Kapuze verborgen "Schwarze Messen" auf der Wewelsburg und an den Externsteinen gefeiert hat, von denen soviele Opfer ritueller Gewalt berichten, und der selbst diesen Alt-Nazis so viel Verständnis entgegenzubringen weiß als einer, ... "der sich nicht so recht in das Lager des Guten oder des Bösen einreihen läßt"?

"Was mancher Emanze nicht eben schmecken dürfte ..."

Ja, er kann mit Julius Evola noch viel näher der Magie und dem Ritus, sprich, in seinem Sinne: der "Zombifizierung"  kommen:
Initiation, Ritus und Askese sind Evola echtere Realitäten als Schlachten, Investiturstreit und Staatsverträge.
Recht so. Ein echter "Eingeweihter", dieser Julius Evola, der hinter die Schalen der profanen, äußeren Welt und des äußeren Geschichtsablaufes blickt. Entscheidend sind nicht die äußeren Ereignisse, sondern: Wer wird wo und wann "initiiert"? "Zombifiziert" ... Tegtmeier weiß auch von so mancher Ansicht Evolas (und seiner eigenen?),  die
mancher Emanze nicht eben schmecken dürfte,
wie er schreibt. Womit sowohl nach Tonfall als auch nach Inhalt man nach dem Thema Wissenschaftsfeindlichkeit (siehe oben) nun beim Thema elitäre Frauenfeindlichkeit im Umfeld von Männergeheimbünden angekommen wäre. Evola
zeigt Morbidität auf, ohne uns die Salben zu nennen, die die schwärenden Wunden heilen könnten.
Ja, als wären begangene Ritualmorde und Schwarze Messen noch heilbar. Genau diese Morbidität zeigt E. R. Carmin, alias Ralph Tegtmeier, auch in "Das schwarze Reich" auf, "ohne uns die Salben zu nennen", die "heilen könnten". (Dabei ist der Name dieser Salbe so einfach. Er lautet schlicht: Heraus aus der Geheimniskrämerei.) Evola könne 
nur zweierlei herausfordern: bedingungslose Unterwerfung und Akzeptanz, oder geifernde Kritik und Ablehnung.
Und das gilt wohl für jede satanistische, okkulte reguläre oder irreguläre Freimaurerloge, in der gerne immer wieder auch einmal Leute wie Ralph Tegtmeier mitmischen, und deren Ordensoberen Leute wie Ralph Tegtmeier ihre Kontakte zu "richtigen" Satanisten, also solchen, die Menschenopfer bringen, vermitteln (siehe frühere Beiträge).

Offenbar gilt: Evola ist dabei. Und sei es auch nur im Geiste.

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*) Ergänzung 21.7.2012. Offenbar eine Buchneuerscheinung (2) macht auf folgende Umstände aufmerksam:
Im Verlauf einer Vortragsreihe im Rahmen der Deutsch-Italienischen Gesellschaft 1938 wurde Evola von der SS beobachtet und seine Thesen begutachtet. Durchgesetzt in der Bewertung des Italieners hatte sich dabei offiziell ein Gutachter, der eine "Stillegung der öffentlichen Wirksamkeit" und die Verhinderung eines weiteren "Vordringens zu Dienststellen der Partei" empfahl. Unbeachtet blieben demgegenüber andere Gutachten, u.a. von Himmler-Berater Weisthor, die dem Italiener durchaus hehre Absichten und eine tiefgehende Kenntnis der ario-germanischen Symbolik bescheinigten und Auswirkungen auf eine tatsächliche Zusammenarbeit zwischen Evola und der SS gezeitigt haben könnten. Diese auf beiderseitiger Sympathie beruhende Annäherung zwischen Evola und der SS, die schließlich 1943 in der offiziellen Rekrutierung des Barons gipfelte, wird heute weitgehend unterschlagen.
Es wäre sicherlich sinnvoll, diese Zusammenhänge weiterzuverfolgen.
__________________

  1. Frater V.D. (= Ralph Tegtmeier): Denken und Schauen wider den Strich. Rezension von: Julius Evola, Revolte gegen die moderne Welt, Ansata Verlag, Interlaken 1982. In: Unicorn, Nr. 5, 1983, S. 119f. (siehe Juliusevola.de
  2. Julius Evola - Im Schatten der SS. Vortragsreihe in Deutschland 1938. (84 S.) (a, b, c)

"Irreguläre" und "reguläre" Logen der Freimaurer - beide satanistisch?

Zwischen Satanisten und Freimaurern gibt es enge Verquickungen, sagt Journalist Guido Grandt

In einem Nexworld-Interview (1) machte einer der bedeutenste deutsche Satanismus- und Freimaurer-Kritiker, nämlich Guido Grandt, unter anderem auf die enge Verquickung von Freimaurerei und Satanismus aufmerksam. (Als langmonatiger zahlender Abonnent von Nexworld TV darf man es befürworten, daß dieses Video frei im Netz zugänglich bleibt. Jedoch darf man alle Leser bitten, ebenfalls wenigstens einige Monate Nexworld TV zu abonnieren, einen Sender, für den wir schon häufiger hier auf dem Blog Werbung gemacht haben, und der neben Humbug auch sehr wertvolle Arbeit leistet.)

Das Interview wurde gemacht, bevor das letzte Buch von Guido Grandt, "Logenmord an Jörg Haider", erschienen ist, also etwa vor einem Jahr. Auf den Autor Guido Grandt sind wir erst im Zusammenhang mit diesem letztgenannten Buch aufmerksam geworden. Dabei ist Guido Grandt wohl einer der bedeutendsten kritische Autoren zum Thema Satanismus in Deutschland, wie auch aus diesem Interview hervorgeht. Denn dies ist das Thema des ersten Viertels dieses Interviews und dabei werden sehr viele wichtige Dinge mitgeteilt, die unsere bisherigen Beiträge zu diesem Thema untermauern und ergänzen. Man wird sich die Bücher von Grandt wohl alle kaufen müssen.

Das vielleicht schon wichtigste Buch zur Thematik von Guido Grandt ("Satanismus, die unterschätzte Gefahr", 2000) ist frei im Netz zugänglich (Scribd.com). Dieses Buch werden wir sobald als möglich sehr genau studieren und auswerten.

Satanisten auf der Wewelsburg - nur nach 1945?

Denn sehr interessant ist auch, daß Guido Grandt dem Zusammenhang zwischen der Anthroposophie Rudolf Steiners und dem Satanismus der Loge "Ordo Templi Orientis" nachgegangen ist und daß er es sich dadurch mit allen Steiner-Anhängern verdorben hat. Auch diesen Dingen wollen wir hier auf dem Blog noch weiter nachgehen. (Schließlich bewegten sich so unterschiedliche Menschen wie der Chef der deutschen militärischen Leitung von 1914, General Moltke, Rudolf Heß oder auch der vom RAF-Anwalt zum Polizeiminister "gewandelte" [?] Otto Schily im Umfeld der Steiner-Anhänger ...)

Es ist insbesondere auch wichtig und interessant zu erfahren, was Guido Grandt bezüglich ritueller Folterungen auf der Wewelsburg recherchiert hat als Mitarbeiter beim Produzieren des wichtigen Filmes "Höllenleben", auf den wir schon hinwiesen. Diesbezüglich ist dieses Interview eine wertvolle Ergänzung des Filmes "Höllenleben".

Das Andreas-Kreuz der "regulären" Andreaslogen zeigt ein satanistisches Ritual
Abb. 1: Andreasorden - Vorderseite
Abb. 2: Rückseite - Inschrift: "Jahweh"
Wir wollen an dieser Stelle noch darauf hinweisen, daß die im Interview geäußerte These von Guido Grandt über die enge Verquickung von "irregulären" satanistischen Freimaurerlogen und "regulären" Freimaurerlogen unter vielem anderem auch untermauert wird durch die Benutzung des Andreaskreuzes in beiden Vereinigungen. Wie die Zeugen ritueller Folterungen und Morde berichten, ist bei diesen das Opfer oft auf ein Andreaskreuz gefesselt worden. (Das Opfer sollte dabei nach Berichten der Zeugen bei lebendigem Leib ausbluten, bzw. wurden ihm dabei bei lebendigem Leib Gedärme herausgerissen oder Gliedmaßen abgesägt. Alles natürlich nur noch reiner Irrsinn.)

(Übrigens wird das Andreaskreuz "gerne" auch in der von Bettina Tegtmeier favorisierten Sadomaso-Szene benutzt.)
Abb. 3: Andreas-Orden
Abb. 4: Andreas-Orden
In regulären Logen nun ist dieses Andreaskreuz schlicht das Zeichen der Andreasloge, also des 4. und 5. Grades der regulären Freimaurerei (s. Freimaurer-Wiki.de). Der Großmeister der Andreasloge trägt es "am grünen Bande" und es ist derzeit über einige Ebay-Angebote erhältlich (daher die Fotos: a, b, c).

Und auf dieses Andreas-Kreuz ist nun, wie deutlich sichtbar, ausdrücklich ein nackter Mann gefesselt, wie man den Abbildungen 1, 3 und 4 entnehmen kann. Der Rückseite diese Ordens (Abb. 2) kann man die okkult-magische Sinngebung dieser "Fesselung" entnehmen. Offenbar ist der gefesselte (bzw. wohl: geopferte) Mensch, ist also dieses Menschenopfer "Jahweh" geweiht.

Freimaurer-Kritiker Erich Ludendorff 1932

Abb. 5: Schrift aus dem Jahr 1932
Auf diese Symbolik hat wohl als einer der ersten der frühe Freimaurer-Kritiker Erich Ludendorff im Jahr 1932 hingewiesen, als er die in rechtskonservativen Kreisen vorherrschenden "völkisch-nationalen" Freimaurerlogen anklagte, mit den Nationalsozialisten zusammen Deutschland in einen neuen Krieg führen zu wollen ("Weltkrieg droht auf deutschem Boden"). Als er also ähnliche Thesen aufstellte wie heute der mutmaßliche Hochgradfreimaurer und Bestseller-Autor Ralph Tegtmeier in seinem Buch "Das schwarze Reich".

Um davor zu warnen gab er unter anderem die Schrift "Schändliche Geheimnisse der Hochgrade" heraus, in dem er die Symbolik dieses Andreaskreuzes ausführlich behandelt (s. Abb. 5).

Wie wir hier auf dem Blog noch aufzeigen werden, wurde die Gestapo nach 1933 von einem rechtskonservativen Intellektuellen aufgebaut, der bis in die 1980er Jahre hinein, ohne jemals in Deutschland verurteilt worden zu sein, in freundschaftlichem Kontakt zu so rechtskonservativen Intellektuellen wie Ernst Jünger oder Armin Mohler stand. Dieser rechtskonservative Intellektuelle bewegte sich vor 1933, wie er selbst in Aufzeichnungen niederlegte (2, S. 104), im Umfeld völkischer Freimaurerlogen, im Umfeld des Germanenordens, des Skaldenordens, des Jungdeutschen Ordens, der Thule-Gesellschaft und des Herrenclubs. Gemeint ist der dritte Mann nach Heinrich Himmler und Reinhard Heydrich: Werner Best.

Der rechtselitäre "Bluthund von Boxheim" in einem Geflecht von elitären Helfershelfern nach 1945

Jener Werner Best, der nach 1945 auf Fürsprache des bekennenden Freimaureres und Bundesjustizministers Thomas Dehler vor Strafverfolgung geschützt wurde. Jener Werner Best, der Arbeit fand bei dem Schwager der "rechten Hand" von Allen Dulles, bei dem Industriellen Hugo Stinnes. Jener Werner Best, der in enger Zusammenarbeit stand mit dem Hitler-Parteispenden-Sammler und späteren engen Mitarbeiter des Bundespräsidenten und (mutmaßlichen) Hochgradfreimauerers Walter Scheel, Ernst Achenbach, der 1970 maßgeblich an der Unterzeichnung der Ostverträge mitwirkte.

- Gehörten einige oder viele dieser genannten Alt-Nazis zu jenen satanistischen Freimaurern, die sich vor und/oder nach 1945 - unter anderem auf der Wewelsburg - trafen, um Kinder rituell zu morden, Frauen rituell zu schänden? Wer zu solchen Morden und Vergewaltigungen fähig ist, für den sind Judenmorde und sonstige politische Morde nicht mehr ein so großes Problem wie für andere Leute. Hier bewegen wir uns offenbar mitten im satanistischen "Schwarzen Reich" ...

Als "Bluthund von Boxheim" war es gerade Werner Best, der die deutsche und internationale Öffentlichkeit schon im Jahr 1931 auf die Mordpläne der Nationalsozialisten in aller Deutlichkeit aufmerksam gemacht hatte. Woher hatte er diese Mordmoral? Wo war er auf sie "dressiert" worden, wie es das Ehepaar Ludendorff in damaligen Aufsätzen nannte, als es von freimaurerischer "Dressur" zu blutiger und gewalttätiger Mordmoral sprach?

Und warum wurde unter dem Freimaurer und Bundesjustizminister Dehler jeder kleine KZ-Wachsoldat verurteilt, nicht aber der Begründer der Konzentrationslager, der Planer der SS-Einsatzkommandos, der intellektuelle Kopf des Mordens? (Siehe: Warum hat es nie einen großen  Gestapo-Prozeß gegeben?)

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  1. Stein, Robert: Satanistische Rituale. Interview mit Guido Grandt. Nexworld TV, 19.02.2012
  2. Herbert, Ulrich: Best. Biographische Studien über Radikalismus, Weltanschauung und Vernunft 1903-1989. Dietz-Verlag, Bonn 1996
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