Sonntag, 24. Juli 2016

AfD - Aus welcher Geschichte willst Du lernen?

Verschwörungstheorien - Wichtiger Teil politischer Bildungsarbeit 

Ein Beitrag für AfD-Mitglieder und alle anderen Deutschen. In ihm sollen einmal einige Gedanken zur allgemeinen politischen Bildung vorgetragen werden, Gedanken, bezüglich denen bei Deutschen aller Art sehr viel Nachholbedarf besteht, ein Nachholbedarf, der weder durch die Bundeszentrale für politische Bildung, noch durch Stammtisch-Parolen gedeckt werden kann. In diesem Beitrag soll hierbei nur einmal ein wesentlicher Punkt aus diesem Bereich grundlegender politischer Bildung, bezüglich dessen es Nachholbedarf zu geben scheint, herausgegriffen werden. 

Es gibt zu fast jedem Thema der Zeitgeschichte eine offizielle Verschwörungstheorie. Zum Beispiel die folgende: "Adolf Hitler und die Deutschen haben sich gegen den Weltfrieden verschworen." Und diese eine offizielle Verschwörungstheorie ist dann angeblich jene Geschichte, aus der wir zu "lernen" haben. Das Lernpensum, das aus dieser einen Verschwörungstheorie abgeleitet werden kann und wird, ist dann natürlich nur ein sehr beschränktes und einseitiges. Und dementsprechend sehen dann auch die "Selbstverständlichkeiten" aus, mit denen Politiker - zum Teil auch Spitzenpolitiker der AfD - hantieren als "Lehren", die sie aus der Geschichte gezogen haben.

Aber: Mit solchen eindimensionalen offiziellen Verschwörungstheorien werden Völker natürlich dazu gebracht, gerade nicht aus der Geschichte zu lernen. Sie können nämlich erst dann aus der Geschichte lernen, wenn verschiedene Verschwörungstheorien neben einander gestellt werden und wenn es eine freie, nicht tabuisierte Erörterung darüber gibt, welche von mehreren Verschwörungstheorien nun die zutreffenden sind und was dann aus den betreffenden Verschwörungstheorien als Lehren für die Gegenwart und Zukunft abzuleiten sind. Die eindimensionale offizielle Verschwörungstheorie steht zur Auswahl oder alternative oder revisionistische.

In der Wochenzeitung "Junge Freiheit" - auch nur als Beispiel - galt bis vor wenigen Jahren für selbstverständlich, dass jene Verschwörungstheorien hinsichtlich des Dritten Reiches, aus denen zu lernen sei, andere sind als jene, aus denen heute offiziell gelernt wird. Da sich die Ausrichtung dieser Zeitung, seit sie sich Bernd Lucke anbiederte, nicht als besonders zuverlässig erwies und erweist, will man vielleicht gar nicht mehr so richtig wissen, wie es um jene politische Bildung bestellt ist, die sie ihren Lesern heute nahe zu bringen sich bemüht.

Abb.: MI6-Informant und NPD-Gründer
Adolf von Thadden
By Eric Koch / Anefo (Nationaal Archief) 
[CC BY-SA 3.0 nl 
(http://creativecommons.org/licenses/
by-sa/3.0/nl/deed.en)]
via Wikimedia Commons
Kommt man nun aber - wieder nur als Beispiel - mit dem namhaftesten deutschen Kirchenkritiker der Nachkriegszeit, mit Karlheinz Deschner (1924-2014), zu dem Ergebnis, dass Adolf Hitler von der Wallstreet gekauft worden ist (so wie alle amerikanischen Präsidenten des 20. Jahrhunderts) (siehe sein Buch "Der Molloch"), hat das natürlich Folgen dahingehend, wie kritisch ich der Möglichkeit gegenüber stehe, dass auch die AfD - wie zuvor die NSDAP, die NPD (beginnend mit dem Informanten des britischen Geheimdiensts MI6 Adolf von Thadden [1921-1996]), die Grünen (unter anderem mit der linksradikalen, gewalttätigen "Putztruppe" rund um Joschka Fischer [geb. 1948]) und zahllose andere Parteien (die Sozialdemokraten, die Christdemokraten) gehijackt werden könnte von Menschen, die ganz andere Interessen vertreten als jene, für die diese Parteien einst nach außen hin angetreten sind.

Um aus solchen alternativen Verschwörungstheorien angemessen lernen zu können, sollte man - zum Beispiel - sehr genau den Inhalt der Publikationen von entsprechenden Verschwörungstheoretikern und Revisionisten lesen und sich darüber gegenseitig Vorträge halten und die Inhalte kritisch erörtern und verbreiten. Das ist jene politische Bildungsarbeit, die notwendig ist, wenn Deutschland überleben soll. Es geht zugrunde an eindimensionalen Verschwörungstheorien.

Der AfD am nächsten stehen hierbei nun vielleicht - unter anderem - Jürgen Elsässer und seine Veröffentlichungen. Aber auch er sei nur als ein Beispiel genannt für ein breites Spektrum, dem - zum Beispiel - auch der ehemalige SPD-Bundesminister Alexander von Bülow (geb. 1937) angehört, und die auch mit dem Schicksal rechtskonservativer Spitzenpolitiker von Jörg Haider über Uwe Barschel bis Jürgen Möllemann befasst sind.

Dieser Gedankengang richtet sich gegen so manche Gedankenlosigkeit, die man an der Basis der Berliner AfD bezüglich solcher Dinge vorfinden kann. In großen Parteiveranstaltungen in Berlin soll sich in den letzten Wochen auf die offene Frage, wer etwas zum Fall Wolfgang Gedeon sagen möchte, niemand zu Wort gemeldet haben. Das wird man vielleicht doch als einen Hinweis auf Gedankenlosigkeit bezeichnen dürfen.

Die Restabgeordneten der Landtagsfraktion in Baden-Württemberg scheinen jedenfalls aus alternativen Verschwörungstheorien schon so manche wesentliche Lehre gezogen zu haben. Das könnte man als vorbildlich ansehen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Dieser Artikel erscheint sehr nebulös. Man soll also, neben einer sog. allgemeingültigen Verschwörungstheorien auch noch alternative Verschwörungstheorien hervorbringen und studieren? Damit die Verwirrung perfekt wird? Es wäre wünschenswert, wir bräuchten solche Theorien überhaupt nicht mehr! Zumindest krankt momentan die geistige Haltung und das Weltbild so vieler Menschen daran, dass nicht mehr erkennbar ist, was glaubhaft und was erfunden und gelogen ist. Das scheint mir die eigentliche Verschwörung zu sein…

Ingo Bading hat gesagt…

Es ist ein wenig um die Ecke formuliert, das gebe ich zu. Aber einfach immer nur von "Lügenpresse" zu reden, ohne die Strukturen tiefergehender zu analysieren, die zu ihr führen, ohne die Umerziehung seit 1945 zu benennen und ohne die Kräfte zu benennen, die dahinter stehen, ist eben auch zu wenig.

Außerdem macht es keinen Sinn, den Begriff "Verschwörungstheorie" in negativer Konnotation zu benutzen, wie es noch viel zu oft geschieht.

Auf das Stadium wird die kulturelle Entwicklung der Menschheit wohl nicht mehr zurückfallen, in der man nicht mehr so stark unterscheiden müsste zwischen wahr und falsch. In einer Zeit, in der die Wissenschaft insgesamt so weit fortgeschritten ist wie heute, wird auch das Geschäft der Verwirrung mit wissenschaftlicher Effektivität betrieben. Dem muss man entgegen wirken, da geht kein Weg daran vorbei.

So groß ist die Verwirrung im übrigen gar nicht, wenn man sich erst mal einen Überblick erarbeitet hat und sein Urteilsvermögen geschärft hat. Und letzteres ist unabdingbar notwendig. Denn sonst werden die Völker ständig weiter am Narrenseil ihrer politischen Unbildung herumgeführt.

Ich glaube, das völkische Denken, bzw. das Denken in gruppenevolutionären Strategien (Begriff von Kevin MacDonald) ist die beste Orientierung, um sich in dem Wirrwarr zurecht zu finden.

Denn es geht seit hundert, wenn nicht seit zweitausend Jahren ständig nur darum, nichtbiblisches, volkserhaltendes Denken in allen Völkern kaputt zu machen durch religiöse und ideologische Umerziehung, durch Religionskriege aller Art, durch Krisen aller Art und so weiter.

Es ist auch nicht damit geholfen, sich eine AfD zu wünschen, die letztlich nur die CDU der 1980er Jahre ist (was viele sich zu wünschen scheinen). Schon in den 1980er Jahren war die CDU dermaßen korrumpiert. Sie war es schon 1955, als Konrad Adenauer eine grundlegende Weichenstellung in der Familienpolitik vornahm, die die CDU bis heute nicht korrigiert hat.

Die CDU ist eines der größten Augenwischereien und Verdummungsinstrumente der deutschen Geschichte der letzten siebzig Jahre. In der Wirkung - Zerstörung von Kultur und moralischer Substanz - nicht weniger schlimm wie die 12 Jahre NSDAP davor.

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