Montag, 29. Dezember 2014

Elitäre Pädokriminelle vergriffen sich an der ältesten Enkeltochter des Dirigenten Karl Böhm

Angesichts des unglaublich schweren Schicksals, das soeben in der Presse bekannt wird, nämlich das der ältesten Enkeltochter des Dirigenten Karl Bbulgöhm (1894-1981) (Bild, RP-Online, Focus), soll in diesem Beitrag auch an ihn erinnert werden, an diesen großen deutschen Dirigenten Karl Böhm.


Fast mutet es ja so an, als würden sich Satanisten und satanismusnahe Freimaurer oder Jesuiten, in deren moralische Bereiche Karl Böhms Sohn Karlheinz Böhm (1928-2014) womöglich schon auf jenen Internaten gezogen wurde, in die er ab dem 12. Lebensjahr geschickt wurde, besonders gerne mit großen Musikern "befassen". Auf ihre Weise befassen. Um an die Stelle ihrer zutiefst menschlichen Musik Satansmusik zu setzen.

Karl Böhm
Und so wäre es womöglich noch zu klären, wann Karlheinz Böhm Freimaurer wurde (Bild). 1952 spielte er mit in dem Film “Alraune” nach einem einstmals sehr populären Satanismusroman des Satanisten Hanns Heinz Ewers. 1960 spielte Karlheinz Böhm einen satanistischen Serienmörder. Haben diese Rollen auch etwas mit seinem sonstigen Leben und Privatleben zu tun?

Seine älteste Tochter Sissy Böhm (geb. 1955) berichtet nun jedenfalls in einem Buch, das im Januar erscheint, dass ihr Vater in erster Ehe mit einer bulgarischen (s.u.) Stewardess verheiratet war (Elisabeth Zonewa, entstammend unter anderem der Familie der Fürsten Lichnowsky), die ihr ab dem fünften Lebensjahr, also ab 1960 sexuelle Gewalt angetan hat. Und die sie dann Jahre lang an Pädokriminelle Münchens prostituiert hat. Und das alles - wohlgemerkt - unter der Mitwisserschaft ihres Vaters:
Er wusste alles. Er konnte mir nie in die Augen schauen, er wollte sich nie meiner Geschichte stellen. Eigentlich tut er mir leid.
Karlheinz Böhm - gefeierter Schauspieler süßlicher Sissi-Verfilmungen, Afrika-Helfer und -"Wohltäter" nach außen - - - und Mitwisser und damit Mitschuldiger an der Pädokriminalität, die an der eigenen Tochter begangen wurde. Geht es eigentlich noch ekelhafter? - ??? Sissy Böhm berichtet sogar von Anflügen ihres Vaters, sich an der Pädokriminalität, die ihr angetan wurde, zu beteiligen.

Karlheinz Böhm wurde anlässlich seines Begräbnisses groß als Freimaurer gefeiert (Bild). Womit ein neuer Hinweis vorläge zu so vielen übrigen auf eine bestehende Melange zwischen Freimaurerei, Pädokriminalität und Satanismus … In München übrigens war in jenen Jahren auch jener Herr Josef Ratzinger Erzbischof, der nachmals in zehntausenden von Fällen Pädokriminalität innerhalb der katholischen Kirche vertuschen und damit ermöglichen sollte! Und der den zutiefst korrupten Franz-Josef Strauß bei dessen Beerdigung als eine "Eiche des Glaubens" (oder ähnlich) bejubeln sollte.

Glauben Satanisten, auch den Kindern und Enkelkindern großer Kulturvermittler Gewalt antun zu müssen, sie verführen zu müssen, um sich an diesen zu "rächen", sozusagen "bis ins dritte Glied", um - quasi rituell - das sich in Musik ausdrückende seelenvolle Leben ganzer Völker abzuwürgen? Fühlt man sich nicht - ... "irgendwie" - an die Ermordung von Wolfgang Amadeus Mozart erinnert, die heute wohl fast die Mehrheit der Mozartforschung annimmt, eines Komponisten, der gerade von Sissy Böhm's Großvater Karl Böhm so geliebt worden ist, und für dessen Verständnis sich gerade dieser Karl Böhm so persönlich engagiert eingesetzt hat? Siehe dazu obiges Video "Karl Böhm spricht über Mozart", das Sehnsucht weckt, Mozarts Musik - wie etwa sein Requiem, dirigiert von Böhm - vollständig zu hören.

Zur Herkunft Mutter von Sissy Böhm

Folgende Präzisierungen nach Lektüre des Buches selbst (20.9.15): Bulgarisch als Herkunftsbezeichnung für die Mutter von Sissy Böhm trifft es nicht ganz. Der leibliche Vater derselben trug den biederen deutschen Namen Werner Büchner und war Unternehmer aus Berlin (1, S. 40f). Ihre Mutter Margarethe Ulmer war die Tochter aus der Schauspieler-Ehe eines Schweizers mit einer Wienerin (1, S. 35f). Sie stammte also von beiden Elternseiten her aus deutschsprachigen Familien. Da die genannte Schauspieler-Ehe bald nach ihrer Geburt geschieden worden ist, hatte Margarethe Ulmer in ihrer Jugend nur wenig familiäre Anbindung, weshalb sich der genannte Berliner Unternehmer in ihrem 16. Lebensjahr 1931 an ihr vergehen konnte. Da Werner Büchner die hierbei entstandene Tochter Lieselotte-Alice im ersten Lebensjahr nach Berlin entführte, ist der Familie nicht ganz klar, was in dieser Zeit mit der Tochter geschehen ist. Sissy Böhm drückt sich zurückhaltend aus (1, S. 43f):
Ich denke heute, dass Dinge geschehen sein müssen, die diesem Kind so im Unterbewusstsein geblieben sind, dass es nachhaltige Schäden in seinem Gefühlsleben davongetragen hat.
Auch Margarethe Ulmer hat zeitlebens zu ihrer Tochter Lieselotte/Elisabeth/Ly ein sehr schwieriges Verhältnis behalten. Sie heiratete 1934 einen bulgarischen Rechtsanwalt serbisch-orthodoxen Glaubens mit Namen Zonewa. Diesen hatte sie auf einer Zugfahrt kennengelernt. Sie zog zu ihm nach Sofia, wo die Tochter bis 1944 auch aufwuchs, adoptiert von ihrem Stiefvater, zu dem sie ein gutes Verhältnis hatte. 1944 flüchtete die Familie nach Wien und Lieselotte machte eine Ausbildung als Stewardess. Dabei lernte sie dann Karlheinz Böhm kennen.

Ob das schon die ausreichende Erklärung ist dafür, dass die Mutter von Sissy Böhm ab deren fünften Lebensjahr ihrer Tochter gegenüber - zumeist unter Alkoholeinfluss - pädokriminell wurde, muss einstweilen scheinbar dahin stehen. In dem Buch wird ja klar, dass sie in ihrem Münchner Schicky-Micky-Bekanntenkreis nicht die einzige war, die sich so Kindern gegenüber verhielt. Und ebenso ist klar, dass sich auch Karlheinz Böhm so verhalten konnte, ebenso der von ihm bewunderte Roman Polanski.
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  1. Böhm, Sissy: Im Schatten des Lichts. Bekenntnisse einer Tochter aus gutem Hause. Aufgezeichnet von Maria Seifert. Seifert Verlag, Wien 2015

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Pegida ...

Pegida wird zerredet und zerredet sich selbst

"Jedem Anfang liegt ein Zauber inne," lautet das berühmte Wort von Hermann Hesse. Als sich vor über einer Woche viele Menschen - Sympathisanten und Kritiker - begannen, mit der neuen "Pegida"-Bewegung, den "Patriotischen Europäern gegen die Islamisierung des Abendlandes" in Dresden und anderwärts, zu beschäftigen, fiel vielen eine klare Ein- und Zuordnung noch schwer. Denn dort wurden ja keine Polizeibusse umgekippt! Manche kommentatoren fanden es richtiggehend perfide, dass die ihre Demonstration einen "Abendspaziergang" nannten. Ja, wie soll man denn solche Leute einordnen? Diese Schwierigkeit des Einordnens wird auch deutlich in einer Reihe von Video's und Nachrichten, die hier zusammen gestellt sein sollen, da sie einem zunächst brauchbar erschienen sind im Zusammenhang mit dem Kennenlernen und dem Einschätzen dieser Pegida-Bewegung.



Da gab es etwa eine recht brauchbare und sachliche Dokumentation von "JF-TV", des neuen Fernsehsenders der rechtschristlichen Wochenzeitung "Junge Freiheit". - Am 14. Dezember lautete dann eine Pressemeldung (N24):
Repräsentative Emnid Umfrage: So sieht die Zustimmung aus Anhängern verschiedener Parteien zu PEGIDA aus...: AfD 86 Prozent, Union 54 Prozent, SPD 46 Prozent, Linkspartei und Grüne jeweils 19 Prozent... Bevölkerung im Westen 48 Prozent, im Osten 53 Prozent ...
Am gleichen Tag wurde abends im Pressclub von "Phoenix" die Pegida-Bewegung erörtert.


In diesen Erörterungen tun sich die Medienvertreter schwer mit der Pegida-Bewegung. Man merkt, wie weit sie vom Volk entfernt sind. Ein wenig kommt einem "Erich Honecker 1989" in den Sinn. Am ehesten scheint noch Alexander Kissler vom "Cicero" verstanden zu haben, worum es geht. Aber hat das für ihn irgendwelche Konsequenzen? Und wenn ja welche? Ganz ähnliches gilt auch für die Chefredakteurin der "Welt" (etwa bei 35'30). Einen Tag später schrieb ich zu diesem Video


auf Facebook: So doof klingen die Aussagen ganz normaler Demonstrationsteilnehmer keineswegs. Hier die Rede von Lutz Bachmann am selben Tag:


"Lügenpresse" ist schon hier der Tenor (31'00). Vorgestern dann, am 22. Dezember, scheint mir ein gewisser Zauber des Anfangs in der Selbstdarstellung der Pegida-Bewegung und in der Auseinandersetzung mit ihr schon wieder verflogen zu sein. Trotz ihres Weihnachtslieder-Singens.


Erstaunlich, wie schnell etwas zum Ritual erstarren kann. Man hört aggressive, hohl klingende Sprechchöre. Vor allem deshalb hohl, weil alles, was zu oft wiederholt wird, leicht in Gefahr gerät, hohl zu klingen. Man hört zumindest einen absolut unmöglichen, weil unflätigen Redner (das ist nicht Lutz Bachmann). Womöglich tut es den Menschen tatsächlich besser, spazieren zu gehen, als herumzustehen. Schweigemärsche dürften auch angemessener sein dem, was auf dem Spiel steht. Es wird sowieso - mit und ohne Pegida - viel zu viel zerredet. Mit Pegida nun neuerdings womöglich auch wieder zergröhlt. Ich weiß es nicht.

Abb.: Lutz Bachmann, 22.12.14, Dresden
Hört man allerdings den sonst so schätzenswerten Ken Jebsen über Pegida sprechen (Youtube, 19.12.), dann könnte einem womöglich deutlich werden, wie schnell selbst im Kopf jung gebliebene Leute alt aussehen können. So scheint mir schon jetzt auch Pegida selbst auszusehen. Womit sich eigentlich nur noch die Frage stellt: Welches nächste "große Ding" kommt nach den Montagsmahnwachen und nach Pegida?

Einfügung 21.8.15: Das nächste "große Ding" ist die - wie immer - von Geheimdiensten initiierte und inszenierte große Zuwanderungswelle des Jahres 2015 vom Balkan, vom Nahen und Mittleren Osten und von Afrika nach Mitteleuropa hinein (übrigens ist 2015 ein Jahr, so fällt mir gerade auf, das im kabbalistischen und damit okkulten Denken eine gewisse Rolle spielen könnte ....). Diese Zuwanderungswelle zeugt von der ganzen Frechheit dieser Eliten. Sie scheren sich einen Dreck um breite Oppositionsbewegungen innerhalb von Europa, sie fürchten sie nicht ansatzweise. Nehmt also das, ihr Pegida-Leute. Und glaubt auch weiterhin, die ganze Menschenfeindlichkeit, die derzeit gegen Asylanten gerichtet wird (anstatt gegen Geheimdienste und Regierungskriminalität) stamme von "ganz normalen Bürgern" wie Dir und mir. Das glaubt auch nur der, der nicht weiß, wie seit hundert Jahren Regierungskriminalität geschützt wird gegen nachhaltige Kritik .....

Abschließend noch die Stellungnahme, die ich in der rechten Randspalte dieses Blogs veröffentlichte, als der Zauber des Anfangs noch vorhanden war.

Stellungnahme (10.12.14)

Darüber, ob wir in Deutschland eine multikulturelle Gesellschaft haben wollen oder haben sollten, ob die Völker der Nordhalbkugel demographisch und durch Zuwanderung innerhalb eines vergleichsweise kurzen Zeitraumes "friedlich" ausgewechselt werden sollen, über all diese Fragen hat es in Deutschland - und auch sonst - keine ehrliche und offene Debatte gegeben. Auch keine wissenschaftlich informierte. Um es kurz und knapp zu sagen: Es gibt gute Gründe, dagegen zu sein.

Früher war in Deutschland der Souverän ein Kaiser oder ein König, seit 1919 ist es das deutsche Volk. Nicht mehr "im Namen des Kaisers", sondern "im Namen des Volkes" werden in Deutschland täglich hunderte von Gerichtsurteilen verkündet. Das deutsche Volk ist der Souverän schlechthin des Grundgesetzes.

Diesen schleichend auszutauschen, ist doch ohne Frage Hochverrat und grundgesetzwidrig. Deshalb haben wir als verfassungstreue Bürger nicht nur das Recht, sondern die verdammte Pflicht wie jeder Politiker, der seinen Amtseid ernst nimmt, nach Paragraph 20 des Grundgesetzes, uns gegen das Austauschen des Souveräns zu wehren.

Ob nun "Pegida" der richtige Weg ist, muss sich zeigen, wer weiß das zum derzeitigen Standpunkt schon. Was man aber wissen kann, das ist, DASS etwas geschehen muss, dass diese völlige Sprachlosigkeit, Debattenlosigkeit überwunden werden muss. Und wenn das Pegida gelingt, hat sie doch schon allein dafür viel Unterstützung verdient.

Viel zu viele wenden sich doch schon viel zu lang von der Arroganz der Herrschenden ab. Und zwar auch was die Fragen der Erhaltung des deutschen Volkes betrifft, als dass nicht ausreichend Anlaß bestünde, Pegida zu begrüßen. Dass im übrigen die NPD von einem Informanten des britischen Geheimdienstes gegründet worden ist (sein Name Adolf von Thadden [1921-1996]*)), und dass sie von den "rührigen" Leuten solcher Dienste auf Linie gehalten wird - wer hätte daran noch irgend einen Zweifel? Ob die NPD irgendwo dabei ist oder nicht, interessiert also genauso viel oder genauso wenig wie die Frage, ob irgendein Geheimdienst irgendwo dabei ist oder nicht. Und ja, gewiß: darauf sollte geachtet werden.


Denn Geheimdienste inszenieren Kriege, Morde, Regierungsumstürze und Krawalle aller Art. All das geschieht in der Regel in fremdenfeindlichem oder dem eigenen Volk feindlich gesonnenen Sinne. 


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*) Enkelsohn übrigens jenes Reinhold von Thadden (1825–1902), dessen früh verstorbene Schwester Otto von Bismarck sozusagen zum Christentum bekehrte, und der selbst dann später seinen Jugendfreund Otto von Bismarck tödlich kränkte und enttäuschte, weil Bismarck nicht jene christlich-stockkonservative Politik machte, die seine Freunde von ihm erwarteten.

Sonntag, 7. Dezember 2014

Hauptmann Elsbeth Schragmüller und der deutsche militärische Nachrichtendienst im Ersten Weltkrieg

Eine Art Besprechung des verlogenen Buches von Felix Groß "I Knew Those Spies", Hurst & Blackett, London 1940

Abb. 1: Elsbeth Schragmüller
1929 erschien über eine berühmte deutsche Spionin während des Ersten Weltkrieges, über „Annemarie Lesser“, ein „sensationeller“ Bericht, der noch im Jahr seines Erscheinens in 37. Auflage erschien, fünf Jahre später in 59.. Und der natürlich sehr bald in zahlreiche europäische Sprachen übersetzt wurde. Er war verfasst von dem Ullstein-Journalisten Hans Rudolf Berndorff (1895-1963).

Sein Titel: „Spionage!“1. Es sollte eines der ersten erfolgreichen Bücher dieses Sensations-Autors werden. Aber nicht das letzte. 1951 beispielsweise erschien die von ihm verfasste „Autobiographie“ des berühmten deutschen Arztes Ferdinand Sauerbruch. Sie sollte sich über Jahrzehnte hinweg ebenso hervorragend verkaufen. Sie war nur in den Augen vieler Menschen, die sich das Buch genauer anschauten, und die Ferdinand Sauerbruch gekannt hatten oder einzelne Ereignisse seines Lebens kannten, skandalös. Denn sie war frei erfunden.

Sowohl das „Spionage“-Buch über „Annemarie Lesser“2 wie das Sauerbruch-Buch wurden mehrfach für Bühne und Film aufgearbeitet. Geradezu so als ob man sich bewusst lieber mit einer Dichtung als mit der historischen Wirklichkeit beschäftigt hätte, die es nämlich auch gab. Noch 1971 ist das Spionage-Buch ein weiteres mal für den Film aufgearbeitet worden.

Natürlich durfte in dem Spionage-Buch auch jeweils ein Kapitel über den österreichischen Obersten Redl und über Mata Hari nicht fehlen, die beiden am häufigsten erzählten Fälle aus der Geheimdienstgeschichte im Umfeld des Ersten Weltkrieges. Aber in dieser ganzen Zeit geriet die in der Regel viel nüchternere historische Wirklichkeit der deutschen Auslandsspionage während des Ersten Weltkrieges, die mit einem so biederen deutschen Namen verbunden war wie dem der Dr.rer.pol. Elsbeth Schragmüller, völlig aus dem Blickfeld.

1940 - Felix Groß

1940 erschien in London auf Englisch ein weiteres mal ein solcher Sensationsbericht über die deutsche Militärspionage während des Ersten Weltkrieges. In ihm stellte sich der Autor Felix Groß gleich zu Anfang und ohne Umschweife als einen jener „junior officers“3 in der Nachrichtenabteilung des deutschen Großen Generalstabes in Berlin unter Walter Nicolai (1873-1947) dar, als der er vom Frühsommer 1914 bis zur Novemberrevolution 1918 in leitender Position in dieser tätig gewesen sein will. Diesem Felix Groß ist hier auf dem Blog schon ein langer Blogartikel gewidmet worden.

Im Kernteil seines genannten Buches von 1940 – in den Kapiteln VI bis XI (S. 91-171) – steht einmal erneut das Schicksal der berühmten deutschen Spionin „Annemarie Lesser“ im Mittelpunkt. Felix Groß hat ihre Geschichte nun ein wenig abgewandelt. Sie ist immer noch 16 oder 17 Jahre alt, als sie für die deutsche Militärspionage tätig wird, sie ist immer noch morphiumsüchtig und wird nach dem Krieg an ihrer Krankheit sterben. Aber diesmal ist sie jüdischer Herkunft und unglaublich intelligent, morbide und feinfühlig. Da sich Felix Groß als ihr direkter Betreuungsoffizier darstellt, hat er die Möglichkeit, ihre Geschichte menschlich und psychologisch noch viel differenzierter und tiefer ausgeleuchtet darzustellen. Ein Menschenschicksal nimmt hier seinen Lauf, wie es dramatischer nicht gedacht werden kann.

Ihre einfallsreichen, unkonventionellen, wechselhaften und abenteuerliche Einsätze im Umfeld des Auswärtigen Amtes und der ausländischen Botschaften in Berlin, in der Schweiz und hinter den feindlichen Linien in Frankreich will der Autor jeweils selbst betreut haben in Abstimmung mit seinen Vorgesetzten. Und dabei will er ihre innere Entwicklung und ihre Gefühle genau beobachtet haben.

Wenn nun in Friedenszeiten wie dem Jahr 1929 - in „Bildzeitungs-Manier“ - das Blaue vom Himmel herunter gelogen wird in „Tatsachenberichten“, nimmt man das in der Regel nicht gar so wichtig. Unser von Medien-Eindrücken überflutetes Jahrhundert hat sich längst daran „gewöhnt“. Wenn aber in gleicher Machart solche „Geschichten“ auch noch in Kriegszeiten erscheinen und die Gefühle der Menschen beeinflussen, ihre Sichtweise auf den Kriegsgegner und auf das, worum es in einem solchen Krieg geht, wird einem plötzlich bewusst, dass solche „Münchhausiaden“, als so lachhaft und harmlos man sie im Einzelfall ansehen mag, so lachhaft nicht in jedem Fall sein müssen.

Aber schlimmer wird es noch, wenn die historische Wissenschaft oft Jahrzehnte lang davon lebt und damit beschäftigt ist, solche verbreiteten „Legenden“ wieder mit der historischen Wirklichkeit in Abgleich zu bringen. Und das gelingt oft über viele Jahrzehnte nicht. So hat der Historiker William C. Fuller jr. das eben erwähnte Buch von Felix Groß „I knew those Spies“ aus dem Jahr 19404 noch im Jahr 2006 für bare Münze genommen. Nennt er Felix Groß doch5
one German intelligence professional,
der in seinem Buch nützliche Hinweise auf deutsche geheimdienstliche Erfolge in Russland vor 1914 und bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gegeben habe. Felix Groß wird von ihm auch zitiert über die Spionagehysterie in Deutschland bis Ende 19146 (die es im übrigen in allen Ländern damals gegeben hat).

Doch besonders kritisch kann sich William C. Fuller das Buch von Felix Groß nicht angeschaut zu haben.

1929 - "Was wir vom Weltkrieg nicht wissen"

Denn der Witz ist: Die Geschichte der „Annemarie Lesser“ ist schon im Jahr 1929 von der einzigen tatsächlichen weiblichen Mitarbeiterin des Nachrichtendienstes im deutschen Generalstab, also von dem schon erwähnten Leutnant, später Hauptmann Dr.rer.pol. Elsbeth Schragmüller (1887-1940) in dem Buch „Was wir vom Weltkrieg nicht wissen“7 vollständig in das Reich der Fabel verwiesen worden.

Die erste Auflage des genannten Werkes aus dem Jahr 1929 war - „merkwürdigerweise“ - als teure Liebhaberausgabe herausgebracht worden und bald ausverkauft. Das wird natürlich gut gewesen sein dafür, dass das Berndorff-Buch bis zum Jahr 1931 auch wirklich seine 57. Auflage erreichen konnte. Auch wird gut dafür gewesen sein, dass eine Neuauflage der Darstellung der historischen Wirklichkeit auf Jahre hinaus nicht wieder herausgebracht wurde. Es darf vermutet werden, dass in der Presse über dieses Buch auch kaum berichtet wurde. Erst in den Jahren 1936 und 1938 erschienen – nun mit einem Vorwort von Reichskriegsminister Werner von Blomberg - bewusst günstig und volkstümlich gehaltene Ausgaben dieses Buches8.

All diese Dinge sind auf dem heutigem Forschungsstand zusammen gefasst dargestellt worden in einem Aufsatz über Elsbeth Schragmüller, der erstmals 2003 erschien9.

Durch das Buch „Was wir vom Weltkrieg nicht wissen“ von 1929 jedenfalls war Felix Groß schon als Lügner entlarvt, bevor er seine - - - „Erinnerungen“ „I knew those Spies“ überhaupt verfasst hatte.

Dass Felix Groß von dem Aufsatz der Schragmüller bis zum Jahr 1940 nichts scheint mitbekommen zu haben, zeigt, wie oberflächlich er gearbeitet haben muss. Es zeigt, dass er sich nur wenig Mühe gegeben haben kann, die tatsächlich vorliegende, ernsthafte Literatur rund um die Arbeit des deutschen Nachrichtendienstes während des Ersten Weltkrieges bis 1940 zu studieren.

Was ja nicht an seinen wissenschaftlichen Befähigungen gelegen haben kann, denn diese waren ja, wie wir sahen, rundum vorhanden. Sondern was nur an bewusster Ignoranz, ja, Chuzpe gelegen haben kann. Denn mehr noch wird durch diesen Umstand aufgezeigt – wenn schon nicht durch anderes - dass Felix Groß selbst natürlich gar kein Reserveleutnant des Nachrichtendienstes im Großen Generalstab gewesen sein kann. Denn sonst hätte er doch sicher den Bericht der Schragmüller gekannt. Aber dann hätte er ja sein ganzes Buch nicht schreiben können, zumindest nicht so, wie er es geschrieben hat.

Felix Groß lügt das Blaue vom Himmel herunter

Durch all dies wird aufgezeigt, dass in den zentralen Kapiteln seines Buches aus dem Jahr 1940 das Blaue vom Himmel herunter gelogen wird und als Tatsachenbericht verkauft wird. Seinem Buch sind die Worte vorangestellt:
Although all the revelations in this book are strictly accurate the names of persons, for obvious reasons, are fictitious.
Also zu Deutsch:
Obwohl die Enthüllungen in diesem Buch wahr sind, sind die Namen der Personen aus offensichtlichen Gründen fiktiv.
Nun, fiktiv ist im Grunde in seinem Buch vor allem der Name „Annemarie Lesser“. Aber leider nicht nur der Name. Sondern die ganze Geschichte, die über sie erzählt wird.

Nach seinem Buch will er am 9. November 1918 bei Reichskanzler Friedrich Ebert persönlich Rücksprache genommen im Auftrag der desorientierten Offiziere im Generalstabsgebäude in Berlin10. Und ihm sei die Evakuierung des Archivs der Nachrichtenabteilung anvertraut worden (das er schließlich größtenteils der Papiermühle anvertraut hätte).

Vor seiner Zeit im Generalstab will er als weltweit agierender Journalist gearbeitet haben, wobei er in Berlin Leute wie Otto Wels gut gekannt haben will, in London Leute wie den damaligen Parlamentsabgeordneten Ignaz Trebitsch-Lincoln (1879-1943)11. Nach 1918 sei er in seinen Beruf zurückgekehrt und habe 1920 im Umfeld des Kapp-Putsches in Berlin ein lukratives Angebot zurückgewiesen, in die deutsche Geheimdienstarbeit zurückzukehren. Er habe ihr gegenüber eine Abneigung gehabt und sei ihr nur im Rahmen seiner Wehrpflicht nachgekommen. 1920 zur Zeit des Kapp-Putsches und 1932 will er im Auftrag amerikanischer Zeitungen jeweils vorübergehend in Berlin gearbeitet haben.

Wären da nicht die zentralen Kapitel über die „Annemarie Lesser“, könnte man leicht verleitet sein, ihm alle diese anderen Erzählungen als „authentische“ abzunehmen.

Es kommt aber hinzu, dass auch alle übrigen biographische Daten des Felix Groß zwischen 1900 und 1934 nach Wien als seiner Heimatstadt weisen. Doch klingt ein solcher Umstand in seinem Buch von 1940 nirgendwo an. In ihm wird - natürlich - auch nicht klar, wie ein Wiener Reserveleutnant ausgerechnet in den deutschen Generalstab hat versetzt werden können12.

Dies alles scheint aufzuzeigen, dass Felix Groß 1940 wirklich mit sehr viel Chuzpe gearbeitet hat. Nach eigenem Selbstverständnis womöglich „im Dienste der großen Sache des Kampfes Großbritanniens gegen das Deutsche Reich“. Allerdings wird nicht so recht deutlich, warum seine Lügengeschichten diesbezüglich ein „Dienst“ gewesen sein könnten. Oder ob er nicht einfach nur auf einer Welle geritten ist, auf der man in Kriegszeiten einfach ziemlich leicht Geld hat verdienen können, indem man Informationshunger – wie auch immer - stillte.

Auch sein schon im früheren Blogbeitrag behandeltes Buch von 1941 weist allzu viele „Münchhausiaden“ auf. Wüsste man aber nicht, dass er fähig war, so umfangreich zu lügen, wie er das in seinem Buch von 1940 getan hat, würde man ihm für sein Buch von 1941 womöglich noch eine Art „Restglaubwüridigkeit“ erhalten.

Wären authentische Tatsachenberichte der westlichen Kriegsführung nicht dienlicher gewesen?

Nach den unerwarteten Einsichten über das Buch von Felix Groß aus dem Jahr 1940 fragt man sich nun, ob zwischen 1939 und 1942 im westlichen Ausland tatsächlich eine Notwendigkeit bestanden hat, anstatt mit bloßen Tatsachen mit solch einem „Seemannsgarn“ und solchen „Münchhausiaden“ den mit Recht vorhandenen Informationshunger über den Kriegsgegner Deutschland zu stillen. Wäre es nicht viel redlicher gewesen, einfach ehrliche Sachberichte zu geben? Hätte nicht gerade dieser Umstand schon am meisten der eigenen Sache gedient?

Warum es wieder und wieder gerade solche erfundenen „Geschichten“ sind, „Tatsachen-Berichte“, in denen gerne einmal das Blaue vom Himmel herunter gelogen wird, in denen gelogen wird, dass sich die Balken biegen, warum es gerade solche sind, die in jenen Zeiten so hohe Auflagen erzielt haben, dieser Frage einmal nachzugehen, dürfte sicherlich sinnvoll sein. Dazu könnten nämlich noch zahllose weitere Beispiele genannt werden. Es sei dazu aus dem ganz vorläufigen Inhaltsverzeichnis eines darüber von uns geplanten Buches zitiert:
  • „Gespräche mit Hitler“ (Hermann Rauschning, 1939) 46
  • „I was Hitler's Maid“ (Ronald Collier, 1939) 48 (Das Kapitel ist hier auf dem Blog schon eingestellt)
  • „Hitler und ich“ (Otto Strasser, Frühjahr 1940) 64
  • „Der große Diktator“ (Charly Chaplin, Oktober 1940) 68
  • „Introducing Dr. Zodiac” (Louis de Wohl, 1940) 70
  • „I knew those Spies“ (Felix Groß, 1940) 74
  • „Hitler's Girls, Guns and Gangsters“ (Felix Groß, 1941) 82
  • „I Paid Hitler“ (Fritz Thyssen, November 1941) 150
  • „Blood and Banquets“ (Bella Fromm, 1942) 151

Bei all diesen Veröffentlichungen handelte es sich über weitere Strecken hinweg um reine Phantasie-Produkte, bzw. um bewusste Verzerrungen und Verfälschungen. Interessierte Verleger dürfen sich übrigens gerne melden. Auch Koautoren. (Wer die Idee klaut und das Buch ohne mich raus bringt, sage wenigstens im Vorspann, woher er Anregungen dafür bekam!)

Eine deutsche Politikwissenschaftlerin des Jahres 1929

Das genannte Buch, das Felix Groß schon 1929 als Lügner entlarvt hatte, enthielt mindestens vier Beiträge von ehemaligen deutschen Geheimdienstmitarbeitern, darunter eben einer von der genannten deutschen Politikwissenschaftlerin Dr. Elsbeth Schragmüller13, eine der ersten Frauen, die in Deutschland promoviert hatten und die auch nach dem Krieg weiter wissenschaftlich tätig waren.

Nachdem man all das auf sich hat wirken lassen, bekommt die Mitteilung auf Wikipedia ein neue Bedeutung, dass der „Geschichtenerzählter“ Berndorff nach 1945 für Sefton Delmer gearbeitet hat. Verwandte Geister scheinen sich offenbar nicht wirklich aus dem Weg gehen zu können - oder zu wollen. Sondern überall wieder übereinander zu stolpern. (Warum auch sollte Sefton Delmer Felix Groß nicht gekannt haben?)

Wobei sich einmal aufdrängt zu fragen, ob die Gemeinsamkeit der vielen „Geschichtenerzähler“ während des Zweiten Weltkrieges und danach etwa in Freimaurer-Zugehörigkeit gesucht werden könnte. Hermann Rauschning war Freimaurer, der noch nicht genannte „Geschichtenerzähler“ und Delmer-Freund Ellic Howe war sogar „hoher Freimaurer“, Charly Chaplin war Freimaurer. Otto Strassers „Schwarze Front“ war freimaurerartig gegliedert wie er selbst und andere sagten.

Hat man Felix Groß einmal durchschaut, wird einem auch deutlich, wie er sonst gearbeitet hat. Kapitel V seines Buches von 1940 handelt etwa von Geschehnissen rund um Ignaz Trebitsch-Lincoln (1879-1943). Felix Groß behauptet, mit ihm vor 1914 in London als Journalist persönliche Bekanntschaft gemacht zu haben und ihn 1932 Unter den Linden in Berlin unter seiner buddhistischen Mönchskutte erkannt zu haben. Groß habe dann in Berliner Zeitungen ein Interview mit Trebitsch-Lincoln veröffentlicht, das jenen zur baldigen Abreise aus Deutschland veranlasst habe. Trebitsch-Lincoln habe damals den Kontakt zu den Nationalsozialisten gesucht. Ob wenigstens diese Erzählung über das Jahr 1932 stimmt? Denn sonst wird in diesem Kapitel über Trebitsch-Lincoln eigentlich nur berichtet, was über ihn auch allgemein bekannt gewesen sein dürfte im Jahr 1940.

Die Behauptung, viele Akten des Nachrichtendienstes 1919 vor der Vernichtung bewahrt zu haben, gibt dem Autor Felix Groß dann einen guten Vorwand dafür, in den drei abschließenden Kapiteln seines Buches mit Geschichten über die Geschichte der europäischen Geheimdienste aus der Zeit vor 1914 aufzuwarten. Diese drei Kapitel scheinen aber ebenfalls nur allgemein Bekanntes zu bringen (rund um Alfred Redl zum Beispiel). Ebenfalls nur allgemein Bekanntes – oder Erfundenes – wird da dann auch sein Kapitel über Mata Hari bringen. Wer einmal lügt ...

Ergänzung (25.12.14):

Ein neues Forschungsprojekt unter Sönke Neitzel will die "Geheimdienstkulturen" Englands, der USA, Deutschlands und anderer Länder miteinander vergleichen (Gerda Henkel-Stiftung). Eine Begrifflichkeit wie Geheimdienst und "Kultur" so pauschal und allgemein in Beziehung zueinander zu setzen, dürfte schon für sich kritikwürdig sein (schließlich geht es ja auch um die Gestapo und ihre "Kultur"). Aber sicher wird da auch die hier genannte Literatur zur Rate gezogen werden müssen. - Oder auch ein solcher Spielfilm aus dem Jahr 1936 wie "Der Verräter".

/Verfasst bis zum Juli 2014/
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1Berndorff, Hans Rudolf: Espionage! D. Appleton, 1930 (267 S.) dt. OA.: Spionage! Dieck & Co., Stuttgart 1929 (37. Auflage), erneut 1934 (59. Auflage) (Übersetzungen ins Polnische 1929, Russische 1929, Schwedische 1930, Italienische 1934)
2Palitzsch, Otto Alfred; Berndorff, Hans Rudolf: Mademoiselle Docteur. Ein Bühnenstück in 10 Bildern nach Motiven aus H. R. Berndorffs Buch „Spionage“. Dieck & Co, Stuttgart 1931 (99 S.); Verfilmungen unter den Titeln „Fräulein Doktor“ (1969) und „Annemarie Lesser - Legende einer Spionin“ (1971)
3Groß 1940, S. 7
4Groß, Felix: I Knew Those Spies. Hurst & Blackett, London 1940
5Fuller Jr., William C.: The Foe Within. Fantasies of Treason and the End of Imperial Russia. Cornell Univ Pr 2006, S. 151, 172 (GB)
6„Anyone with black hair or a beard was arrested as a Russian while whoever appeared in an English-looking raincoat was brought by a cheering mob to the nearest police station.“
7Felger, Friedrich (Hrsg.): Was wir vom Weltkrieg nicht wissen. Im Auftrage der Weltkriegsbücherei herausgegeben. Mit 267 Abb. und Karte. Andermann, Berlin und Leipzig o.J. [1929] (640 S.)
8Jost, Walter (vorm. Leiter der Pressegruppe im Reichskriegsministerium); Felger, Friedrich (Direktor der Weltkriegsbücherei i.R.) (Hg.): Was wir vom Weltkrieg nicht wissen. Mit einem Geleitwort von GFM Blomberg. Fikenscher Verlag, Leipzig 1936, 1938
9Hieber, Hanne: “Mademoiselle Docteur” - The Life and Service of Imperial Germany's Only Female Intelligence Officer. In: Journal of Intelligence History, Volume 5, Issue 2, 2005, pages 91-108 (Published online: 05 Oct 2012, DOI:10.1080/16161262.2005.10555119); zuerst in: Wiebes, Cees: Intelligence and the War in Bosnia, 1992-1995 (Google eBook). LIT Verlag, Münster 2003 (463 S.), S. 91-108
10Groß 1940, S. 193
11Groß 1940, S. 70
12Eine Versetzung als Reserveleutnant in den Großen Generalstab hätte ja doch zumindest voraussetzen müssen, dass er zuvor sein Jahr als „Einjährig Freiwilliger“ abgedient hatte und danach innerhalb von etwa zwei Jahren an zwei mehrwöchigen Militärübungen als Reservist teilgenommen hätte. Denn erst danach konnte man überhaupt zum Leutnant der Reserve ernannt werden, (s. http://de.wikipedia.org/wiki/Einj%C3%A4hrig-Freiwilliger). Was geheißen hätte, dass Groß sein Jahr als Einjährig Freiwilliger spätestens 1911 hätte abgeleistet haben müssen. Und es hätte das ja innerhalb des Deutschen Reiches geschehen sein müssen, was eben schon von diesem Umstand her erstaunlich gewesen wäre, da – soweit übersehbar - sein Hauptwohnort bis 1934 eben immer Wien gewesen zu sein scheint.
13Oberst a.d. Walter Nicolai (im Weltkrieg des Nachrichtendienstes der Obersten Heeresleitung): Einblicke in den Nachrichtendienst während des Weltkriegs; Carl Herrmann (im Kriege Abteilungschef bei der Geheimen Feldpolizei im Oberkommando der 6. Armee): Hinter den Kulissen. Ein paar Scherenschnitte aus der Finsternis; Dr. Elsbeth Schragmüller (im Weltkrieg Leiterin der Sektion Frankreich der Kriegsnachrichtenstelle Antwerpen): Aus dem deutschen Nachrichtendienst; Oberst Carl von Roeder (im Weltkrieg Leiter des Abwehrdienstes in der stellvertretenden Abteilung IIIb des deutschen Generalstabes): Der verhängnisvolle Einfluss der Sabotageakte auf die Kriegsführung.

Höllenfeuer und Verruchtheiten

Der Geheimdienst-Experte und Fleming-Freund Donald McCormick

Die frühesten und entscheidendsten Hinweise auf die Bedeutung von vom britischen Geheimdienst gesteuerten deutschen Astrologen zur Herbeiführung des Fluges von Rudolf Heß (siehe frühere Beiträge hier auf dem Blog) stammten von dem britischen Geheimdienst-Offizier, Geheimdienst- und Satanismus-Forscher Donald McCormick (1911-1998), einem engen Kollegen und Freund Ian Fleming's von Kriegszeiten her. Beide scheinen viele Lebenseinstellungen geteilt zu haben, wohl auch einen "James Bond"-Lebensstil, wie ihn viele britische Geheimdienstoffiziere auch sonst geführt zu haben scheinen. Gab McCormick doch 1992 noch mit 87 Jahren heraus ein Liebhaber-Handbuch über Erotische Literatur ("Erotic Literature - A Connoisseur's Guide) und widersprach McCormick doch, wenn der "hedonistische Lebensstil" von Ian Fleming ein "psychopathischer" genannt wurde und wird er doch von Satanismus-Kennern als ein "Weißwascher" satanistischer Logen bezeichnet (siehe gleich).

Abb. 1: Donald McCormick (1956)
Die Inhalte des letzten Beitrages hatten die Frage aufgeworfen, wie der Autor Donald McCormick eigentlich insgesamt einzuordnen ist. McCormick hat im Laufe seines Lebens mehr als 50 Bücher veröffentlich, oft unter seinem Pseudonym "Richard Deacon". Im folgenden soll ein ausschnittartiger Überblick gegeben werden über das, womit er sonst noch so alles während seines Lebens und schriftstellerischen Schaffens befasst war. Es sind das oft sehr aussagekräftige Themen.

Da viele seiner Bücher aber in deutschen Bibliotheken nur spärlich oder gar nicht vorhanden sind, ist das folgende zunächst vorwiegend nach Internet-Angaben erarbeitet worden.

Abb. 2: Donald McCormick - "Die verruchte Stadt" (1956)
1943 - Leben in der "verruchtesten Stadt der Welt" 

Donald McCormick war als britischer Geheimdienst-Offizier seit 1943 in der algerischen Hauptstadt Algier eingesetzt. Algerien hatte bis zum November 1942 zum Vichy-Frankreich unter Pétain gehört. Am 7. November 1942 waren im Rahmen der "Operation Torch" US-amerikanische und britische Soldaten, sowie französische Widerstandskämpfer in Algier gelandet, sowie in weiteren Städten Nordafrikas, um diese zu besetzen. Bis zur Befreiung von Paris war Algier dann die Hauptstadt des mit den Westalliierten verbündeten "freien" Frankreich unter de Gaulle. Schon während seiner Zeit in Algier arbeitete McCormick eng mit Ian Fleming zusammen. Fleming regte McCormick dann nach dem Krieg dazu an, doch seine Erinnerungen an die Zeit in Algier herauszugeben. Er hatte auch gleich den passenden Titel dafür1: "Die verruchte Stadt" erschien 19562 und scheint viel "James Bond"-Atmosophäre zu atmen. "Wonderful reading“ heißt es im Internetbuchhandel. Im Klappentext liest man:
In a personalised stile Mr. McCormick describes some of his own adventures in the city which Andre Gide once called „the wickedest in the world.“ Here we have Algiers in wartime with both spies and spice together with the escapades of the author and his wife when they set up home in the Kashbah, when peace came. (…) P. C. Wren, Haschish dens, Nails dancers, Pepe Le Mokos, (…) Arab couresan.
An anderer Stelle ist zu erfahren3:
Im Buch beschreibt der Autor das Leben des traditionellen Algiers, als es noch unter Frankreich stand. Das arabische Leben ist ihm besonders willkommen. – Inhalt: I. Inspiration in a Mortuary – II. „My Wife, the Monkey“ – III. Fairyland in the Rue Marengo – IV. In Which by Devious Routes I Come to the Street of the Devil – V. Blood, Sweat and Some Laughter – VI. Moktar’s Contes Amoureuses – VII. Midnight with the Ouled Nails – VIII. Married Life Among the Ants and Locusts – IX. Enter Aicha – X. In Which a Dishwasher in a Bordello Becomes a Châtenaine in Her Own Right – XI. Couscous and Hashish – XII. Atlantis is a Woman’s Paradise – XIII. A Peep at Allah’s Garden – XIV. A Fabulous Prelude to Ramadan. – Mit einer Karte von der Kasbah und 16 Abbildungen.
Also schon das erste Kapitel handelt von "Inspirationen auf einem Friedhof", das zweite Kapitel handelt von "Meine Frau, der Affe", das dritte Kapitel handelt von einem "Märchenland", das vierte Kapitel handelt davon, wie er „auf die Straße des Teufels“ kam, das fünfte von "Blut, Schweiß und Gelächter", das zehnte von einem Bordell, das elfte von Haschisch und so weiter und so fort. Also wohl von so ziemlich allen Arten von „Verruchtheiten“ in der „verruchtesten Stadt der Erde“. Ob er auch etwas erlebt hat rund um Kinderprostitution, wie Winston Churchill zur gleichen Zeit in Marokko (siehe früherer Beitrag), geht aus diesen beiden Zitaten nicht hervor. (Immerhin ist in ihnen zwar nicht von „Zelten“ für Kinderprostitution, aber doch von „Haschisch-Zelten“ die Rede.)

Das traurige Portrait des Autors, das auf der hinteren Umschlagseite gebracht wird, wird man sich zu den Inhalten vieler Bücher von McCormick dazu denken dürfen, vielleicht zu seinem Leben überhaupt.

Schon 1950 hatte McCormick „Island for Sale - Desert Islands around the World“ herausgebracht, nichts weniger als ein überblicksartiger Ratgeber über käufliche Inseln weltweit, ihre jeweiligen Vorteile und Nachteile für den Käufer und Bewohner. Ein Buch, das also gleich recht krass auf ein sehr elitäres Lesepublikum hin ausgelegt war, das womöglich den "verruchtesten Städten der Welt" entkommen wollte. Auf solchen Inseln fühlten sich ja nach dem Zweiten Weltkrieg viele führende britische Geheimdienstoffiziere wohl, um hier ihr Rentenalter zu verbringen. William Stephenson und McCormicks Freund Ian Fleming beispielsweise auf den Bermudas. McCormick wollte scheinbar denen unter seinen Kollegen, die noch nichts Rechtes gefunden hatten, noch ein paar Tipps geben ... Vielleicht auch auf Anweisung seiner Vorgesetzten. Geheimdienste sorgen ja umfassend für ihre Mitarbeiter und müssen auch Zufluchtsorten schaffen und um diese wissen. 1955 befasste sich McCormick in einem Buch mit dem französischen Premierminister Pierre Mendès-France4, was  angesichts seines Einsatzortes schon während des Krieges nahe liegend war.

1958 - "Orgies were their pleasure - Politics their pastime"

Abb. 3: Donald McCormick - "Der Höllenfeuer-Klub" (1958)
Wie „nahe liegend“ es dann war, dass er 1958 ein Buch heraus brachte5 über den Orden der „Ritter des Heiligen Franziskus“ („Knights of St. Francis“), besser bekannt unter dem Namen „Hellfire Club“, der im 18. Jahrhundert gegründet wurde, wird jeder, der die sonstigen Lebensthemen und Freunde des McCormick zur Kenntnis genommen hat, selbst beurteilen können. Vieles, nicht nur dieses Buch deutet doch darauf hin, dass auch McCormick selbst in einer satanistischen Loge Mitglied war und auf Okkultismus und Parapsychologie mit viel Ernsthaftigkeit blickte (wiederum ähnlich wie Fleming - und natürlich Crowley). Nachdem McCormick sich mit der "verruchtesten Stadt der Welt" beschäftigt hatte, mit einer der vielen Pilgerstädte elitärer Pädokrimineller weltweit, führte er offenbar die Thematik mit dieser Buchveröffentlichung weiter, indem er sich mit der Welt des elitären Satanismus in seinem Heimatland selbst beschäftigte. Das Buch eines anderen Autoren über dasselbe Thema trug den mehr als aussagekräftigen Untertitel „Orgies were their pleasure - Politics their pastime“. Politik also war ihr „Zeitvertreib“, Orgien ihr Vergnügen. Erneut also ist McCormick mit Verruchtheiten der Exktraklasse auf dieser Welt befasst. Auf Wikipedia heißt es über diesen Orden6:
Die meist adeligen Mitglieder trafen sich unregelmäßig zwischen 1746 und 1763, um sexuelle Ausschweifungen zu begehen. Die Ritter gerieten bald in den Ruf, in der Abtei Medmenham neben der Themse Satanismus zu betreiben und schwarze Messen zu feiern. (…) Das Motto des Clubs stammte von François Rabelais: „Fay ce que vouldras“ - „Tu, was du willst“, was später von Aleister Crowley verwendet wurde. Neben pseudosatanischen Riten waren vor allem auch Bacchus und Venus in ihren Feiern enthalten.
Der britische Satanismus-Experte Dennis Wheatley, der zur okkulten Gruppe um Churchill während des Zweiten Weltkrieges gehört haben soll, nahm dieses Buch McCormick's später in eine von ihm herausgegebene Okkultismus-Buchreihe auf, zeigte sich aber doch etwas enttäuscht über den Inhalt, wird doch berichtet7:
The Hellfire Club was later included in the Dennis Wheatley Library Of The Occult (Vol. 26, Sphere, 1975). Wheatley himself has certain reservations: “it must be stated here that in my view the author has done his utmost to whitewash the Order, as he asserts that there is no foundation for the general belief during the past that the rites performed were worship of the Devil. So, if the reader wants descriptions of Black Masses, he must turn to Huysmans’ 'Down There', Francis Mossiker’s 'The Affair of the Poisons', volumes 23 and 28 in this library, or to some of my own books.“ - But of course, Dennis, of course.
Freilich, Dennis Wheatley schrieb diese Worte. Freilich. - Eine Liste der Mitglieder dieses Ritterordens, bzw. Höllenfeuer-Klubs enthielt etliche bekannte (Familien-)Namen der britischen Oberschicht, die damals und/oder noch im 20. Jahrhundert bedeutsam sein sollten, also womöglich so etwas wie satanistische Elitenkontinuität in Großbritannien über Jahrhunderte hinweg andeuten (lt. Wikip.):
Dashwood, Robert Vansittart, William Hogarth, Thomas Potter, Francis Duffield, Edward Thompson und Paul Whitehead. Benjamin Franklin ...
Viele sagen ja, dass die Art der Ausführung der wahrscheinlich freimaurerischen Jack-the-Ripper-Morde im Jahr 1888 an die Gemälde des hier genannten Malers Hogarth erinnern über „die Arten der Grausamkeit“ (siehe früherer Beitrag hier auf dem Blog). Sicher ein Thema überhaupt jedenfalls, dass zu einem Höllenfeuer-Klub passt.

1959 kam denn auch ein Buch von McCormick über die „Jack-the-Ripper“-Morde heraus8. Dieses Buch zog in nachfolgenden Jahren mancherlei Kritik auf sich zog9. Es scheint eines zu sein, um dessentwillen McCormick nicht immer nur als der seriöseste und zuverlässigste Autor gilt. (Mit solchen Kritiken an McCormick müssen wir uns ggfs. noch einmal an anderer Stelle zusammenfassender beschäftigen.)

1963 - Die Kriegsverlängerer David Lloyd George und Basil Zaharoff

Abb. 4: Donald McCormick - "The Mask of Merlin - A Critical Study" (1963)
Auch 1963 sollte sich McCormick wiederum mit Höllenfeuer beschäftigen, nämlich mit dem des Ersten Weltkrieges und mit späterer Hitler-Verehrung. Er gab eine sehr kritische Biographie heraus über den einstmals viel gerühmten britischen Premierminister David Lloyd George. Das Umschlagbild dieser Biographie zeigt David Lloyd George in der Robe des heidnischen internationalen Druidenordens, dem Lloyd George angehörte, und der um seiner freimaurerartigen Strukturen willen in den 1930er Jahren in Deutschland verboten wurde. Es ist naheliegend, dass in diesem Druidenorden auch Okkultismus praktiziert wurde und wird (das wäre noch genauer auszuarbeiten).

McCormick stellte die Biographie unter den Leitgedanken, „wie Macht korrumpiert“, beziehungsweise dass sich sich dieser (Druiden-)„Zauberer“ unter einer Maske versteckte: „The Mask of Merlin“. Schon der Klappentext lässt aufhorchen10:
Showing how power corrupts, Donald McCormick draws aside the veil, which has previously obscured much of the truth, to shed new light on Lloyd George's peccadilloes (kleine Sünden), which more than once threatened his career; his intrigues with Zaharoff, the arms magnate; the Sale of Honours scandal; and Lloyd George's association with the enigmatic Trebitsch Lincoln who later turned traitor.
Abb. 5: Donald McCormick - "Hausierer des Todes - Das Leben und die Zeit von Sir Basil Zaharoff" (1965)
Dabei sollte McCormick doch eigentlich wissen, dass "kleine Sünden" in Zeiten des 20. Jahrhunderts keine Gefährdungen für eine Karriere darstellten, sondern viel zu oft die Voraussetzung für sie. Lieben es doch Lobbygruppen, von "kleinen" und "großen Sünden" der dadurch erpressbar gewordenen Politiker zu wissen. Dem hier erwähnten berüchtigten internationalen griechischen Waffenhändler Basil Zaharoff (1849-1936), der in fast allen Kriegen vor und nach 1900 ganz bewusst beide Seiten beliefert hat – geradezu wie in einem Ritual - und der um so mehr verdiente, um so länger diese Kriege dauerten und um so mehr es von ihnen gab, diesem Waffenhändler also widmete McCormick zwei Jahre später, 1965, eine eigene Biographie11. Wiederum natürlich eine Höllenfeuer-Thematik pur. Die Llyod George- und die Zaharoff-Biographie werfen sicherlich beide gegenseitig mancherlei Licht aufeinander, da beide während des Ersten Weltkrieges eng zusammengearbeitet haben. Was in einer Besprechung dieses Buches im gleichen Jahr 1965 im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ zu lesen stand, lässt einen noch mehr als alles bisherige aufhorchen, bzw. ruft Übelkeit hervor (Hervorh. n. i. Orig.)12:
Als der Erste Weltkrieg ausbrach, lieferte der Waffenhändler wieder an alle Fronten. (…) Eine Kriegsangst kannte allerdings auch Zaharoff: Er fürchtete Blitzsiege, gleich auf welcher Seite. Zaharoff: „Deutschland war 1914 viel leichter verwundbar, als es selbst oder der Westen sich vorstellte. Ich hätte den Alliierten drei Punkte zeigen können, an denen sie das feindliche Rüstungspotential total hätten vernichten können. Aber das hätte ein Geschäft ruiniert, das in mehr als einem Jahrhundert aufgebaut wurde ...
Und das steht so im „Spiegel“, ohne dass irgend jemand sich veranlasst sieht, sein Geschichtsbild zu ändern? Wer kann denn noch „Kriegsverlängerer“ genannt werden, wenn Lloyd George und Zaharoff so nicht genannt werden? Und weiter:
Zaharoff half den Krieg verlängern. Er sorgte dafür, dass ein im Oktober 1914 von den Franzosen aufgebrachter Frachter, der 2500 Tonnen Nickel für die Firma Krupp an Bord hatte, seine Fahrt ungehindert fortsetzen konnte.
Das war also aller schwerste Sabotage der französischen Kriegsanstrengungen. Und niemand, der das liest, ändert seine Sichtweise auf den Ersten Weltkrieg insgesamt? Und weiter:
Und als 1916 der französische General Malleterre plante, die Hochöfen und Stahlwerke von Briey nördlich von Metz zu bombardieren, intervenierte Zaharoff, vor allem bei dem damaligen Briten-Premier Lloyd George, dessen Willfährigkeit er sich durch Ausspähung des - nicht unanfechtbaren - Privatlebens des Premiers erzwungen hatte. Erfolg: Das geplante Bombardement unterblieb. Mitunter spielte der Waffenhändler selbst die Rolle eines Agenten und Spions im Bond-Format - meistens im Auftrage Lloyd Georges.
Und solche Verbrecher und Verbrechen waren für den Verlauf des Ersten Weltkrieges verantwortlich? Und niemand regt sich auf? „Dicker“ geht es eigentlich nicht mehr. Und es sind das übrigens auffallenderweise Vorgänge, wie man sie aus dem Zweiten Weltkrieg schon viel besser kennt, bzw. zu unterstellen gezwungen ist. Es sei hier nur erinnert an: Fächenbombardement von Zivilbevölkerung bei gleichzeitiger Nichtbombardierung von kriegswichtigen, deutschen Industrien, Bahnlinien zu Konzentrationslagern und anderem mehr. „The show must go on,“ lautete da doch nur der zutiefst teuflische, satanische Grundgedanke, der Höllenfeuer-Gedanke.

Dass es nun derartiges so offensichtlich und gut bekannt auch schon für den Verlauf des Ersten Weltkrieges gegeben hat, hört man - auch als ein recht belesener Historiker, der sich im mündlichen Examen über den Ersten Weltkrieg hat prüfen lassen - hier zum ersten mal.

Wie kommt es, so fragt man sich, dass seither nicht wenigstens in Deutschland häufiger auf einen Historiker wie Donald McCormick aufmerksam gemacht worden ist und dass seine Erkenntnisse nicht gründlicher scheinen ausgewertet worden zu sein? Dass bis heute keines seiner Bücher ins Deutsche übersetzt worden ist? Denn alles Brisante, was Donald McCormick noch in späteren Jahrzehnten schreiben sollte, lag ja viel zu oft ganz auf dieser teuflischen und satanischen Linie, die sich in seinen bisherigen Bücher schon abzeichnete, und für die man sich offenbar gut vorbereiten konnte, wenn man während des Zweiten Weltkrieges in der „verruchtesten Stadt der Erde“ lebte. Im „Spiegel“ war damals auch noch folgendes zu lesen:
Im letzten Kriegsjahr, 1918, reiste Sir Basil (Zaharoff) unerkannt durch Deutschland - in der Uniform eines bulgarischen Armee-Arztes, den Zaharoff-Agenten in der Schweiz gekidnappt hatten. Hinweise auf die Resultate dieser Reise fand McCormick in den „Documents Politiques de la Guerre“, in den Kriegsaufzeichnungen des französischen Premierministers Georges Clemenceau. Das Späh-Ergebnis aber bewertete Clemenceau als „die wichtigste Spionage -Information des ganzen Krieges“: Deutsche Agenten, die er noch aus der Zeit vor dem Kriege kannte, hatten den Durchreisenden wissen lassen, dass spätestens für den Herbst 1918 mit einem revolutionären Umsturz in Deutschland zu rechnen sei (bis zu Zaharoffs Deutschland-Reise hatten die Alliierten ihren Sieg für frühestens Ende 1919 erhofft).
Wenn man möchte, könnte man aus diesen Worten so manches heraushören, was der sogenannten „Dolchstoß-Legende“ den Dolchstoß geben könnte … Aber wie auch immer. Jedenfalls bildete diese Biographie von McCormick noch im Jahr 2011 eine der Grundlagen für ein entsprechendes Kapitel in einem ins Deutsche übersetzten Buch über die Geschichte des internationalen Waffenhandels im 20. Jahrhundert13, die ekelhafte.

Wenn McCormick so gut David Lloyd George und Basil Zaharoff als Verlängerer des Ersten Weltkrieges kannte, wird man doch nur allzu gut unterstellen dürfen, dass er - mit Ian Fleming - auch von zahlreichen Verlängerern des Zweiten Weltkrieges wusste. Über diese hat er aber niemals, wie es scheint, so "kritische" Biographien geschrieben. Seine Biographie über Ian Fleming atmet hingegen sehr viel Sympathie für seinen Gegenstand und nur geringe kritische Distanz ihm gegenüber ...

1968 - Der "James Bond" und Astrologe Königin Elisabeths I.

Im Jahr 1965 erschien auch ein Buch von Donald McCormick über die „Agapemonites“14, eine englische Sekte des 19. Jahrhunderts, die Matriarchats-Gedanken vertrat und die freie Liebe praktizierte15. Schon der Umschlagtext lockte mit pikanten Enthüllungen:
Die Geschichte einer sonderbaren Gemeinschaft in England, die vor einem halben Jahrhundert „den Gospel der freien Liebe“ praktizierte mit intimen Details vom Leben im „Wohnsitz der Liebe“.
Die Themen des Donald McCormick laufen immer in die gleiche Richtung ...

Drei Jahre später – 1968 - brachte McCormick unter dem Pseudonym „Richard Deacon“ eine Biographie heraus über John Dee, jenen britischen Okkultisten und Astrologen des 16. Jahrhunderts, der von der schottischen Königin Maria wegen schwarzer Magie angeklagt worden war und der dann Jahre langer Astrologe und Berater ihrer Konkurrentin, der Königin Elisabeth I. (1533-1603) von England wurde16. In McCormick's Biographie wurde John Dee auffälligerweise als ein „James Bond der Tudor-Zeit“ darstellt, also, wohlgemerkt: ein Astrologe als James Bond. Er fand also die Zeit des Zweiten Weltkrieges im 16. Jahrhundert wieder, den mit Ian Fleming befreundeten Aleister Crowley in John Dee. Crowley selbst nämlich hat sich als eine Wiedergeburt von John Dee angesehen ...

Gut belegen kann McCormick die Geheimdienst-Tätigkeit von John Dee offenbar nicht. Wird seine Biographie von Mittelalterforschern schon gerne einmal respektlos als „wertlos“ bezeichnet (etwa von Peter J. French 1972), da McCormick in vielen historischen Details zu oberflächlich scheint gearbeitet zu haben. Aber in einer fachwissenschaftlichen Veröffentlichung des Jahres 1986 heißt es auch (eig. Übersetz.)17:
Die Fragen, die Deacon aufwirft, bleiben und es über Dee's Interesse an Kryptographie ist noch weitere Forschung notwendig.
In diesem Zusammenhang kommt einem ein grundlegenderer Gedanke über Donald McCormick: Angesichts der Auswahl seiner Themen und der ungenauen Art, in der er sie oft recherchierte - wie ihm nachgesagt wird - liegt es nahe, dass er aufgrund eigener Okkultgläubigkeit und aufgrund von bei ihm selbst vorliegendem „Logenwissen“ es gar nicht mehr für so notwendig erachtete, jedes aus okkulter Sicht „wahre“ historische Geschehen auch hundert prozentig als historisch authentisch nachzuweisen. Das kennt man ja auch von anderen Autoren (Trevor Ravenscroft etc.), mit denen er aber bestimmt nicht durchgängig auf eine Linie gestellt werden kann.

1968 - Schwarze Magie als psychologische Waffe im Zweiten Weltkrieg gegen Deutschland

Abb. 6: Donald McCormick - "Murder by Witchcraft" (1968)
1968 brachte McCormick eines seiner ersten Bücher heraus18, mit denen er sich dem Geheimdienst-Okkultismus in Großbritannien während des Zweiten Weltkrieges annäherte. Es handelte von zwei Morden im Oktober 1941 und Februar 1945 in der Nähe von Birmingham in England an der Grenze zu Wales, zwei Autostunden nordwestlich von London. Bei beiden gab Anzeichen von Ritualmorden19, bzw. rankten sich Gerüchte solcher Art um diese20. Im Klappentext heißt es:
These two bizarre cases – though distinct and separate – had one thing in common: a pattern of clues which suggests an element of witchcraft. To explore the surprising history of witchcraft in the Cotswold countryside, McCormick turns detective himself and produces evidence of covens (Hexenzirkel) which gathered at night around the Rollright Stones and of the use of Black Magic as a psychological weapon in the Second World War.
Also das Benutzen von Schwarzer Magie als eine psychologische Waffe im Zweiten Weltkrieg. Der Okkultautor und rechtskonservative britische Politiker Michael Howard schrieb 2012 über dieses Buch21:
It was Donald McCormick’s belief that there was a revival of traditional witchcraft in the area just before the Second World War with the foundation of new covenss (Hexenzirkel). He claims that this development had a connection with the British Intelligence Service and Nazi spies.
McCormick schreibt in diesem Buch (eig. Übers.)22:
Die Verbindungen zwischen Okkultismus und Astrologie auf der einen Seite und Geheimdienst-Arbeit auf der anderen, so undurchsichtig das auch sein mag, bestehen nichtsdestoweniger seit dem Mittelalter bis heute.
Als während des Zweiten Weltkrieges in Algier eingesetzter Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes scheint er von solchen Verbindungen erfahren zu haben, womöglich von Verbindungen, die ihm die Stadt Algier - und nachfolgend sein Heimatland - noch „verruchter“ haben erscheinen lassen, als ohne diese. Und womöglich in Zusammenhang mit Mutmaßungen um die Hintergründe dieser Morde schrieb er weiter (ebd.):
Es ist nicht schwer anzunehmen, dass die Briten einen Hexenzirkel/Hexensabbat (coven) als eine Propagandawaffe gegen Deutschland gebildet haben. Aber schwer ausführbar wäre es zu unterstellen, dass die Deutschen dasselbe im Gegenzug auf unserem Boden hätten durchführen können.
Womöglich ist also okkultgläubigen Deutschen an der Spitze des Dritten Reiches während des Zweiten Weltkrieges Kenntnis gegeben worden von diesen Hexenzirkeln in Großbritannien und vielleicht beruht das Interesse von Heinrich Himmler an der Geschichte der Hexerei auch auf Informationen dieser Art, womöglich erneut auf in England reisenden Nazi-Offizieren und -Spionen. Womöglich diente auch diese Hexenpropaganda - wie so vieles andere - dazu, den Okkultglauben in Deutschland zu stärken. Und zwar auf der gleichen Linie, auf der Fleming auch den Okkultgauben an Pendelei in der deutschen Kriegsmarine bestärkt haben soll dadurch, dass er den Deutschen einflößte, die Briten würden mit Pendeln die deutschen U-Boote lokalisieren (was aber gar nicht stimmte - siehe McCormick's Fleming-Biographie von 1993).

Nach Einschätzung von McComick haben die Deutschen während des Zweiten Weltkrieges Hexerei und Astrologie viel ernster genommen als die Briten. Freilich wird das wiederum von Autor Richard Spence bezweifelt, da es Vermutungen gab, wie dieser ausführt, dass Admiral Godfrey, der Leiter des britischen Marinegeheimdienstes, selbst an Astrologie geglaubt hat. Also gut denkbar, dass solche "Kriegspropaganda" - mit Hilfe von Ritualmorden - wieder einmal zwei verschiedenen Zwecken gleichzeitig gedient hat. Das kann ja gleichzeitig auch für Deutschland angenommen werden. Auch hier wurde äußerlich der Okkultismus als Propaganda benutzt, um den "Gegner" zu beeinflussen, während gleichzeitig das eigene Führungspersonal verborgen ebenfalls - zum Teil - daran glaubte und so beeinflusst werden konnte (Himmler und Heß, zum Teil auch Goebbels und wahrscheinlich Hitler).

1982 - "Paraphysische Techniken" der Geheimdienste

1972 brachte McDonald ein Buch heraus23 über den katholischen, britisch-amerikanischen Finanzmagnaten, Schönling und internationalen Amateur-Golfspieler Charles Sweeney. Er steckte hinter einigen der größten Finanztransaktionen der Londoner City der 1930er Jahre24 und gründete 1940, lange vor dem Kriegseintritt der USA, in Großbritannien Fliegereinheiten, in denen US-amerikanische Jagdpiloten Dienst taten, genannt „Eagle Squadrons“25. Die in der Sensationspresse der damaligen Jahre genüßlich breit getretenen ehelichen und außerehelichen Eskapaden dieses Dandy's und seiner ersten Ehefrau26 scheinen ganz auf der moralischen, sein Beschleunigen des Kriegseintritts der USA ganz auf der politischen Linie eines Aleister Crowley, Ian Fleming und Roald Dahl gelegen zu haben und der sie umgebenden satanischen, britischen Geheimdienstkreise jener Jahre. Womit es dann auch gut zu zentralen Lebensthemen des Donald McCormick zu passen scheint.

Auch Aufenthalte in Spanisch-Marocko gehörten zum Leben von Charles Sweeny. Und McCormick geht ein auf dessen Freundschaft mit Ernest Hemmingway und auf beider Engagement rund um den Spanischen Bürgerkrieg. Gehaßt habe Sweeny jedoch den internationalen Waffenhändler Zaharoff27.
Über McCormick's 1982 erschienene „Memoiren eines Agenten-Jägers“28 heißt es im Buchhandel:
The autobiography of Richard Deacon, author of the histories of British, Russian, Chinese, Israeli, and Japanese Secret Services, and other books concerned with Espionage. It details his contacts in the world of espionage, made since 1943; analytical accounts of the variations in Secret Service methods; the continuing quest for moles in America, Canada, and Britain; a critical examination of British intelligence; a picture of the use of para-physical techniques; the development of psychic warfare; the inside story of penetration into the British Secret Service before the arrival of Blunt, Philby, Burgess and Maclean; and the pre-1980 infiltration of the American establishment by the Soviet Union.
Die Erforschung „paraphysischer Techniken“ durch den britischen und sowjetischen Geheimdienst widmet McCormick ein ganzes Kapitel und es scheint, als ob er die strikte Zurückweisung dieser „Techniken“ durch die Wissenschaft für unangemessen gehalten hat. 

1989 - Superagent William Otto Lucas, alias "Werther"

Abb. 7: Richard Deacon - "Super Spy - The Man who infiltrated the Kremlin and the Gestapo" (1989)
1989 erschien sein Buch über den finnischen Agenten William Otto Lucas29, über das es im Klappentext heißt:
The true story of William Lucas, one of the most remarkable spies of modern times. He succeeded in building up a network of contacts in the Europe including people near the heart of power in the Kremlin and in Nazi Germany and predicted, among other things the Hitler-Stalin pact, the outbreak of the war and the German invasion of Denmark and France. After the war, with Nazism decisively annihilated, Lucas turned his attentions, as a journalist, to warning of Soviet aims and was amongst the first to predict the Cold War. Then by 1954 he seemed to vanish and is believed to have died in 1975. Whatever, the truth, the author contends that his talent for espionage remains unparalleled.
Es scheint, als ob die elterliche Familie dieses Lucas schon mit der Familie von Ian Fleming's Mutter bekannt gewesen ist. Ian Fleming wurde ihm schon in den 1920er Jahren in der Schweiz vorgestellt, er kannte ihn also ähnlich lang wie Aleister Crowley. Und – es dürfte zu vermuten sein – aus ähnlichen Zusammenhängen heraus wie Crowley, sprich: es werden alles Logenbrüder des O.T.O., der "Goldenen Dämmerung" oder der "Fraternitas Saturni" oder ähnlicher Logen gewesen sein. Lucas wurde, wie es scheint, vom britischen Geheimdienst als jener „Werther“ benutzt, mit dem er die entzifferten Enigma-Funkmeldungen aus dem Führerhauptquartier schneller nach Moskau weitergab, als diese an die deutschen Fronttruppen gelangten. Die Autoren John Harris und M. J. Trow schrieben 1999 über die Astrologie im Zusammenhang mit dem Heßflug31:
Fleming himself was probably cynical about the whole thing, ...
- wohlgemerkt: "wahrscheinlich zynisch" ...
... but realized that Hess in particular took it all very seriously. According to McCormick, the real instigator of the Hess plot was a Russian-born American called William Otto Lucas, who went by the unlikely aliases of William van Narwig and Bill Findearth. With an uncanny ability to infiltrate both the Reichschancellery and the Kremlin, Lucas sounds a little too good to be true.
Sonstige Rezeption

Die zahlreichen Bücher Donald McCormick's - bzw. Richard Deacon's – fanden natürlich auch sonst Aufmerksamkeit in der Forschungsliteratur, insbesondere über die Geschichte und Gegenwart der Geheimdienste, auch in der diesbezüglichen deutschsprachigen. So zitiert der deutsche Geheimdiensthistoriker Heinz Höhne 1985 in seinem „Krieg im Dunkeln“ mehrmals Richard Deacon's „A History of the Russian Secret Service“ (1972). Auch der deutsche Historiker Rainer F. Schmidt bezog sich 1997 auf die Behauptungen Richard Deacon's zum Heß-Flug30. Der deutsche Geheimdienst-Experte Schmidt-Eenboom schrieb32:
1975 wurde bei Senatsanhörungen in Washington behauptet, jeder zweite Journalist einer großen britischen Tageszeitung stehe auf der Gehaltsliste von MI-6, dem Londoner Auslandsnachrichtendienst. Der britische Geheimdienstexperte Richard Deacon hat sich 1987 etwas allgemein mit der Fabrikation und Verbreitung von Halbwahrheiten und Lügen durch Nachrichtendienste befasst.
Dabei wurde Bezug genommen auf McCormick's Buch „The Truth Twisters“. 2001 nimmt Reinhard Doerries im Zusammenhang mit dem Heß-Flug Bezug auf McCormick33. In deutschsprachigen Büchern über Lloyd George, Canaris, Churchill, den Jack-the-Ripper-Morden oder in einem Buch über die Geschichte der Schwarzen Magie aus dem Jahr 1996 finden Donald McCormick, bzw. Richard Deacon Erwähnung.

In einem Buch über Aleister Crowley und Ian Fleming aus dem Jahr 2008 scheint zum ersten mal ausführlicher Bezug genommen worden zu sein auf Donald McCormick's Hinweise34. Auffallend ist, wie schon im vorigen Beitrag gesagt, dass es im Internet keinerlei Verweis von Satanismus-Experte Peter Robert König auf Donald McCormick zu geben scheint, obwohl doch McCormick nicht gerade unbedeutende Aussagen über den deutschen O.T.O. während des Dritten Reiches getätigt hat. Offenbar ein Zeichen von vielen dafür, wie sehr auf die deutschsprachige Literatur zentriert viele deutschsprachige Forscher über diese Thematik heute noch arbeiten.

(Verfasst 26.7.14, um die Leserschaft nicht mit Informationen zu überfluten und die Aufmerksamkeit nicht von noch wichtigeren Beiträgen abzulenken, wurde die Veröffentlichung um einige Monate zurück gestellt.)

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1McCormick, Donald: 17F - The life of Ian Fleming. Peter Owen, London 1993, S. 17
2McCormick, Donald: The Wicked City. An Algerian Adventure. 1956; erneut mit dem Untertitel: The Notorius Algiers Kasbah in Wartime. Digit Books 1959
3http://www.afrikabibliothek.de/asp/BuchSelect.asp?par=ID&val=6903 [24.7.14]
4McCormick, Donald. Mr. France. The Life and Times of France's Dynamic Post-War Premier.Jarrolds, London 1955
5McCormick, Donald: The Hellfire Club. Jarrold, 1958
6http://de.wikipedia.org/wiki/Hellfire_Club [24.7.14]
7http://vaultofevil.proboards.com/thread/3390 [24.7.14]
8McCormick, Donald: The Identity of Jack The Ripper. Jarrolds 1959; Arrow & John Long, 1970
9Melvin Harris: The Maybrick Hoax.. Donald McCormick's Legacy. undatiert, http://www.casebook.org/dissertations/maybrick_diary/mb-mc.html [24.7.14]
10McCormick, Donald: The Mask of Merlin. A Critical Biography of David Lloyd George. Rinehart and Winston, London 1963, http://archive.org/stream/maskofmerlinacri000286mbp/maskofmerlinacri000286mbp_djvu.txt [17.7.14]
11McCormick, Donald: Peddler of Death. The Life and Times of Sir Basil Zaharoff. Verlag Holt, Rinehart and Winston, New York 1965
12Zaharoff - Furcht vor dem Sieg. In: Der Spiegel, 17.11.1965, http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46275008.html
13Feinstein, Andrew: Waffenhandel. Das globale Geschäft mit dem Tod. Hoffmann & Campe, Hamburg 2012 (GB) (engl. OA. 2011)
14http://en.wikipedia.org/wiki/Agapemonites [24.7.14]
15McCormick, Donald: Temple of Love. Citadel Press, New York 1965
16Deacon, Richard: John Dee. Scientist. Geographer, Astrologer and Secret Agent to Elizabeth I. London 1968
17Dee, John: Selections. Selected and introduced by Gerald Suster. North Atlantic Books, Berkely 2003, S. 97 (brit. OA. Wellingborough, U.K. 1986)
18McCormick, Donald: Murder by Witchcraft. A Study in the Lower Quinton and Hugley Wood Murders. Arrow Books, London 1969, S. 154, 169f (OA. 1968; ist in Deutschland über Fernleihe nicht zu haben)
19http://en.wikipedia.org/wiki/Who_put_Bella_in_the_Wych_Elm%3F [23.7.14] („Wych elm“ ist eine Bergulme, in der die Ermordete gefunden wurde.)
20http://en.wikipedia.org/wiki/Charles_Walton_(murder_victim) [23.7.14]
21Howard, Michael: Witches of Long Compton. 2012; http://www.the-cauldron.org.uk/Resources/Witches%20of%20Long%20Comptona.pdf [23.7.14]
22zit. n. Spence, Richard B.: Secret Agent 666. Aleister Crowley, British Intelligence and the Occult. Feral House, 2008, S. 242
23McCormick, Donald: One Man's War. The Story of Charles Sweeny: Soldier of Fortune. London 1972
24http://www.cgim.org/sweeneyclan/misc/34.html [24.7.14]
25http://en.wikipedia.org/wiki/Eagle_Squadrons [24.7.14]
26http://de.wikipedia.org/wiki/Margaret_Campbell,_Duchess_of_Argyll [24.7.14]
27McCormick, Donald: One Man's War. The Story of Charles Sweeny: Soldier of Fortune. London 1972, S. 122-126
28Deacon, Richard: With my little Eye. Memoirs of a Spy Hunter. Frederick Muller, 1982
29Deacon, Richard: Super Spy. The Man who infiltrated the Kremlin and the Gestapo. Little, Brown, 1989
30Schmidt, Rainer F.: Rudolf Hess - „Botengang eines Toren?“ Der Flug nach Großbritannien vom 10. Mai 1941. Econ-Verlag, 1997
31John Harris, ‎M. J. Trow: Hess - The British Conspiracy. André Deutsch, 1999, S. 127
32Schmidt-Eenboom, Erich: Undercover. Der BND und die deutschen Journalisten. 1998, S. 49
33Doerries, Reinhard R.: Diplomaten und Agenten. Nachrichtendienste in der Geschichte der deutsch-amerikanischen Beziehungen. Universitätsverlag Winter, 2001, S. 101
34Spence, Richard B.: Secret Agent 666. Aleister Crowley, British Intelligence and the Occult. Feral House, 2008   
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