Donnerstag, 25. September 2014

Satanisten-Herrschaft über diese Welt ...

... Und unsere Revolutionäre bleiben in der "Komfortzone"
- WAS TUN???

Es deutet sich immer mehr an, dass unsere Welt tatsächlich - und das seit Jahrhunderten - von Satanisten beherrscht wird, von freimaurerischen und jesuitischen (G. Grandt, ITCCS). Und diese arbeiten unglaublich effizient und erfolgreich. Sie haben die Völker der Welt geistig und moralisch in der Hand. Sie haben sie völlig versklavt. Sie machen Krieg, schließen Frieden frei nach Gusto. Die Vorwände sind ihnen jeweils völlig egal. Die Völker trotten seit über hundert Jahren hinterher wie die Kühe, wenn sie auf die Alm geführt werden.

Abb. 1: Ein Blick in die Natur heilt
Sie zerstören die Völker bis ins Mark. Sie zerstören sogar die Fähigkeit von immer mehr Menschen, stabile Paarbeziehungen aufbauen und erhalten zu können, die erste Voraussetzung, um dauerhaft Widerstand leisten zu können gegen Satanisten-Herrschaft, und um allein schon sich nur das biologische Leben als Volk und Gesellschaft erhalten zu können mit der ausreichenden Zahl von Kindern. 

Und alle scheinen "happy" damit zu sein. Happy!

Das Methodenrepertoire der elitären Satanisten hat sich durch die Jahrhunderte mehr und mehr verbreitert und verfeinert. Sie spielen auf allen denkbaren Klaviaturen der Herrschafts-Techniken. Und der Widerstand gegen ihre Herrschaft, das merken sie deutlich, wird schwächer und schwächer. Sie sind auf dem Weg des Sieges. Ihre Herrschaft ist so gut wie vollendet oder muss sogar schon als vollendet erklärt werden. Was soll denn diese Herrschaft noch gefährden? In Großbritannien ist in diesem Jahr der Öffentlichkeit ihr "System" nun wirklich deutlich genug sichtbar geworden (G. Grandt). Nicht zuletzt dieser Umstand wird Olav Müller (SPD Offenbach) dazu gebracht haben, künftig von "Verschwörungsleugnern" zu sprechen. Aber ist irgendwo ein der Größe des erkannten Verbrechens angemessener Widerstand zu erkennen? Irgendwo? - Keineswegs! Wird er sich in Zukunft noch deutlicher formieren als heute? - Eher unwahrscheinlich - oder?

Hauptherrschaftsmittel: Hedonismus und grenzenlose Entmoralisierung

Ihre Hauptherrschaftsmittel sind meines Erachtens - nachdem die kräftigen "Knock out"-Schläge des Ersten und Zweiten Weltkrieges und der Herrschaft des Kommunismus über die halbe Welt geführt worden waren - der Hedonismus. Natürlich neben der zugehörigen Verdummung. Es ist die Diktatur durch Verwöhnung. Das ist gut ablesbar an unseren heutigen Fernsehprogrammen. Sie bringen Verblödung pur, nur die Sensationsgier - "Sex and Crime "- wird bedient. Auch - zum Beispiel - in der modernen Musikindustrie sitzen sie tief drin und "töten uns sanft" - oder brutal - mit ihren Liedern (GA-j!). Die Jugend haben sie völlig in der Hand und im Griff.

Und damit wird jede neue heranwachsende Generation noch infantiler, dummblöder, verweichlichter, bleibt in der Komfortzone, als es die vorhergehende Generation schon war. Die Aufsässigeren jeder neuen Generation haben ADHS und werden - "behandelt". In der noch einigermaßen aufsässigen, ein wenig unberechenbaren '68er-Generation wurde schon vor so vielen Jahrzehnten so klug die Parole vom "Hedonismus der Linken" ausgegeben. Und in diese weichen Polster versinken die früheren, heutigen und künftigen Revolutionäre von Tag zu Tag mehr. Klug und behutsam gesteuert von den elitären Satanisten aller Länder dieser Erde. Ihr System hat sich zur höchsten Perfektion ausgebildet.

Wo ergibt sich ein Ausweg?

Wir leben in einer vollständig entmoralisierten Welt. Es ist klar, dass in einer derartig entmoralisierten Welt Satanisten, die ihr Ding konsequent und intelligent durchziehen, am leichtesten Oberwasser erhalten werden. Wer sonst? In einer Gesellschaft, in der Lüge und Heuchelei zu Lebensprinzipien geworden sind, in einer solchen Gesellschaft wird die Satanisten-Herrschaft niemals überwunden werden können. Denn auf dem Fachgebiet Lüge und Heuchelei werden immer jene die erfolgreichsten sein, die dieses Fachgebiet am besten verinnerlicht haben und die dieses Handwerk am konsequentesten schulen und betreiben. Oder die doch die Neigung haben, vor dieser überwältigenden "Allmacht" am ehesten zu kuschen und persönlichen Vorteil daraus zu schlagen - aus welchen Gründen auch immer. Der Psychotechniken gibt es ja viele, um Menschen zu "willigen Vollstreckern" zu machen, zumal wenn Geheimdienste über diese Menschen "alles" wissen. Darauf hat ja jüngst auch wieder Udo Ulfkotte anhand des eigenen Beispiels hingewiesen.

Die größten Tabu- und Totschlag-Themen unserer Zeit: "Antisemitismus" und "Rassismus"

Ich denke, ein Fingerzeig in Bezug auf das, was getan werden müsste, sind die beiden Weltkriege des Zwanzigsten Jahrhunderts. Beide sind gegen Deutschland geführt worden. Es besteht also Anlass zu fragen: Welches Problem haben die Satanisten denn gerade mit Deutschland? Was zeichnet uns Deutsche aus, dass uns die internationale Elite die "Ehre" zuteil werden ließ, noch heftiger mit den Diktatorenstiefeln des Kommunismus und des Nationalsozialismus und des Churchill- und Roosevelt-Regimes nieder getreten worden zu sein, als alle andere Völker?

Abb. 2: Mathilde und Erich Ludendorff auf einer Vortragsreise 1930, im Hintergrund Versammlungszelt
(ganz links der Landesführer des Tannenbergbundes Schleswig-Holstein von Waldow, zweiter von rechts offenbar ein Versammlungs-Ordner)
Ein weiterer Fingerzeig sind die noch heute größten Tabuthemen unserer Zeit: "Antisemitismus" und "Rassismus". Warum sind gerade diese beiden Themen zu den größten Tabuthemen unserer Zeit gemacht worden? Das muss doch einen Sinn haben? Warum passt es so gut zu unserer Komfortzone, dass diese beiden Themen quasi-religiöse Tabu's sind, obwohl sonst alles - alles "enttabuisiert" worden ist?

Und wer ist einer der größten deutschen "Rassisten" und "Antisemiten", dabei einer der frühesten und intelligentesten Hintergrundpolitik-Kritiker, Satanismus-Kritiker? Mathilde Ludendorff (1877-1966). Und sie hat nicht nur über Negatives aufgeklärt. Viel wichtiger ist, dass sie eine neue Naturwissenschafts-nahe, sprich naturalistische und zugleich umfassende Philosophie formuliert hat, die das Erleben des Göttlichen als Sinn des Lebens der Menschen in allen Völker dieser Erde deutet, und aus der eine gänzlich neue, konsensbildende Moral und Ethik für alle Völker dieser Welt abgeleitet worden ist und werden kann. Ich glaube, dieses "Schreckgespenst" Mathilde Ludendorff hat nicht nur als Kritikerin, sondern auch als positiv Gebende vieles an sich, was das eigentliche Schreckgespenst, das Teuflische an sich, die internationale Herrschaft des elitären Satanismus abzuwehren in der Lage ist.

Jedenfalls sollte diese Möglichkeit gründlich überprüft werden.

Freitag, 19. September 2014

Der Todeskult des Rock'n Roll

Ist das der Grundtenor der Geschichte des Rock'n Roll: "Töte mich sanft mit Deinen Liedern" - ?

Schon seit Wochen bekommt man auf der Internetseite der berühmten - und fast schon legendären - britischen "Daily Mail" unter den "Empfehlungen aus dem Internet" am Ende eines jeden Artikels (hier ein aktuelles Beispiel) ein Bild von Charles Manson zu sehen begleitet von den Worten

"Is That What the Song 'American Pie' Is Really About?"

Also die Frage: Handelt das Lied "American Pie", eine Art zweite "Nationalhymne der USA", eine Ballade über die Geschichte des Rock'n Roll, in erster Linie und vor allem von Satanismus (hier der Text deutsch und englisch)?



Die dazu verlinkte Internetseite ist auf den ersten Blick so grundlegend in der Beantwortung der von der "Daily Mail" gestellten Frage nicht. Die "Daily Mail" stellt diese Frage in Zeiten, in denen sie viel über die Pädokriminalität der britischen Eliten zu berichten hat. Die verlinkte Internetseite stellt aber nur fest, dass sich das Lied auch auf die Manson-Morde bezieht - wie eben auf viele dunkle Seiten der Geschichte des Rock'n Roll und der USA.

Beschäftigt man sich über Wikipedia (deutsch und englisch) genauer mit dem Lied, seinem Inhalt, seinem Text und hört man es sich in den verschiedenen verfügbaren Versionen im Internet an - auch in einer frühen Interpretation von Hans Hass Junior in deutscher Sprache -, stellt man einerseits einmal wieder fest: Was für eine ganz andere Zeit. Was für ganz andere Menschen. Waren sie nicht wirklich noch offener damals, die Menschen? "Jugendlicher"? Sind wir nicht als Zeit insgesamt gealtert wie die "alten Säcke" die heute noch als Rockstars auftreten, Don Mclean, der Dichter von "American Pie" nicht ausgenommen?

Abb.: Reste des Flugzeugabsturzes von "The Day th Music Died" (Februar 1959) 
Aber vor allem macht sich zugleich Betroffenheit breit. Da singen Liedermacher und Zuhörer bis heute mit breitem Grinsen auf dem Gesicht ständig von "The Day the Music Died", ständig von Tod, Fallout, Flugzeugabsturz, Trauer, einer Witwe und so weiter und so fort. In der oben eingestellten frühesten zugänglichen Version wirkt der Sänger stellenweise noch etwas ernster, aber auch dort ist dieses Phänomen schon deutlich zu sehen.

Was für ein irrwitziger Todeskult.

Und eine wirklich befriedigende Erklärung, eine Antwort zu der von "Daily Mail" so grundlegend aufgeworfenen Frage findet man auf Wikipedia derzeit nicht. Auf der Seite von Don Mclean selbst schon eher. Und zwar in Form eines Auszuges aus dem Buch "The Don McLean Story - Killing Us Softly With His Songs" von Alan Howard aus dem Jahr 2007. Hier wird eine Deutung des Liedes gegeben, in der die Ermordung von John F. Kennedy eine Rolle spielt, der Vietnam-Krieg und vieles andere mehr. Eine sehr grundlegende Deutung, in der Tat!

In der oben eingebundenen Aufzeichnung aus dem Jahr 1972 steht in der eingeblendeten Unterzeile folgender Satz:
Don's allways refused to completely explain the lyrics to this song but says that it takes the death of Buddy Holly as its starting point and has a lot of autobiography in it.
Da blitzt der Nebengedanke auf: Es "bedurfte" dieses "Ausgangspunktes", um die Geschichte so erzählen zu können oder gar: Es bedurfte dieses Opfers, damit die Geschichte so ablief, wie sie bisher abgelaufen ist. All das nur einmal als ein erster Hinweis auf all das. Wir behalten in Erinnerung: Zur gleichen Zeit moderierte ein Jimmy Savile die Schlagersendung im BBC und war in den Hinterzimmern der Aufnahmestudios pädokriminell tätig.

Um zu einer angemessenen Deutung von all dem zu kommen, was hier anklingt, müsste man sich wohl noch durch allerhand Internetseiten wühlen. Hinweise, die die Recherche abkürzen, werden gerne entgegen genommen.

Dienstag, 9. September 2014

"Das unerreichbare Herz" (1949)

Der erste Nachkriegsroman von Karl Springenschmid
- Vom Ringen um eine neue Form des Lebens

"Das unerreichbare Herz" ist der erste Roman, den der deutsche Schriftsteller Karl Springenschmid (1897-1981) (Salzburg-Wiki) nach dem Zweiten Weltkrieg veröffentlicht hat (1949; Folgeauflagen: 1958, 1966, 1976). (Die folgende Rezension habe ich so ähnlich gerade auf Amazon veröffentlicht.) Der Roman behandelt die inneren Erschütterungen einer jungen, ganz nach innen lebenden, zutiefst idealistisch liebenden Frau, deren Ehemann seit dem letzten Jahr des (Zweiten) Weltkrieges als Soldat vermisst wird. Er handelt von den Erschütterungen und von den Gedanken, durch die sie aus dieser "Sackgasse" der Liebe zu einem "unerreichbaren Herz" wieder einen Weg zurück ins Leben findet.

Es waren das auch sonst drängende Fragen der damaligen Zeit. Durch Krieg und Kriegsgefangenschaft waren Männer und Frauen über Jahre getrennt, entfremdeten sich oft. Wie mit dieser Situation umgegangen wurde, war individuell sehr verschieden. Seit den letzten Jahren entwickelt ja die Geschichtswissenschaft verschiedenenorts überhaupt erst ein Bewusstsein für diese damalige, generationenweite Problematik. Über sie wurde Jahrzehnte lang mehr geschwiegen als gesprochen. Springenschmid hatte diese Schicksale im nächsten Bekanntenkreis erlebt, war von ihnen aufgewühlt worden und fühlte sich veranlasst, auf sie mit diesem Roman zu reagieren.

Autor heiterer und erschütternder Romane

"Nove" erschien auch auf Niederländisch
Insgesamt schrieb Springenschmid nach 1945 drei "große" erschütternde Romane, in deren Mittelpunkt ein Mädchen- und Frauenschicksal steht. Es folgten: "Novè - Mädchenschicksal zwischen Ost und West" (1951, 1954, 1960, 1969) und "Das goldene Medaillon" (1953, 1954, 1956, 1959, 1962, 1977). Zum Teil wurden sie auch ins Niederländische übersetzt (s. Abb.). Erst dann wandte er sich mit "Ein Mensch unterwegs" (1953, 1955, 1980) (später unter dem Titel "Frauenarzt Jan Lujka") wieder einem männlichen Lebensschicksal zu.

Vor 1945 war Springenschmid vor allem als Autor vieler "heiterer" Romane bekannt geworden, insbesondere von Bergsteiger- und Ski-Romanen. Doch auch diese alle waren schon mehr als nur "heiter". Sie sind alle liebenswert und gehaltvoll noch heute wie sie da sind und erlebten deshalb auch noch viele Jahrzehnte nach 1945 viele Auflagen: "Am Seil vom Stabeler Much" (zuerst 1933), "St. Egyd auf Bretteln" (1935), "Da lacht Tirol" (1935), "Ein Tiroler geht nicht unter" (1939). Nach 1945 folgte auf dieser Linie "Die Tschullerer Buben" (1952), "Sieben Tage Sexten" (1965), "Rundherum Abgrund" (1977), "Engel in Lederhosen", "Sieben Takte Liebe" (eine Salzburg-Novelle). Und "Die sizilianische Venus" spielt - wie der Name sagt - auf Sizilien.

1931 war Springenschmid mit "Der Sepp - Lebensroman von Sepp Innerkofler" bekannt geworden, das sein erfolgreichstes Buch überhaupt bis heute bleiben sollte. Es handelte von einem Tiroler Bergführer, der 1916 im Ersten Weltkrieg bei Verteidigung seiner Heimat fiel. 1975 erschien es in 57. Auflage (s.a.: 1, 2).

Seine Romane - Nach 60 Jahren immer noch jung und frisch 

Liest man viele zeitgenössische Besprechungen (3), so wird schnell deutlich, dass die Zeitgenossen die Bedeutung von Springenschmid oft noch nicht so wahr genommen haben wie das heute möglich ist. Diese behandelten ihn fast alle als einen "unter vielen" Romanautoren. Während aber der größte Teil der anderen Autoren längst - und mit Recht - vergessen ist, sind seine Romane erschütternd und in der Aussage gültig geblieben als wären sie erst gestern herausgekommen. Jung und frisch stehen sie da, als wären sie nicht schon 65 Jahren alt. Nichts Verquastetes, nichts Verstaubtes ist ihnen anzumerken. Noch heute sprüht alles Jugendlichkeit und Frische.

"Das unerreichbare Herz" ist in drei Teile gegliedert. Die ersten beiden Teile geht man mit immer größerer Anteilnahme mit. Ein Springenschmid, ein echter, sagt man sich mit jeder Seite aus voller Begeisterung mehr. Gertrud Gorenflor. Irgendein besonderer Name muss es natürlich sein. Sonst wäre es ja nicht genau dieser Autor. Eine Frau, zurückhaltend, sparsam gezeichnet. Und sie hat einen Mann, Rainer Gorenflor. Er ist ein außergewöhnlicher Mann. Aber zugleich ebenfalls ganz unauffällig, zurückhaltend, nur in Andeutungen gezeichnet. (An der stärksten Stelle übrigens mit Hilfe eines Gedichtes von Josef Weinheber.) Gefallen - höchstwahrscheinlich - in Kämpfen mit Partisanen in der Slowakei 1945. Aber offiziell: "vermisst".

Springenschmid lässt den Handlungsablauf am Ende des zweiten Teiles des Romanes mit einem Ereignis enden, das einen als Leser, der zuvor emotional stark mitgegangen ist, auf den Autor geradezu mit stärkstem Hass reagieren lässt. Eine seltene Erfahrung!

Für Tage kann man das Buch nicht mehr in die Hand nehmen, weil man so aufgewühlt ist. "Dieser Mann, der Springenschmid, ist einfach nur ein Mistkerl," sagt man sich. Man ist abgestoßen. "Musste" der Geschehens-Ablauf wirklich so sein, fragt man sich. Warum? Und erneut stellt man sich diese Frage, wenn man das Ende auch des dritten Teiles fast erreicht hat und die "Lösung" der im Roman gestellten Problematik durch den Autor vor einem steht. Auch im dritten Teil kommt der Roman einem beim Lesen streckenweise so sinnlos vor. Man hasst den Autor.

Aber der Roman "rumort" zugleich in einem. Zu stark hatte er einen schon in den ersten beiden Teilen mitgehen lassen. Und schließlich will man ihn, "muss" man ihn eben doch zu Ende lesen. Er handelt vom Ringen um eine neue Form des Lebens. Nachdem alle früheren Formen durch die Ereignisse des Jahres 1945 zerbrochen worden sind, fragwürdig geworden sind. Springenschmid hat, wie aufgezählt, viele Romane geschrieben. Bei "Das unerreichbare Herz" handelt es sich um seinen ungewöhnlichsten.

Thema also ist: Wie kann eine Frau nach kurzer, tief verinnerlicht erlebter Liebe und Ehe und nachdem der Mann seit dem letzten Jahr des Krieges als vermisst gilt, weiter leben? Und nicht nur weiter "existieren". Springenschmid handelt an einem einzelnen Lebensschicksal eigentlich nur ab, was ihn grundlegender umtreibt: Wie kann ein Volk, wie kann eine Welt, denen es um solche Menschen und Frauen wie den dargestellten um mehr als um alle anderen gehen muss, weiter leben? Wobei ihm beides gleich wichtig ist: Biologisch und seelisch.

"Konstruiertes" im ersten Nachkriegsroman?

Die Nationalsozialisten hatten ja die Lebensborn-Heime gegründet nicht zuletzt aus Sorge um das biologische Weiterleben. Doch Springenschmid geht es ja um mehr. Es geht ihm darum, "die Substanz zu erhalten", wie er an einer Stelle einem Protagonisten in den Mund legt. Die seelische Substanz ist damit gemeint. Wie kann sie erhalten werden, ohne die biologische zu opfern? Während die Nationalsozialisten eigentlich nur die biologische Substanz gesehen hatten, sieht Springenschmid die seelische Not seiner Zeit. Vor allem die seelische Not der am idealistischsten gesonnenen jungen Menschen. Der Frauen. Seit 1945 war (und ist) beides zutiefst fragwürdig geworden: die biologische wie die seelische Substanz. Und Springenschmids Anliegen war es, beides zu erhalten. Und was ein Springenschmid machte, machte er ganz. Er machte keine halben Sachen. Sonst wäre er nicht Springenschmid gewesen.

Und tatsächlich, so oft man streckenweise auch als Leser daran zweifelt: Er löst die Aufgabe, die er sich gestellt hat. Noch während des Lesens kommt einem gegen Ende des Romans manches "konstruiert" vor. Legt man den Roman aber aus der Hand, merkt man, dass er etwas mit dem Leser gemacht hat. Und das kann er nur, wenn er mehr ist als nur etwas "Konstruiertes". Konstruiertes kann nur Gedanken auslösen. Der Roman aber erschüttert. Ein klares Zeichen dafür, dass Springenschmid die Lösung seiner Aufgabe gelungen ist. Obwohl man es - fast - nicht glauben kann oder will.

Und doch bleibt ein Rest. Als Leser kann man ihm alles verzeihen. Doch dass er das Schicksal eines unschuldigen Kindes in diesem Roman - am Ende des zweiten Teiles - eine solche Wendung nehmen lässt. Nachdem er es einem so ans Herz hat wachsen lassen - - - Er, der Autor, hätte doch die Freiheit gehabt, es anders zu schreiben. Warum tut er das? Mit dem Verstand ist es vielleicht zu begreifen, dass es womöglich auch noch dieser Erschütterung bedurfte bei dem gestellten Thema. - - -

Aber vielleicht spiegelt sich in der Wahl einer solchen Härte im Handlungsablauf auch noch etwas wieder von der Härte dessen, was da auch in Springenschmid selbst "neu" werden musste, anders werden musste in dieser Zeit. - Zusammengefasst: Erneut bestätigt sich, dass ich kaum wertvollere Lektüre zu nennen wüsste, als die der Romane von Karl Springenschmid.
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  1. Bading, Ingo: "Das wiedergefundene Antlitz" von Karl Springenschmid (1944) - Kunstraub, Kunstschutz und Massenmord aus ungewohnter Perspektive. GA-j, 20. Juli 2010
  2. Bading, Ingo: Costabella - Berg meiner Jugend. Studium generale, 22. November 2007
  3. Zeugnisse zu Karl Springenschmid. Auf: http://www.historisches-alpenarchiv.org/data/dokumente/main/27/00130126_m.pdf
  4. Bading, Ingo: Portrait einer Generation - "Servus Heiner" - Karl Springenschmid erinnert sich an seinen Freund Karl Heinrich Waggerl. GA-j!, 12. August 2010
  5. Laserer, Wolfgang: Karl Springenschmid - Leben, Werke, Fotos, Dokumente. Biographie. H. Weishaupt Verlag, Graz 1987
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