Samstag, 27. Juni 2015

"Den falschen Leuten vertraut"

René Jahn in Dresden bestätigt unsere Vermutung, dass Geheimdienste im Januar die Spaltung von "Pegida" herbeigeführt haben

Nach einem ersten Beitrag über Pegida hier auf dem Blog am 24. Dezember letzten Jahres (GA-j! 12/2014) war diese Bewegung in Facebook-Beiträgen weiter verfolgt worden. Doch man verlor sie dann wieder aus den Augen, da die eingespielten Rituale im Zusammenhang mit derselben - sowohl in Dresden wie in Leipzig wie in Berlin - nicht mehr gar so großes Interesse weckten.

Nicht zuletzt auch nachdem festgestellt werden konnte, dass der auf diesem Blog schon oft erwähnte Rechtskatholik Götz Kubitschek in seinen Reden auf Pegida-Demonstrationen jenen altbackenen Schmalspur-Konservatismus weiterverfolgte, der schon 2006 auf seinem damaligen Blog kritisiert worden war. Man mußte sich bei seinen Reden ständig fragen: Und dafür hat dieser Kerl zehn oder fünfzehn oder zwanzig Jahre lang "metapolisches", polit-strategisches Nachdenken vom hohen Roß herab betrieben, damit er nun mit solchen biederen, altbackenen Reden vor das Volk tritt? Diese sollen die Quintessenz sein von Jahrzehnte langem Nachdenken darüber, wie grundlegendere politische Änderungen in Deutschland herbeigeführt werden können? Etwas Geistreicheres soll dabei nicht herauskommen können? - - - Nein, "einen hab' ich noch, einen hab' ich noch," scheinen die - nichtzuletzt christlichen - Hintergrundmächte zu rufen, wenn sie so bieder-altbacken herüberkommende Leute wie Götz Kubitschek aus ihrer Personalkiste hervorziehen und den Leuten auf der Staße präsentieren ...

Aber diese Bemerkungen eigentlich nur nebenbei. Denn es wäre schon sehr zum Verwundern gewesen, wenn sich Götz Kubitschek aus diesem Anlaß einmal weniger "durchstilisiert" verhalten hätte, als das schon vor vielen Jahren auf seinem Blog hatte festgestellt und kritisiert werden können. Die jetzige Internetseite von "Sezession" mit ihrer sehr eingeschränkten Kommentarfunktion ist 2007 oder 2008 von dem Blogger Klaas Bähre aus Hannover ("Amyklai") gestaltet worden in Auswertung der Erfahrungen, die zuvor auf dem Blog ("Politisches Tagebuch") von Götz Kubitschek gemacht worden waren, wo die Kommentare sehr offen waren, und wo zu viel niedere Pleps mitgeredet hatte (in den Augen von Klaas Bähre). Und wer diesen Klaas Bähre (damals) in Diskussionen etwas genauer kennenlernen konnte, der es eher mit polnischen (natürlich katholischen) Aristokraten hält, als mit deutscher (natürlich nichtkatholischer) Plebs, der möchte eigentlich nicht allzu viel mehr über diesen ganzen Laden, genannt "Götz Kubitschek and friends" wissen.

Spricht aus diesen Zeilen enttäuschte Liebe? Gewiß, auch das. Als der Autor dieser Zeilen Götz Kubitschek Ende der 1990er Jahre persönlich kennenlernte (war es 1998?), waren beide erheblich jünger als jetzt und man war begeistert, einmal einen geistreicheren Menschen kennenlernen zu können als sonst so im Wald und auf der Heide anzutreffen war und ist. Damals wollte Götz Kubitschek noch über Goethe promovieren und hielt einen entsprechenden Vortrag. Man dachte sich damals: Mit so einem Menschen müßte es eigentlich schön sein, befreundet zu sein. Schade, so ändern sich die Zeiten und die Einsichten über Mitmenschen und ihre Agenden ....

Wodurch wurde ein nachhaltiger Erfolg von PEGIDA verhindert?

Doch nach diesem Abschweifer zurück zu einem Rückblick auf die Entwicklungen rund um Pegida allgemein (Wiki). Und insbesondere zu dem Versuch einer Antwort auf die Frage:

Wodurch wurde ein nachhaltiger Erfolg von PEGIDA verhindert?

Das ging natürlich mit einem Götz Kubitschek allein nicht. Dazu mußte natürlich noch mehr Personal rekrutiert werden. - Während der Recherche zu diesem Blogartikel kam es auch zu einem kurzen Gedankenaustausch auf Facebook mit René Jahn in Dresden, der zu unseren im folgenden zu schildernden Vermutungen schrieb: "Vollkommen richtig".

Erinnern wir uns: Am 12. Januar dieses Jahres demonstrierten 25.000 Menschen in Dresden. Am 28. Januar kam es zur Spaltung durch Austritt unter anderem von Kathrin Oertel und René Jahn. Dies war das entscheidende Datum. Nur Geert Wilders konnte am 13. April noch einmal 10.000 Menschen auf die Straße bringen. Seither gehen die Demonstrantenzahlen stetig zurück, zuletzt waren es 900. Und die Medien konnten sich anderen Themen zuwenden. Ein voller Erfolg also - - - aber von wem???

"Vollkommen richtig"

Am 9. März sind Kathrin Oertel und René Jahn, so bekommen wir hier erst jetzt mit, auch aus der von ihnen nach ihrem Austritt gegründeten neuen Organisation ausgetreten. Und dabei berichtete der MDR über Jahn:
Jahn hatte den Ausstieg am Montag auf seiner Facebook-Seite bekannt gegeben. Dort führte er als Gründe unter anderem an, dass die Pegida-Spaltung provoziert worden sei und sie den falschen Leuten vertraut hätten.
Und genau das hatte damals, während der Spaltung, jeder Klarsichtige sofort hindurchgespürt, dass so etwas nur infolge von "Strategie" geschehen sein kann. So war es von uns auch auf Facebook festgehalten worden. Aber Strategie von wem? Der MDR scheint es fast noch besser zu wissen, als René Jahn selbst, denn durch die Verkürzung der eigenen Aussagen von Jahn bringt er es besser auf den Punkt als Jahn.

Und nachdem ich so weit einen Blogartikel auf Facebook gepostet hatte und kurz nachdem René Jahn meine kurz zuvor gestartete Anfrage zur Facebook-Freundschaft bestätigt hatte, schrieb er dazu:
Darüber kann man Tage lang debattieren.
Und ich antwortete mit jenen Gedanken, die ich gleich schon im Januar anläßlich des Austritts von Oertel und Jahn auf Facebook geäußert hatte:
Ja, und das sollte man vielleicht auch. Dass Geheimdienste das Handy von Merkel überwachen, finde ich nicht so wichtig, als dass sie, wenn Oppositionsgruppen ihnen gefährlich sind, MEHR über jeden einzelnen Verantwortlichen in diesen Oppositionsgruppen wissen, als diese untereinander über sich. Warum sollten sie dieses Wissen nicht nutzen und durch jene großen inneren, psychologischen Abteilungen auswerten, die etwa Victor Ostrovsky in "Der Mossad" schildert (wobei ich nicht etwa sagen will, dass hier ausgerechnet der Mossad tätig gewesen sein soll, sondern nur, dass JEDER Geheimdienst - ebenso wie die Stasi - große psychologische Abteilungen hat, wo intelligente Leute und Psychologen arbeiten.)
Und:
Ich finde es gerade auch auffallend, dass der MDR es im März geradezu noch besser zu wissen schien, als Sie selbst, denn durch die Verkürzung Ihrer Aussagen brachte er es ja fast noch deutlicher auf den Punkt als das in Ihrer Erklärung enthalten war, die ich gerade beim Kopp-Verlag finde:

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/torben-grombery/einsicht-bei-pegida-abspaltern-oertel-und-jahn-wir-haben-den-falschen-menschen-vertraut-.html
Jahn darauf:
Vollkommen richtig! Mit " falschen Leuten vertraut ", war auch der INNERE KREIS gemeint! Also das ORGA-TEAM an sich! Meine Person ausgenommen, gibt es da auch nur 10 Personen!
Und darauf war ja die Frage zu stellen:
Wie hat sich dieser Kreis denn überhaupt gebildet?
Jahn:
Darüber gibt es sehr viel zu lesen! Mir fehlt gerade dafür die Zeit!
Gut, an dieser Stelle muss also jetzt weiterrecherchiert werden. Es wird darüber sicherlich in näherer Zukunft auch noch die eine oder andere detaillierte Veröffentlichung geben. Hoffentlich benennt sie klar und deutlich Roß und Reiter.

Was aber eigentlich auch nicht mehr nötig ist, wenn man einmal verstanden hat, wie Hintergrundmächte und Geheimdienste arbeiten und - arbeiten müssen. Seit Jahrzehnten. Man mache sich doch auch nur klar, was wir seit Anfang dieses Jahres wissen. Nämlich dass Großbritannien unter der vielgerühmten Margaret Thatcher von einer pädokriminellen Elite beherrscht wurde, die sogar Minister in dieser Regierung stellte. Das berichtet nicht die "alternative Öffentlichkeit", sondern die "Mainstream-Presse". Und die Salamitaktik, mit der das der Öffentlichkeit mitgeteilt wird, zeigt doch, welche Elite heute immer noch in Großbritannien herrscht. Und das soll bloß in Großbritannien so sein?

Es sei daran erinnert, dass gerade die Thatcher-Regierung im Jahr 1990 sehr deutlich vor einem Deutschland warnte, das solchen Eliten offenbar nicht genehm ist, was dann zu jenen 2+4-Verträgen führte, nach denen Ost- und Westpreußen, das Memelland, Pommern, Schlesien, das Sudetenland nicht mehr zu Deutschland gehören sollten. Nur so "erkaufte" sich die CDU unter Kohl ja damals die Wiedervereinigung. Das also sind so die Politikvorstellungen pädokrimineller Eliten. (Und es sei auch daran erinnert, dass es viel zu viele Hinweise darauf gibt, dass Kohl und Stoltenberg um die Hintergründe wußten, um derentwillen Uwe Barschel ermordet worden ist, den sie dann alle zu Grabe trugen, angeblich um ihn trauernd.)

Jedenfalls: Wer über die inzwischen wirklich ausreichend bekannten pädokriminellen und satanistischen Eliten auf der heutigen Nordhalbkugel schweigt, braucht über einen Gesellschaftlichen Aufbruch erst gar nicht zu reden.*)

_______________________________
*) Auch dieser letzte Satz wäre als ein Satz aufzufassen gesprochen in Richtung von solchen Leuten wie dem Rechtskatholiken Götz Kubitschek, die es wirklich besser wissen könnten (ohne es offenbar wissen zu wollen). Warum tun sie ständig so ahnungslos? Selbst der neuerdings auf rechtschristlichen (angeblich "libertären") Blogs wie "eigentümlich frei" schreibende Wissenschaftsblogger Michael Blume räumt inzwischen ein, dass "cheater detection" eine wichtige Funktion hat (Scilogs, 9.5.15): "Aber ich erkenne auch an, dass 'Cheater Detection' evolutionspsychologisch tief verwurzelt und auch weiterhin notwendig ist. M. E. gilt es, auch damit einen aufgeklärten, verantwortungsvollen Umgang zu erlernen. Die Wissenschaft kann und sollte dazu mehr Beiträge leisten." Ja, "tief verwurzelt". - Ärgerlich, nicht? Und es gibt ja so viel "unaufgeklärten, verantwortungslosen Umgang" mit dieser "tief verwurzelten" Eigenart. Für das Funktionieren von Demokratien wie den heutigen wäre sie ja auch nicht notwendig, nicht wahr, Michael? Wenn sie denn nur nicht so tief verwurzelt wäre ... - - - Als ich diese Worte neulich las, dachte ich mir: Aha, Michael liest also doch ab und an meinen Blog - und zwar öfter, als man es so im allgemeinen bei ihm durchhört, bzw. kann er einem Teil meiner Kommentare auf seinem und anderen Blogs bei den Scilogs inzwischen offenbar doch noch mehr positive Seiten abgewinnen, als bislang bekannt .... Jedenfalls schreibe ich schon seit vielen Jahren hier und anderwärts über "cheater detection", Michael womöglich hier zum ersten mal. Aber auf dieser Linie könnte es ja dann auch weitergehen. Michael ist ja noch jung und kann noch hinzulernen

 - - - Und siehe da - oh Wunder - am 20. Juni, so sehe ich gerade, stellte Michael Blume auf "eigentümlich frei" ja auch schon die Frage: "Geheimdienste - Können sie Freiheit wirklich verteidigen?" Na, so was aber auch. Da sollten wir jetzt aber alle einmal gaaaaaanz scharf nachdenken!!!!!! Um die Freiheit gegen Pegida zu verteidigen, lieber Michael, werden sie doch recht nützlich sein, meinst du nicht? Da sollte uns doch eigentlich jedes Mittel recht sein! - Mit Grüßen übrigens an Frau Merkel, wenn Michael sie das nächste mal im Kanzleramt sprechen sollte oder ihren wohl erwogenen Worten lauschen sollte. Der "Margaret Thatcher der Deutschen".

Dienstag, 23. Juni 2015

Wie kommen Völker vom Wissen zum Handeln?

Seelische Reifung des Einzelmenschen ist Vorbedingung zur Überwindung der Kriminalität unserer heutigen Eliten weltweit

Ein heute weit verbreiteter Glaube in der alternativen Öffentlichkeit besteht darin, dass man davon ausgeht, dass das Erwerben und Verbreiten von Wissen schon per se gesellschaftliche Veränderungen hervorruft, bzw. ein gesellschaftliches Wollen, das dann Veränderungen bewirkt. Ich glaube, es wird sich allmählich in der alternativen Öffentlichkeit auch die Erkenntnis ausbreiten, dass Wissen nicht per se auch Wollen und Handeln ist. Um es krass auszudrücken: Ein bequemer und willenlos gemachter Sklave kann alles über seinen Zustand wissen und über die Verhältnisse und Mechanismen, die diesen herbeigeführt haben, ohne dann auch noch unbedingt das Wollen aufzubringen, diesen Zustand zu ändern oder die Verhältnisse, die ihn bedingen. Nicht nur Wissenserwerb im stillen Kämmerlein ist Mühe, sondern noch viel mehr das Aufbringen von Willenskräften, die dann auch wirklich Veränderungen bewirken.

Und es mag leicht sein, Hinweise zusammenzutragen dafür, dass die zynischen, kriminellen Eliten, die den Mehrwert der Arbeit abschöpfen und zur fast schrankenlosen Machtausübung nutzen, auch genau solche Völker und Gesellschaften schaffen wollen, also Völker, die alles über sich und ihren Zustand wissen, die aber nicht handeln, die den Willen, die Kräfte und Fähigkeiten zum Handeln schlichtweg verloren haben. Völker, die sich sozusagen daran "goutieren", "delektieren", alles über die zynische Verhöhnung ihrer selbst zu wissen und allein davon schon befriedigt zu sein, da man sie ja zumindest nicht mehr für "dumm" halten kann. Denen also das Gefühl der Ohnmacht eingeflößt werden soll: Ihr wisst zwar alles - aber ändern könnt ihr ja doch nichts. Denn wir haben die Macht. Und wir zerschlagen jede gegen uns gerichtete gesellschaftliche Oppositions-Bewegung schon im Keim, schon in ihrer Entstehung und dulden nur solche "Quasi-"Opposition, die wir zuvor geprüft und für ungefährlich befunden haben, bzw. die wir uns zuvor in die Hand gespielt haben nach feindlicher Übernahme, nach Hijacking, und die uns dadurch kaum noch gefährlich werden können.

Und da die Menschen sehen, wie seit 100 Jahren immer wieder jede gesellschaftliche Aufbruchbewegung in Streitereien endet, in die Irre geleitet wurde, umgedreht wurde, verlieren sie den Glauben daran, durch eigene Initiative, durch Handeln noch etwas ändern zu können.

Wer zum Beispiel will denn noch eine Partei gründen? Oder die Kärrnerarbeit von "Basisbewegungen", "Graswurzelbewegungen" machen? Und diese Ohnmachtsgefühle sind natürlich erwünscht. Der Sklave wird so lange geschlagen und mit Suchtmitteln verführt und verwöhnt, bis er alles Wollen aufgibt, bis er den Glauben an sich selbst verliert. 

Wie also kommen Völker auch noch unter solchen Umständen vom Wissen zum Handeln?

Durch das Schaffen einer Gegenkultur. Durch das Ansprechen religiöser Kräfte. Diesen Gedanken sollte künftig noch weiter nachgegangen werden. Man könnte sich zum Beispiel einmal die derzeit laufenden, vielen Experimente von "atheistischen Gottesdiensten" anschauen. Hier wird dem Gedanken nachgegangen, dass auch moderne Menschen Gemeinschaft erleben wollen, auch in ihrer Nachbarschaft, dass sie ihre Religiosität angesprochen wissen wollen, durchaus auch sehr bewusst. Und anderes mehr. Es könnte durchaus sein, dass in solchen Bereichen der Kulturgestaltung, in solcher Feiergestaltung manche gesellschaftsverändernde Kraft beschlossen liegt. Denn wenn der religiöse Konsens größer wird in der Gesellschaft, könnten damit auch die seelischen Kräfte in der Gesellschaft wachsen.

Vorschaubild des - wieder herausgenommenen - Video's :)
Darüber hatte ich für diesen Blogbeitrag auch einen 10-minütigen Videoblogbeitrag erstellt, den ich aber wieder herausgenommen habe, da ich das noch einmal in anderer Weise zur Sprache bringen will.

Die Geheimmächte spielen auf der Klaviatur der Glückssehnsucht der Menschen

Vor einigen Wochen hatte ich mir zu dem gleichen Thema schon mal folgende Notizen gemacht: Solange nicht auf die seelische Reifung und Vervollkommnung des Einzelmenschen - vielleicht am ehesten im Sinne der psychologischen Philosophie von Mathilde Ludendorff - der Schwerpunkt gelegt wird, wird man mit den Geheimmächten und Geheimdiensten im Hintergrund nicht fertig werden können.*) Sie spielen und agieren mit der bodenlosen Vielfalt menschlicher Unfertigkeit, Unreife, Kurzsichtigkeit und Oberflächlichkeit. Mit der bodenlosen Vielfalt menschlicher Glückssehnsucht. Sie wissen, dass Erich Ludendorff recht gehabt haben wird, als er forderte: "Machet des Volkes Seele stark." Dass erst der seelisch reife und vervollkommnete Mensch - und nicht allein sein umfassendes, angelesenes Wissen - ein wirklicher Gegner dieser Hintergrundmächte darstellt, ein Gegner, der nicht in eine ihrer hundertfach aufgestellten Fallen hineintappt. Was, lieber Leser, du bist noch in keine der von ihnen aufgestellten Fallen hineingetappt? Du glaubst, alle ihre aufgestellten Fallen inzwischen zu durchschauen? - Dann träume bitte weiter!

Wir wollen alle "glücklich" sein. Und diese Glückssehnsucht ist (zumindest nach der Philosophie Mathilde Ludendorffs) eines der größten Hindernisse zur seelischen Reifung und Vervollkommnung. Die Hintergrundmächte ziehen sich untereinander und ziehen die von ihnen Beherrschten am Strick der Glückssehnsucht des Einzelmenschen hinter sich her. Erst wenn wir uns von dieser Glückssehnsucht emanzipieren, von ihr eine gewisse Unabhängigkeit erlangt haben, wenn wir bereit sind, um ein höheres Gutes willen auch tiefes Leid - oder gar den Tod - auf uns zu nehmen, gehören wir zu jenen "Freien", die die Hintergrundmächte wirklich fürchten und fürchten müssen.

Denn seelische Reifung und Vervollkommnung sind nicht Dinge vornehmlich des "Wissens", der angelesenen oder erlernten "Kenntnisse", des "Durchschauens" der vielen Tricks und Finten der den Fortschritt der Menschheit aufhaltenden und untergrabenden Geheimmächte. Es sind das viel mehr Dinge, die sich im Bereich der Kultur abspielen. Das ist der Grund, weshalb alle großen Revolutionen und Reformbewegungen nicht in erster Linie politische, sondern vor allem Kulturrevolutionen waren. Dass sie eine neue Moral mit in die Welt brachten, eine neue Kunst, ein neues Lebensgefühl, ein neues Denken.

Und an dieser Stelle erst wird die ganze Ohnmacht der gegenwärtigen "Neuen sozialen Bewegungen" deutlich: Noch die Anti-AKW-Bewegung der 1970er Jahre hatte gewissermaßen eine neue Kultur, eine "Gegenkultur" ausgebildet, man war "alternativ", man war "Aussteiger", man gründete "Landkomunen", erprobte neue Formen des menschlichen Zusammenlebens. Und indem wir auf diese Zeit zurückschauen und feststellen, dass heutige neue gesellschaftliche Bewegungen im Grunde an keinem Punkt über die damalige "alternative Szene" und ihre Lebensexperimente hinausgekommen sind - abgesehen von dem heutigen erweiterten Kenntnisstand über das Wesen und die Handlungsmöglichkeiten der Hintergrundmächte - erkennen wir erst, wie viel zu tun übrig bleibt.

Ja, wir erkennen, dass das Wesentlichste weniger als je getan ist und getan wird. Und damit wird nicht auf "verändertes Verbraucherverhalten", auf bewussteres "Konsumverhalten" angespielt, auf die Beachtung von "fair trade" und ähnliche Dinge (die natürlich auch wichtig sind). Sondern damit wird angespielt auf die Frage: Welche Haltung nehmen wir dem Leben selbst gegenüber ein? Welchen Sinn geben wir dem Leben? Wie gehen wir mit unseren seelischen Kräften um? Wie haushalten wir mit ihnen, damit wir "schlagkräftig", "kampffähig" bleiben - oder überhaupt erst ausreichend werden?

/Video wieder herausgenommen und 2. Teil des Blogbeitrages hinzugefügt: 27.6.2015/

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*) Mathilde Ludendorff unter anderem deshalb, weil man womöglich im Rahmen ihrer Psychologie noch am ehesten von jeder Art von Okkultismus bewahrt ist, dem die Menschen nur allzu gerne und allzu leicht verfallen. Es ist ja sehr beliebt insbesondere unter Okkulten, von seelischer Vervollkommnung zu sprechen, wie sie ja überhaupt so vielen wesentlichen Dingen ihren eigenen Sinn überstülpen und dadurch den wacheren Menschen diese Dinge überhaupt verekeln, während sie sie für die seichteren Menschen dadurch "passend" gemacht haben. Es ist Peter Sloterdijk zu danken, dass er neue, frische Wege eingeschlagen hat, sich diesem Thema auf nicht-okkultem, nicht-esoterischem Wege zu nähern (s. GA-j!, 3/2015). 
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